Survival

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Survival (Begriffsklärung) aufgeführt.

Der aus dem englischen stammende Begriff für Überleben fasst Kenntnisse und vor allem Fertigkeiten über Behelfsmaßnahmen zusammen, die ein vorübergehendes Leben in einer Notsituation zu meist bei Natursportarten in der Wildnis wie beim Trekking sowie in lebensbedrohlichen Situationen nach Naturkatastrophen ohne oder mit geringen Hilfsmitteln ermöglichen sollen. Diese beinhalten vor allem richtiges Verhalten vor und in einer Notsituation. Anwendung finden dabei verschiedenste Techniken und Hilfsmittel, um die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse wie Wasser, Nahrung, Schutz, Orientierung und Rettung zu gewährleisten.

Geschichte und Wortbedeutung[Bearbeiten]

Erste Anfänge für das gezielte Erlernen von Wildnisfähigkeiten waren ab dem 18. Jahrhundert europäische Waldläufer und Fallensteller in Nordamerika, die spezielle Überlebenstechniken von den indianischen Ureinwohnern erlernten.

Anfang des 20. Jahrhunderts erlernte der norwegische Polarforscher Roald Amundsen auf seiner Nordwestpassage-Expedition im Jahr 1903 die Überlebenstechniken der Netsilik-Inuit, die er dann auf seiner Südpol-Expedition im Jahr 1911 erfolgreich anwandte. Er transferierte das Überlebenswissen der Arktis auf die sehr ähnlichen Bedingungen der Antarktis.

Die Anfänge des Survival als Lehre liegen in der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Ab etwa dieser Zeit wurden durch die westlichen Streitkräfte Lehrgänge durchgeführt, die Soldaten das Leben und Überleben in Feindgebiet und in der Wildnis ermöglichen sollten. Spezialisierte Kriegsführung für Operationen hinter den feindlichen Linien erforderte Wissen über Behelfsmaßnahmen für die Versorgung der Spezialeinheiten aus der Natur – wie u. a. die Wassergewinnung in der Wüste. Der 1941 gegründete britische Long Range Desert Group, ein Vorläufer des Special Air Service, eignete sich während seiner Operationen Kenntnisse über das Leben in der Wüste an. Dazu wurden auch u. a. Botaniker und Meteorologen als Lehrer herangezogen. In der US-Armee insbesondere für das United States Army Special Forces Command (Airborne) wurden Lehrgänge erst mit dem Vietnamkrieg in Zusammenarbeit mit der National Outdoor Leadership School[1][2][3] in Lander (Wyoming) eingerichtet.

In Deutschland begann die Bundeswehr kurz nach ihrer Gründung bereits mit ersten Ausbildungslehrgängen, ab den 1980er Jahren im Einzelkämpferlehrgang. Dieser Lehrgang beinhaltete sowohl den Schwerpunkt Überleben unter europäischen Bedingungen in der feucht-kalten Klimazone, und Durchschlagen, als Verhalten um sich wieder der eigenen Truppe anzuschließen, als auch die damalige Besondere Gefechtshandlung Jagdkampf, heute eine Gefechtsart. Beide Ausbildungsbereiche wurden mit der Reorganisation des Lehrgangs in zwei abfolgende Lehrgänge getrennt. Ergänzende Lehrgänge sind der Lehrgang Überleben in schwierigem Gelände (Gebirge) an der Gebirgs- und Winterkampfschule sowie der Combat Medical Course und der Überlebenslehrgang Spezialkräfte am Ausbildungszentrum Spezielle Operationen. Für Flugzeugführer wird die Überlebensausbildung für Luftfahrzeugbesatzungen durchgeführt. Speziell für seegehende und über See fliegende Soldaten der Lehrgang Überleben See beim MFG 3 Nordholz.[4]

