Surfin’ Safari

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Surfin’ Safari
Studioalbum von The Beach Boys
Veröffentlichung 1962
Label Capitol Records
Format LP, CD
Genre Surf Rock
Anzahl der Titel 12
Laufzeit 24 min 53 s

Besetzung

Produktion Nick Venet
Studio Capitol Studios, Hollywood, Kalifornien
Chronologie
Surfin’ Safari Surfin’ U.S.A.
(1962)

Surfin’ Safari ist der Titel des ersten, am 1. Oktober 1962 erschienenen Albums der Beach Boys. Die Aufnahmen dauerten von April bis September 1962. Produziert wurde das Album von Nick Venet.

Entstehung[Bearbeiten]

Murry Wilson, Vater von Carl, Dennis und Brian Wilson, sowie erster Manager der Band, hatte im Mai 1962 einen Termin mit Nick Venet, einem jungen Produzenten von Capitol Records, vereinbart. Er brachte ein Demotape mit Beach-Boys-Songs zu dem Termin. Murry Wilson spielte Venet die Stücke vor, und dieser war begeistert. Sofort ahnte Venet, dass er mit Surfin’ Safari und 409 eine Hitsingle für Capitol bei der Hand hatte. Venet wollte 409 als A-Seite veröffentlichen, Bandleader Brian Wilson forderte Surfin’ Safari als A-Seite. Venet setzte seinen Kopf durch, doch wenig später stellte sich heraus, dass Brian Wilson recht behalten sollte, und Capitol tauschte die Seiten um. Surfin’ Safari kam bis auf Platz 14 der Billboard-Charts und machte die Beach Boys zu landesweiten Stars.[1]

Auf den Titeln Surfin’, Surfin’ Safari und 409 ist noch Beach-Boys-Gründungsmitglied Alan Jardine zu hören. Das restliche Album spielte David Lee Marks ein, ein Nachbar der Wilsons, der Alan Jardine zwei Jahre lang ersetzte.

Bis auf die Coverversionen Little Girl (You’re My Miss America), Summertime Blues und Moon Dawg wurden alle Titel von Brian Wilson komponiert. Mike Love schrieb zu drei Wilson-Kompositionen den Text. Gary Usher, der bei den restlichen Stücken als Co-Autor genannt ist, war ein Freund Brian Wilsons und machte Mitte der 1960er Jahre eine Karriere als Sänger, Komponist und Produzent.

Während der Sessions zum Album entstand auch das Lied Land Ahoy, das erst auf Beach Boys Rarities (1983) veröffentlicht wurde. Capitol Records fügten das Lied der Neuauflage Surfin’ Safari/Surfin’ U.S.A. (2001) bei. Das Lied Cherry, Cherry Coupe vom Album Little Deuce Coupe basiert auf der Melodie von Land Ahoy.

Alle Aufnahmen sind in Mono.

Das Album erreichte Platz 32 der US-Billboard-Charts und hielt sich dort für 37 Wochen.[2]

Titelliste[Bearbeiten]

  1. Surfin’ Safari (B. Wilson/M. Love) – 2:05
  2. County Fair (B. Wilson/G. Usher) – 2:15
  3. Ten Little Indians (B. Wilson/G. Usher) – 1:26
  4. Chug-A-Lug (B. Wilson/G. Usher) – 1:59
  5. Little Girl (You’re My Miss America) (Catalano/Herb Alpert) – 2:04
  6. 409 (B. Wilson/G. Usher) – 2:04
  7. Surfin’ (B. Wilson/M. Love) – 2:10
  8. Heads You Win, Tails I Lose (B. Wilson/G. Usher) – 2:17
  9. Summertime Blues (E. Cochran/J. Capehart) – 2:09
  10. Cuckoo Clock (B. Wilson/G. Usher) – 2:08
  11. Moon Dawg (Derry Weaver) – 2:00
  12. The Shift (B. Wilson/M. Love) – 1:52

Zusätzliche Informationen zu den Liedern[Bearbeiten]

Surfin’ Safari wurde von Chuck Britz produziert, der auch als Toningenieur an den weiteren Aufnahmen der Beach Boys beteiligt war.

County Fair wurde laut Gary Usher, dem Co-Songwriter, innerhalb von zehn Minuten geschrieben.

Ten Little Indians wurde als zweite Single ausgekoppelt, konnte jedoch nur Platz 49 erreichen.[3] B-Seite wurde County Fair.[1]

Little Girl (You’re My Miss America) war das erste Lied, auf dem Dennis Wilson den Hauptgesangspart übernahm. Das Lied wurde von Vincent Catalano und Herb Alpert geschrieben. Die erste Version stammt von Dante & His Friends.

409 erreichte als B-Seite von Surfin’ Safari Platz 76 der Charts. [3] Das Lied handelt von einem Chevrolet Impala 409, dem Traumauto von Gary Usher. Das Motorengeräusch im Lied stammt allerdings von Ushers 348er Chevrolet.[1]

Surfin’ erschien bereits im Jahre 1961 auf dem kleinen Plattenlabel Candix Records als Single und wurde in Kalifornien ein Top-5-Chart-Erfolg (Platz 2). National konnte das Lied nur Platz 75 erreichen. Die auf diesem Album veröffentlichte Version war allerdings neu aufgenommen worden. [1]

Summertime Blues ist ein bekannter Garagenrock-Klassiker von Eddie Cochran.

Moon Dawg wurde von Produzent Nick Venet unter dem Pseudonym „Derry Weaver“ geschrieben. Das Original wurde 1959 von der ersten Surfband The Gamblers veröffentlicht. Unklar ist, ob Derry Weaver, der Gitarrist der Gruppe, identisch mit Nick Venet ist oder ob Venet nur dessen Namen benutzt hat.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Booklet der CD Surfin’ Safari/Surfin’ U.S.A., Capitol Records 2001
  2. http://www.allmusic.com/album/mw0000625284
  3. a b http://www.allmusic.com/album/mw0000625284
  4. http://www.pipeline-operaglass.moonfruit.com/Surfin'%20Safari%20Front%20Cover/4516998357