Surayud Chulanont
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Surayud Chulanont (in Thai: สุรยุทธ จุลานนท์, ausgesprochen: [sŭrajút ʤùlaːnon]; * 28. August 1943 in Bangkok) ist ein ehemaliger thailändischer General und vom 1. Oktober 2006 bis 29. Januar 2008 der nach dem Staatsstreich vom 19. September 2006 von den Militärmachthabern Thailands eingesetzte Interim-Premierminister.
Als Sohn des Oberstleutnants der Armee Phayom geboren, besuchte Surayud Eliteschulen wie St. Gabriel und Suan Kulab Wittayalai. Später besuchte er die königlichen Militärakademie Chulachomklao. Er begann im Jahre 1965 offiziell seinen Militärdienst als Unterleutnant. Sein Vater quittierte den Dienst als Surayud noch ein Junge war, und engagierte sich in der Kommunistischen Partei von Thailand (CPT). Als junger Offizier führte Surayud Einheiten der Armee gegen von seinem Vater geführte Zellen der CPT in Nordthailand. Gegen Ende des Vietnamkriegs wurde er Ausbilder an der Schule der Spezialtruppen in der Provinz Lop Buri. Anschließend wurde er zum Adjutanten des Armeeoberbefehlshabers General Prem Tinsulanonda befördert. 1992 wurde Surayud Kommandeur der thailändischen Spezialkräfte, später Armeekommandeur. Unter seinem Befehl nahm Thailand erstmals an Missionen der Vereinten Nationen zur Friedenssicherung teil, so zum Beispiel in Osttimor. Bei seinem Vorgänger im Amt des Ministerpräsidenten, Thaksin Shinawatra, fiel Surayud wegen seiner kompromisslosen und wenig wirtschaftsfreundlichen Art der Durchsetzung des UN-Handelsboykotts gegen Burma in Ungnade. Er wurde 2003 entlassen und an seiner Stelle Thaksins Vetter Chaiyasit Shinawatra zum Kommandierenden der Landstreitkräfte ernannt.
Seit 2003 war Surayud Mitglied des Kronrates des Königs Bhumibol Adulyadej, der ihn nach dem unblutigen Militärputsch im September 2006, in dessen Verlauf Ministerpräsident Thaksin abgesetzt wurde, auf Vorschlag der Militärjunta zum neuen Ministerpräsidenten ernannte. Dieses Amt hatte er inne bis zum 29. Januar 2008, als er durch die Regierung von Samak abgelöst wurde, dessen Partei einen Sieg in freien Wahlen errungen hatte.
Nach anfänglicher Zustimmung verschlechterten sich die Umfragewerte und die allgemeine Meinung wendete sich gegen die Regierung Surayuds, die als eher untätig und ziellos angesehen wurde.
Phraya Manopakorn Nititada | Phraya Phahon Phonphayuhasena (Militär) | Phibul Songkhram (Mil.) | Kuang Abhayawongse (Mil.) | Tawee Boonyaket | Seni Pramoj | Kuang Abhayawongse | Pridi Phanomyong | Thawal Thamrong Navaswadhi (Mil.) | Kuang Abhayawongse (Mil.) | Plaek Pibulsonggram (Mil.) | Pote Sarasin (Mil.) | Thanom Kittikachorn (Mil.) | Sarit Dhanarajata (Mil.) | Thanom Kittikachorn (Mil.) | Sanya Dharmasakti | Seni Pramoj | Kukrit Pramoj | Seni Pramoj | Tanin Kraivixien | Kriangsak Chomanan (Mil.) | Prem Tinsulanonda (Mil.) | Chatichai Choonhavan | Anand Panyarachun (Mil.) | Suchinda Kraprayoon (Mil.) | Meechai Ruchuphan (kommissarisch) | Anand Panyarachun | Chuan Leekpai | Banharn Silapa-Archa | Chavalit Yongchaiyudh | Chuan Leekpai | Thaksin Shinawatra | Sonthi Boonyaratglin (Mil.) | Surayud Chulanont (Mil.) | Samak Sundaravej | Somchai Wongsawat | Chaovarat Chanweerakul | Abhisit Vejjajiva
| Anmerkung zu thailändischen Familiennamen: Dieser Artikel spricht die Person mit ihrem Vornamen an, verstößt damit jedoch nicht gegen die Wikipedia:Namenskonventionen. Für weiterführende Informationen siehe Thailändische Familiennamen. |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Surayud Chulanont |
| ALTERNATIVNAMEN | สุรยุทธ จุลานนท์ (Thai) |
| KURZBESCHREIBUNG | thailändischer General und Politiker |
| GEBURTSDATUM | 28. August 1943 |
| GEBURTSORT | Bangkok, Thailand |