Der Begriff „survival“ wird heute im englischsprachigen Raum in der umfassenderen Bedeutung als „Überleben“ einer Katastrophe gebraucht. Deren Anhänger werden deswegen auch „preppers“ (dt.: „die, die sich (auf eine Katastrophe) vorbereiten“) genannt. Diese beinhalten in weitem Umfang das Verhalten im Zivil- und Katastrophenschutz in urbanem Gebiet. Im deutschen Sprachraum wird von „Survival“ meist in Zusammensetzungen wie dem „Survival-Training“ gesprochen.[5] Im zivilen Bereich erlangte Überleben unter urbanen Bedingungen unter der Bedrohungslage eines ABC-Waffenangriffs im Kalten Krieg Bedeutung. In Deutschland erstellte das Bundesamt für Zivilschutz (Deutschland) Schriften mit Ratschlägen für das Überleben unter diesen Bedingungen. In den 1970er Jahren begannen in den USA Publizisten sich mit den Folgen der Ölkrise von 1973 zu beschäftigen und erste Zeitschriften erschienen mit Anleitungen zur Bevorratung von Lebensmitteln oder dem Bau von Bunkerräumen. In Europa zeigte die Schneekatastrophe in Norddeutschland 1978 die Notwendigkeit von allgemeinem Vorsorgeverhalten und der Auseinandersetzung über Verhalten in Katastrophensituationen. Die Fernsehspielfilme Der Tag danach und Threads setzten sich in den 1980er Jahren filmisch mit dem Thema auseinander. Beide beschäftigen sich mit dem Überleben nach einem Atomkrieg, was bei einigen Survival-Gruppierungen insbesondere in den USA zur Ideologisierung und extremen Militarisierung führte. Auch die Katastrophe von Tschernobyl 1986 förderte einen Zulauf. In den 1980er Jahren machten die Fernsehdokumentationen über Rüdiger Nehberg eine breitere Öffentlichkeit mit dem Thema Abenteuer­reisen“ und Survival vertraut.

Eine gewisse Popularität erlangte das Thema Überleben gegen Ende des 20. Jahrhunderts mit der Angst um das Jahr-2000-Problem, dem Terroranschlag auf das World Trade Center, dem Mega-Tsunami vom 26. Dezember 2004, dem Elbhochwasser 2006 oder mit der im gleichen Jahr pandemischen Vogelgrippe H5N1. Der „Dritten Gefahrenbericht“ von 2006 der Schutzkommission beim Bundesministerium des Innern weist in diesem Zusammenhang bei der Katastrophenvorsorge schwere Mängel wie bei der Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser aus und stellt damit eine Eigenvorsorge in den Mittelpunkt.

Im zivilen Bereich lassen sich zwei Ansätze für eine Überlebensvorsorge unterscheiden – das Überleben durch Vorratshaltung und Überleben durch Versorgung aus der Natur. Im weitesten Sinne gehört dazu auch die Herstellung von Behelfswerkzeug und Behelfsbekleidung sowie Gebrauchsartikeln aus natürlichen Materialien. Jedoch verkennt der letzte Ansatz, dass dazu in erheblichem Maß Zeit und handwerkliches Geschick notwendig ist, und das Nahrungsmittel aus der Natur meist nur im Frühjahr und Herbst zur Verfügung stehen. Sowohl im Winter als auch im trockenen Sommer stehen keine ausreichenden Nahrungsquellen zur Verfügung.

Zur Vorbereitung von Expeditionen siehe ebendort. Jedoch hat diese mit einem Überleben in der Wildnis nichts zu tun. Zu bewältigende Notsituationen können jedoch bei der Durchführung in der Wildnis auftreten.

Unterteilung nach Klimazonen, Situationen und Gruppierungen[Bearbeiten]

Überleben Land

(1) Diese Klimazone ist weltweit jedoch in großen Teilen besiedelt und weist sowohl große urbane Gebiete als auch landwirtschaftlich genutzte Flächen auf.

Gerade beim Überleben von Zivilpersonen erreicht die Bezeichnung einen weiten Umfang. Sie kann die Planung einer Wandertour und die Mitnahme einiger Notfall-Schokoriegel bis hin zu militarisierten Gruppierungen mit umfangreichen Lebensmittelvorräten und Geländefahrzeugen sowie Schutz- und Bunkeranlagen (wie insbesondere in den USA) umfassen, bei denen dann auch immer der besonders in den USA weit verbreitete Waffenbesitz eine Rolle spielt. Insgesamt handelt es dabei auch um einen expandierenden wirtschaftlichen Markt, der auf der einen Seite mit dem Unterhaltungswert des Themas Überleben „spielt“ und auf der anderen mit den Urängsten von Menschen einer urbaner Lebenswelt. Das Auseinandersetzen mit dieser Thematik ist für Menschen ländlicher Regionen und entsprechendem Lebensumfeld kein Thema. Für sie gehören Wildnisfähigkeiten zu den alltäglichen Grundfertigkeiten.

