Surat Shabd Yoga

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Anleitung: Neutraler Standpunkt Die Neutralität dieses Artikels oder Abschnitts ist umstritten. Eine Begründung steht auf der Diskussionsseite. Weitere Informationen erhältst du hier.
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Der Surat-Shabd-Yoga ist die Meditationsform der dem Radhasoami entstammenden Sant Mat-Bewegung (Pfad der Meister). Der Praktizierende des Surat-Shabd-Yoga (Aufmerksamkeit-Tonstrom) strebt in der Meditation nach der Wahrnehmung inneren Lichts oder Tons. Zusätzliches Element ist das geistige Rezitieren spezieller, geheimer Mantras (Simran), welche Schutz vor negativen Einflüssen bieten und göttliche Energien auf sich lenken sollen.

Initiationsritual[Bearbeiten]

Für die Praxis der Meditation ist ein Einweihungsritual notwendig, vergleichbar einer buddhistischen Übertragung (Abisheka oder VAK). Daher wird dieses Ritual stets durch einen Guru (Lichtträger), Meister oder eine durch diesen bevollmächtigte Person (IBV) durchgeführt. Unautorisierte Weitergabe der Initiationsanweisungen bringt nach dem Glauben der Anhänger des Surat Shabd Yoga schweren spirituellen Schaden mit sich und wird deshalb kaum ausgeübt. Mit dem Initiationsritual sind bestimmte Programmpunkte verbunden:

  • Eine Einführung in den Sant Mat
  • Die Bekanntmachung der Voraussetzungen (in erster Linie der Verzicht auf Fleisch, Fisch, Eier, Alkohol und Drogen)
  • Überlieferung der Meditationsanweisungen mit Übermittlung der zur Meditation genutzten Gottesnamen (entfällt in zumindest einer der Abspaltungen)
  • Die Meditation auf das Licht und den Ton

Das Ritual dauert ca. 3 Stunden. Es steht den Teilnehmern z. T. frei, ihre Identität für sich zu behalten. Eine Verbindung mit anderen Schülern, einer Organisation oder dem Meister wird empfohlen, ist jedoch nicht notwendig. Obwohl als unabdingbar angegeben, steht es jedem selbst frei, die Voraussetzungen zu erfüllen.

Licht und Ton[Bearbeiten]

Licht und Ton werden im Surat-Shabd-Yoga als direkt wahrnehmbare Aspekte der Offenbarung des höchsten Gottes Radhasoami betrachtet. Ziel ist die schrittweise Verbindung des Menschen mit dem Licht-/Tonstrom, was schließlich das Einswerden mit dem überpolaren Zustand des immer unoffenbarten Namenlosen und Wortlosen (Alakh, Agam und Anami) bedeutet. Das Ziel ist ein Zustand, in dem der Schüler sich selbst nur noch als reines Bewusstsein und Teil des höchsten Gottes Radhasoami erlebt und als solches handelt. Dieser Zustand soll dem Menschen Selbsterkenntnis, Gottverwirklichung, tiefen inneren Frieden, unerschöpfliche Liebe und vollkommenes Verständnis für alle Lebewesen eröffnen.

Der Surat-Shabd-Yoga ist eine Übung, die den Menschen wie in anderen Yogarichtungen zu einem göttlichen Meister entwickeln soll. Dennoch wird Sant Mat nicht als Religion, sondern eher als Erfahrungsweg oder eine Art Erfahrungswissenschaft bezeichnet. Die Zugehörigkeit zu einer klassischen Religion schließt das Praktizieren des Surat-Shabd-Yoga nicht aus. Die Zugehörigkeit zu einer Religion ist nicht notwendig, um diesen Yoga auszuüben.

Ursprünge[Bearbeiten]

Die Sant Mat-Bewegung wurde 1861 von Shiv Dayal Singh in Agra gegründet, der stark von Guru Nanak, den Begründer der Sikh-Religion, beeinflusst war. Sie wurde von Gurus wie Baba Jaimal Singh und Baba Sawan Singh und Kirpal Singh weitergegeben.

Vorsichtige Schätzungen der Bewegung gehen von ca. 2-3 Millionen Menschen weltweit aus, die sich in diesen Yoga einweihen haben lassen, aber nicht notwendigerweise praktizieren. Einzelne Gurus wie Thakar Singh und einzelne Individuen der Bewegung sind in Zusammenhang mit Skandalen und Streitigkeiten in das Licht der Öffentlichkeit geraten.

Kritik[Bearbeiten]

Vor allem im Laufe der letzten 200 Jahre entstand durch Unklarheiten bei der Nachfolge vieler Gurus eine Vielfalt an Gruppierungen, die sich mehr oder weniger ablehnend gegenüber stehen. Die zur Meditation gegebenen Gottesnamen unterscheiden sich je nach dazugehörigem Guru mehr oder weniger voneinander. So gab Sant Kirpal Singh (1894 - 1974) muslimischen Schülern die Namen in der aus der islamischen Sufitradition stammenden arabischen Form, den meisten anderen jedoch in der von den Sikh-Gurus gegebenen Form. Während es oftmals fünf Worte sind, werden bei manchen Gurus weniger, bei einigen Radhasoami-Gruppen nur das Naam, oder sogar gar keines mehr vergeben, was zumindest vor dem Hintergrund der seit Guru Nanak bestehenden Tradition zweifelhaft und fragwürdig erscheint. Der Surat-Shabd-Yoga wird immer wieder von Menschen, die damit konfrontiert werden, stark bezweifelt. Insbesondere wird behauptet, die Praktizierenden würden in Wahrheit nichts sehen oder hören können. Dieser Eindruck mag entstehen, da alle Menschen bei der Einweihung und in den Vorträgen der Meister die strenge Anweisung erhalten, ihre inneren Erfahrungen unter keinen Umständen anderen Menschen zu erzählen. Tatsächlich wurden die Auswirkungen dieses Yogas wissenschaftlich nicht untersucht. Es existieren keine Studien oder Statistiken zu dieser Meditationsform.

Literatur[Bearbeiten]

  • Baba Jaimal Singh - Leben und Lehren eines großen Heiligen

Weblinks[Bearbeiten]