Maximalsurvival – Minimalsurvival[Bearbeiten]

Überlebenssituationen sind meist auf wenige Stunden bis Tage begrenzt. Unter dem Begriff Maximalsurvival ist ein Überleben ohne Hilfsmittel, Ausrüstung und vor allem ohne entsprechend ausreichende Bekleidung zu verstehen. Ursachen dafür können ein Unglück oder eine Katastrophe wie ein liegengebliebenes Kraftfahrzeug in entlegenem Gebiet, Flugzeugabsturz oder ungeplanter Wildnisaufenthalt nach Orientierungsverlust sein. Diese gehören jedoch zu den absoluten Ausnahmefällen, und lassen sich vielfach durch Planung und Vorbereitung vermeiden. Unter dem Begriff Minimalsurvival ist ein Überleben mit vorhandenen Hilfsmitteln zu verstehen. Diese entsprechen der Ausrüstung für ein Wildnistrekking, bei nur bedingter oder keiner Verpflegung. Grund für ein Minimalsurvival kann ein längerer Wildnisaufenthalt durch Wetter, Geländehindernisse oder Verirren sein als geplant war.

Die in Survivalfilmen häufig gezeigte Überlebenssituation, in der zwar bestimmte Ausrüstung mitgenommen werden, aber nie eine für den Wildnisaufenthalt vollständige, wie sie für ein Wildnistrekking normalerweise mitgenommen würde, ist unrealistisch aber aus medialen Gründen gewollt. Aus Unterhaltungsgründen werden häufig Extremsituationen gezeigt, die filmisch unterhaltende Sequenzen liefern sollen, nichts aber mit einem unspektakulären Verirren in Alltagskleidung gemein haben. Der Grund warum sich der oder die Protagonisten in diesen Filmen in einer Notlage befinden und wo genau die jeweiligen Handlungsorte liegen wird jedoch nicht gezeigt – meist würde sich dann auch schnell die Frage stellen, warum der gezeigte nicht einfach ins nächste Dorf geht.

Gefahrenpunkte nach Regionen und Klimazonen[Bearbeiten]

Überlebenstechniken und Wildnisfähigkeiten[Bearbeiten]

Überlebenstechniken sind allgemeine Wildnisfähigkeiten und sollen

  • weltweit universelle Anwendbarkeit (bei gleichen Grundvoraussetzungen) und
  • relative Einfachheit aufweisen.

Im englischen werden allgemeine Wildnisfähigkeiten als Bushcraft bezeichnet. Dazu gehören die Beherrschung als Kenntnisse und Fertigkeiten der eigenen Ausrüstung und technischen Mittel. Der Biwakbau, Feuer machen und Kochen auf dem portablen Kocher oder auf einem Holzfeuer, Verhalten in entsprechendem Gelände u. a.. Zu Wildnisfähigkeiten siehe auch Trekking.

Wasserbeschaffung und Wasseraufbereitung[Bearbeiten]

Der tägliche Wasserbedarf des Menschen in gemäßigten Klimazonen bei durchschnittlicher Belastung liegt mittel- bis langfristig bei mindestens 1-2 Litern. Bei einer mittleren Tageslufttemperatur von 43 °C wie sie in Wüsten herrschen kommt es ohne Wasserzufuhr bereits nach ca. 24 Stunden zum Verdursten, bei 37 °C nach ca. 48 Stunden. Bereits vorher kommt es zu Hitzeohnmacht. In Mitteleuropa dürfte jedoch die medizinische Faustregel, nach der ein Überleben ohne Wasser drei Tage lang möglich ist realistisch sein.[8] Die Werte sind von der relativen Luftfeuchtigkeit abhängig. Verschüttete Menschen konnten bis zu 78 Stunden ohne Wasserzufuhr unter sehr gemäßigten Temperaturen überleben. Bei körperlicher Anstrengung und entsprechenden Temperaturen kann der Bedarf auf über 6 Liter pro Tag ansteigen. Wird dem Körper dieser nicht zugeführt‚ kommt es zum Verdursten. Behelfsweise können dazu auch wasserhaltige Früchte dienen. Wie bei den Nahrungsmitteln steht die Vorratshaltung als Überlebenstechnik an erster Stelle. Im Allgemeinen wird von verschiedenen Organisationen ein Vorrat von 1,5 bis 2,5 Liter Wasser pro Tag und Person als angemessen betrachtet.[9] Möglichkeiten um Trinkwasser in urbanen Gebieten zu gewinnen bestehen in der Nutzung von Reserven wie das verbliebene Wasser in Rohrleitungen oder das des Spülkastens der Toilette.

Die Wassergewinnung erfolgt in der Natur aus oder durch

  • fließende und stehende Gewässer
  • Eis und Schnee
  • Grundwasser an tiefen Geländeteilen wie einer Talsohle, auch in trockenen Bachläufen – üppige Vegetation weist auf erreichbares Grundwasser hin
  • Sickerwasser im Fels, in Kalkgestein versickert dieses jedoch meist tief unterirdisch
  • Regen – Auffangen mit einem Tuch oder Folie
  • wasserhaltige Pflanzen wie Lianen oder Birken - Birken treiben jedoch nur im Frühjahr genügend Baumsaft. Kakteen kommen nur in Amerika vor und einige Arten sind giftig. Die Ausbeute an Flüssigkeit ist bei diesen gering.

Wesentlich ist Trinkwasserhygiene, um Infektionen zu vermeiden. Ein Trinkwasserbehälter wie die Feldflasche ist nie mit unreinem Wasser zu füllen. Wasseraufbereitung zu Trinkwasser ist mit einem portablen Wasserfilter, durch Wasseraufbereitungstabletten mit Chlor oder durch Abkochen nach vorherigem grobfiltern wie mit einem Taschentuch in einen unreinen Wasserbehälter wie einer stabilen Plastiktüte möglich. Das Wasser ist danach abzukochen. Ein Behelfsfilter aus Schichten von Kies, Sand und Holzkohle eignet sich nur bedingt, da pathogene Keime von einem solchen Ersatzfiltern nicht zurückgehalten werden.

Nahrungsbeschaffung[Bearbeiten]

Der Mensch benötigt in völliger Ruhe (etwa beim Schlafen) einen Grundumsatz von etwa 1500 bis 1700 kcal pro Tag, um zu überleben. In Krisensituationen muss von einer deutlich erhöhten Leistung des Körpers ausgegangen werden. Der Leistungsumsatz erreicht schnell weit mehr als 3000 kcal pro Tag pro Person. Um den Verlust auszugleichen, muss dem Körper täglich diese Energie per Nahrung zugeführt werden, andernfalls kommt es bei normal gewichtigen Menschen nach etwa 50 bis 80 Tagen bei immer schnellerem Kräfteverfall zum Hungertod. Es ist davon auszugehen das ein Mensch sich bereits nach 10 Tagen durch den Kräfteverfall nicht mehr bewegen kann, auch und insbesondere durch den eintretenden Zuckerschock als Unterzuckerung.

Für die Ernährung in Notsituationen in Wildnisgebieten siehe auch Trekking ebendort Bestandteil der Expeditionsverpflegung.

Die Vorratshaltung als einfachste Überlebenstechnik zielt darauf ab, diese Energiezufuhr auch dann aufrecht zu erhalten, wenn es aufgrund eines Schadensereignisses oder einer Katastrophe keine Nahrungsmittel mehr zu kaufen gibt. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät einen Vorrat für 14 Tage anzulegen, wobei es einen täglichen Minimalleistungsumsatz von nur 2000 kcal annimmt.[10] Dieser kann aus Trocken- auch Regalwaren wie Nudeln, Reis und Kartoffelpüree sowie Trockenmilch bestehen, aber auch aus Nahrungsmittelkonserven insbesondere mit Fleisch wie Corned Beef. Wasser kann in Kunststoff-Wasserkanistern bei Beginn einer Notlage bevorratet werden.

Nur in Wildnisgebieten können ad hoc bedingt Nahrungsmittel durch Sammeln von Nutzpflanzen und niederen Tieren wie Insekten oder Schnecken, oder durch Fischfang mittels Behelfsangel, Reuse, Netz oder einer Fischfalle beschafft werden. Jagd von Wild mit Schusswaffe oder Schlingen ist nur sehr bedingt zur Nahrungsgewinnung geeignet. Diese Maßnahmen sind sehr unsicher, abhängig von der Klimazone und der Jahreszeit sowie teilweise mit Gefahren durch Parasiten und sonstigen Krankheitserreger verbunden.

Bei langfristigem Überleben soll nach den Vorstellungen von sogenannten Preppern, die sich auf solche Schadenslagen vorbereiten, die Eigenversorgung durch Ackerbau und Viehzucht erfolgen, die aber einiger Erfahrung bedürfen und kurzfristig nicht dienlich sind. Primär steht daher die Vorsorge mit Notverpflegung insbesondere bei kurzfristigen Notlagen wie nach Orientierungsverlust in der Natur nahe der Zivilisation und in der Wildnis im Vordergrund. Als Fähigkeiten werden von Suvivalisten bei der Zubereitung der Nahrung mit Schlachten und Ausnehmen von Wild sowie Fisch sowie die Verwendung eines provisorischen Kochgefäßes gesehen.

Primär ist im Notfall das Erhitzen der Nahrung auf über 74 °C (Kerntemperatur) zum Abtöten von Parasiten und Pathogenen. Sicherste Zubereitungsmethode aufgrund der gleichmäßig hohen Temperatur ist Kochen, außerdem geht dabei kein Fett verloren. Die Kochstelle muß genügend Luft zum Brennen bekommen und vor Regen und Wind geschützt sein.

Nur im militärischen Bereich ist Schutz vor Aufklärung wie durch eine verdeckte Feuerstelle in einer Feuergrube notwendig. Ein Kochfeuer wird daher meist am Tag unter Bäumen angelegt, damit sich der Rauch verteilt. Häufig jedoch wird eine Feuerstelle durch den Geruch aufgeklärt. Daher ist nach dem Kochen ein Ortswechsel durchzuführen.

Nahrungsbeschaffung durch Jagd und Schlingenstellen[Bearbeiten]

Nahrungsmittelversorgung durch Jagd auf Wild ist für die Verpflegung bei einem Wildnisaufenthalt nicht einzuplanen, da der Erfolg ungewiss und der Zeitaufwand groß ist. Gebiete in denen sich viel Wild findet sind meist von Menschen bewohnt. Dort ist eine Eigenversorgung für ein Überleben und damit Jagd, für deren Ausübung mit Schusswaffe oder Fallen eine Jagderlaubnis benötigt wird, nicht notwendig. Wilderei ist strafbar - in Deutschland nach § 292 StGB mit Haftstrafe insbesondere bei schwerer oder nicht waidgerechter Form mit Schlingen bis zu 5 Jahre. In einer Notsituation, die in Europa nicht eintreten kann, ist nur der Jagderfolg maßgebend. Fallwild ist nicht zum Verzehr geeignet und daher egal ob Wild oder Nutztier nicht zu verwerten. Das Risiko durch das verdorbenes Fleisch zu erkranken wiegt in keinem Fall einen möglichen Nutzen auf.

Fallen erfordern Erfahrung und Zeit. Die Anzahl zusammen mit dem Fangplatz verspricht Erfolg. Daher kommen nur Schlingen in betracht, die sich improvisieren lassen und auf Wildwechseln an Zwangspässen gestellt werden. Wildwechsel sind meist klein und niedrig, und nicht immer auf den ersten Blick zuerkennen. Als Material für den Bau dienen Eisendraht, Kabel oder Nylongarn für Niederwild wie Hasen, Murmeltiere und Hühnervögel. Wasservögel lassen sich im Uferbereich mit Nylonschlingen knapp unter der Wasseroberfläche fangen. Eine Würgeschlinge ist gegenüber der Galgenschlinge einfach herzustellen und wird meist für Wildereidelikte benutzt. Hasen und Kaninchen können in den Bauausgängen auch mit Netzen gefangen werden. Fallen sind täglich zu kontrollieren und sollten aus größerer Entfernung einsehbar sein. Durch den Adrenalinausstoss beim Fang mit Schlingen ist das Fleisch wenig schmackhaft, jedoch für den Verzehr geeignet.

Eine Zwille als eine Metall- oder Holzgabel mit einem Gummiband eignet sich für Kleintiere und Vögel. Die Gummidicke bestimmt die Durchschlagskraft. Eine Armhaltevorrichtung erlaubt stärkere Gummis, ist jedoch in Deutschland nach dem Waffenrecht ein verbotener Gegenstand.

Eine Schleuder, auch funda oder sling, mit zwei unterarmlangen Schleuderbändern, von denen das Halteband ein Auge für den Mittelfinger hat, das andere einen Wurflappen für das Stein- oder Schleuderbleigeschoss. Schleudern wurden schon von römischen Legionären benutzt und lassen sich auch behelfsmäßig herstellen. Der Wurf erfolgt in einer seitlichen Kreisbewegung, nicht über den Kopf. Die Wucht ist erheblich – Treffen muss jedoch geübt werden. Juristisch sind beide Waffen. Die Reichweite einer Zwille liegt zwischen 10 m bis 30 m, die einer Schleuder bei 100 m.

Ein Jagdbogen für die Bogenjagd mit einer Zugkraft von über 80 lbs mit 100 m Reichweite lässt sich behelfsmäßig nicht herstellen. Indigene Naturvölker wie die San oder Pygmäen in Afrika sowie Indianer in Südamerika benutzen Pfeilgifte. Diese werden aus der Rinde des Currarebaums, Blättern südamerikanischer Lianen, Aconitin auch Eisenhut oder dem Hautsekret südamerikanischer Pfeilgiftfrösche wie Phyllobates terribillis auch Schrecklicher Blattsteiger, bicolor oder aurotaenia hergestellt. Dendrobatiden sondern das basische Alkaloide Batrachotoxin ab. Das Krampfgift wirkt auf das Nervensystem durch Muskel- und Atemlähmung. Eine Giftmenge von 0,002 mg/kg führt beim Menschen innerhalb von 20 Minuten zum Tod – die Frösche dürfen nie ungeschützt angefasst werden. Das Eindringen erfolgt auch durch kleine Verletzungen oder Hautporen in den Blutkreislauf. Die Giftakkumulation beim Frosch erfolgt über die im Regenwald vorhandenen Beutetiere wie Milben.

Feuer[Bearbeiten]

Als Wärmequelle und zur Nahrungszubereitung und wesentlich um Wasser abzukochen dient Feuer. Für einen Wildnisaufenthalt aber auch schon nur beim Wandern gehören daher zwei Feuerzeuge in die Hosentasche.

Alle Behelfsmethoden sind von Übung abhängig. Behelfstechniken zum Entzünden von Feuer sind

Schutz[Bearbeiten]

  • Bau einer Behelfsunterkunft als Behausung
  • Versorgung einer Verletzung – Vorsorge vor Erkrankung

Erste Hilfe[Bearbeiten]

Erste-Hilfe-Kenntnisse und medizinisches Grundwissen im Survival als unumgänglich, sind aber auch Bestandteil des täglichen Lebens. Dazu gehört im Wesentlichen grundlegende Hygiene. Zu weiteren Maßnahmen siehe Erste Hilfe unter Expeditionsfähigkeiten.

Gefährliche Tiere und Schlangen[Bearbeiten]

Zum Vorkommen von Schlangen insbesondere Giftschlangen siehe Vipern mit Grubenottern (Crotalinae) mit 308 Arten, sowie Giftnattern (Elapidae) mit etwa 250 Arten - die Aufzählung der amerikanischen militärischen FieldManuals ist daher unvollständig.

Vorkommnisse mit Bären, die zu den gefährlichen Raubtieren gehören, sind insbesondere mit Europäischen Braunbären selten. Gebiete auf dem nordamerikanischen Kontinent mit Grizzlybären oder Kodiakbären sowie Amerikanischen Schwarzbären sollte nicht ohne Reizstoffsprühgerät betreten werden. Solche in denen Eisbären vorkommen nicht ohne Sicherungswaffe.

Selten kommt es in Amerika mit Pumas, deren Habitat der ganze Kontinent ist, zu Begegnungen und gefährlichen Vorkommnissen.

Als weitere gefährliche Wildtiere gelten Krokodile, wie das Nilkrokodil in Afrika, das Leistenkrokodile in Südost-Asien und Alligatoren in den USA und Mittelamerika.

Für Menschen gefährliche Fische können Raubsalmler wie in Afrika der Tigersalmler sein, bedingt in Südamerika auch Piranhas. Gesichert gilt das Bullenhaie bis mehrere hundert Kilometer oberhalb von Küsten in Binnengewässern vorkommen können. Erfahrungen dazu veröffentlichte Jeremy Wade in der Reiseserie "Flussmonster".

Bezogen auf die Anzahl von Reisenden und Einheimischen in Gebieten mit gefährlichen Tieren sind jedoch Vorkommnisse selten, und daher ein Grund für die Presse darüber zu berichten, während über die Vielzahl an durch den Straßenverkehr zu tode gekommene Personen nur regional berichtet wird.

Geländeorientierung[Bearbeiten]

Weltweit gilt, dass entlang von Gewässern in Fließrichtung früher oder später Siedlungen zu finden sind. Orientieren erfolgt meist nach Karte und Kompass - ein GNSS gibt nur den momentanen Standort an - sowie in Notsituationen ohne Ausrüstung
nach dem Stand von

Militärisch orientiertes ziviles Survival[Bearbeiten]

Tarnen und Täuschen[Bearbeiten]

Militärisch orientiertes ziviles Survival sieht u. a. Maßnahmen im Tarnen und Täuschen als wesentlich an, um Gegnern die eigene Anwesenheit zu verbergen oder über die eigene Anwesenheit zu täuschen. Dieses hat jedoch mit dem Gefechtsalltag auch im Überleben und Durchschlagen von Soldaten nach Abkommen von der Truppe wenig bis nichts zu tun.

Erkennen von Spuren[Bearbeiten]

Beim Überleben kann es notwendig sein, Spuren für die Jagd lesen zu können oder für den Schutz vor gefährlichen Tieren. In unklaren Lagen in Ländern mit Gefahrengebieten kann es notwendig sein Spuren von Menschen oder auch von Tieren, deren Zahl und Spurenalter erkennen zu können.

Nahkampf und Verhalten gegenüber feindlicher Bevölkerung[Bearbeiten]

Von militärisch geprägten Survivalisten wird der Nahkampf und Selbstverteidigung als erforderlich gesehen. Dies beinhaltet auch Verhalten gegenüber feindlich eingestellten Landesbewohnern mit Verhandeln und Geldangeboten, freundliche Gesten und Flucht.

Ausbildung[Bearbeiten]

Im zivilen Bereich werden verschiedene kommerzielle Überlebenstrainings angeboten. Bei einem Gruppentraining wird oft ein vorgegebenes Lernprogramm absolviert, wobei die Teilnehmer eine bestimmte Zeit auf sich gestellt oder in der Gruppe und Natur selten in der Wildnis leben, einen bestimmten Ort erreichen oder Aufgaben der Wildnsifähigkeiten trainieren sollen. In Überlebenstrainings wird Teilnehmern der Umgang mit Hilfsmitteln wie u. a. Messer und Beil nahe gebracht sowie Grundzüge der Ersten Hilfe oder Feuer machen. Techniken zur Kontaktaufnahme mit möglichen Rettern zählen zu den Überlebensfertigkeiten. Der zeitliche Umfang umfasst mehrere Stunden bis wenige Tage. Selten wird dabei den Teilnehmern durch Hungertage gezeigt was eine Notlage für psychische und physische Verhaltensänderungen bei ihnen und in der Gruppe verursachen kann.

Die häufig in Serienfilmen von Survivaltrainern gezeigten „Überlebenssituationen“ werden gestellt und entsprechen nicht in jedem Fall einer realen Situation oder widersprechen auch allgemein anerkannten Verhaltensweisen, da sie Menschen gefährden und durch Notnahrung wie Regenwürmer, die Bakterien und Fadenwürmer enthalten, zu Erkrankungen oder Infektionen führen können.

Militärische Ausbildungslehrgänge sind auf die Bedürfnisse des Militärs zugeschnitten und entsprechen nur bedingt den Anforderungen für eine zivile Anwendung, da sie vor allem auf ein schnelles und unerkanntes Ausweichen abzielen.

Ausrüstung[Bearbeiten]

Überlebensausrüstung sind Zusammenstellungen von für das Überleben nützlicher Ausrüstung, Werkzeuge und Materialien, teilweise wie für die Überlebensausrüstung See auf eine bestimmte Klimazone zugeschnitten. Diese lassen sich nach Ausrüstung rund um Trinkwasser, Notverpflegung, Feuer und Kochen, Ergänzungsbekleidung, Erste-Hilfe, Notsignalmittel, Orientierung, Unterkunft als Wind- und Wetterschutz, Jagd und Angeln, Werkzeuge und Kleinteilausrüstung sowie Kleinrucksack zum Verpacken gliedern.[11][12][13]

Filme und Fernsehserien[Bearbeiten]

Insbesondere Hollywood produziert immer wieder gerne Kinofilme, da das Thema Überleben ein allgemeines Interesse besonders bei Männern findet. Die dabei gezeigten Fertigkeiten und Szenen entsprechen nicht immer allgemein anerkannten Verhaltensweisen und Fähigkeiten, und dienen der Unterhaltung der Zuschauer.

Kernthemen von Survivalfilmen[Bearbeiten]

Wasser – Feuer – Nahrungsmittel aus der Natur – Unterschlupf – Verbindungsaufnahme und Rettung – Orientieren mit Behelfsmitteln und Notsignale sowie das Erstellen von Behelfsmitteln wie Werkzeug, Feuermittel, Notsignalmittel.

Klimazonen der Drehgebiete der Serien-Überlebensfilme'

Trivia – Mythen und Irrtümer[Bearbeiten]

  • Präservativ als Wasserbehälter - dieser kann nur mit wenig Wasser befüllt werden, statt einer Plastiktüte oder einer faltbaren klaren Kunststoffflasche.
  • Lianen als Ersatz für ein Seil – die Haltbarkeit ist ungewiss, Suche und Herstellung dauern lange.
  • Ratten als Notnahrung – diese sind Kulturfolger. Nagetiere übertragen durch Viren und Parasiten Krankheiten.
  • Messer als Universalwerkzeug – mit diesem lässt sich zwar auch Holz spalten, aber nicht graben oder Holz schlagen wie mit einem Kurzspaten mit festem Stiel.
  • Bau eines Bogens und von Pfeilen als Jagdwaffe – Pfeile indigener Völker für einen Bogen mit niedrigem Zuggewicht sind mit Pfeilgift versehen. Einfachere Waffen sind Schleuder und Zwille.
  • Wasseraufbereitung mit einem Behelfswasserfilter – statt nur einem Leinentuch zum Grobfiltern und anschließendem Abkochen oder Aufbereitung durch Mobile Trinkwassergewinnung wie Solar Water Disinfection
  • Hangeln am Seil – selten findet sich in der Wildnis eine nutzbare Seilbrücke
  • Urin oder Salzwasser als Ersatz für Trinkwasser – dieser dient der Regulation des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts sowie der Beseitigung von Stoffwechselabbauprodukten, die dem Körper damit wieder zugeführt werden.
  • Orientieren nach dem Polarstern oder nach dem Sternbild Kreuz des Südens – dieser ist nicht der hellste Stern auf der Nordhalbkugel, das Erkennen von Sternenbildern bedarf einiger Übung.
  • Blätter als ToilettenpapierGiftsumach auch Kletternder Gift-Sumach u. a. verursachen schwere Hautausschläge und Kontaktallergien. Erde, Sand und Steinchen können schwere Entzündungen am After verursachen.
  • Orientieren nur nach GPS - dieses zeigt meist nur eine generalisierte Geländekarte, Geländehindernisse werden nicht angezeigt, ein Farbdisplay hat einen hohen Stromverbrauch. Zum Gebrauch muß man die Koordinatenwerte auf die Topographische Karte übertragen können.
  • Flucht eines Soldaten aus Sibirien - So weit die Füße tragen nach den vermeintlichen Erlebnissen nach Cornelius Rost von Josef Martin Bauer. Diese aus dem militärischen stammende Geschichte ist ein Roman der nicht auf Tatsachen beruht, auch wenn dies immer wieder wie bei Bear Grylls fälschlicherweise behauptet wird.
  • Survivalmesser, Schweizer Messer und Multi-tool - als wichtigstes Werkzeug und "Waffe" im Outdoor. Diese haben Klingen die meist wesentlich zu groß oder zu klein sind um damit Wildnisarbeiten oder Küchenarbeiten auszuführen sowie weitere Bestandteile die im Outdoor selten bis nie erforderlich sind wie Bit, Kronkorkenöffner, Kapselheber oder Dosenöffner.

Siehe auch[Bearbeiten]

im militärischen Bereich

Literatur[Bearbeiten]

  • Department of the Army: Field Manual 21-76 Survival. Mai 2002.
  • Department of the Army: Field Manual 21-60 Visual Signals. September 1987.
  • ARMY, MARINE CORPS, NAVY, AIR FORCE: FM 21-76-1, MCRP 3-02H, NWP 3-50.3, AFTTP(I) 3-2.26SURVIVAL, EVASION, AND RECOVERY. Juni 1999.
  • Lars Konarek: Überleben in der Natur: Der Survival-Guide für Europa und Nordamerika 1. Auflage. Stocker Verlag, 2013, ISBN 978-3-7020-1390-5.
  • Heinz Volz: Überleben in Natur und Umwelt. 14. Auflage. Walhalla-Fachverlag, Regensburg 2010, ISBN 978-3-8029-6436-7.
  • Rainer Salzger: Mantracker Summer Survival. Überlebenstechniken der Spurensucher. Asaro Verlag, Sprakensehl 2007, ISBN 978-3-939698-14-2.
  • Gerhard Buzek: Das große Buch der Überlebenstechniken. Nikol 2007, ISBN 978-3-937872-48-3.
  • Rüdiger Nehberg: Survival-Lexikon. Piper, München 2004, ISBN 3-492-26110-8.
  • Alexander Stilwell: Survival. Das illustrierte Handbuch der Überlebenstechniken. Heel Verlag, Pottscheid 2001, ISBN 3-89365-915-3.
  • Hans-Otto Meissner: Die überlistete Wildnis – Vom Leben und Überleben in der freien Natur Bertelsmann, München.
  • Jan Boger: Alles über Survival. Der große Überlebens-Digest. Pietsch-Verlag, Stuttgart 1987, ISBN 3-613-50025-6.
  • John Boswell (Bearb.): US Army Survival Handbuch. Die hohe Kunst des Überlebens. („The US Armed Forces Survival Manual“). 6. Auflage. Pietsch-Verlag, Stuttgart 1984, ISBN 3-87943-838-2.
  • Matthias Hake: FieldManual. Pietsch Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-613-50352-2.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. en:National Outdoor Leadership School | National Outdoor Leadership School NOLS
  2. http://www.youtube.com/user/nols1965 NOLS YouTube
  3. http://nols.blogs.com/ Homepage NOLS
  4. Überleben See
  5. vgl. DUDEN-Fremdwörterbuch
  6. kriegsgeschichtlich siehe dazu Karl-Heinz Frieser, Klaus Schmieder, Klaus Schönherr: Die Ostfront 1943/44. Der Krieg im Osten und an den Nebenfronten. (Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg, Band 8). Deutsche Verlags-Anstalt, München 2008, ISBN 978-3-421-06235-2, S. 554ff.
  7. Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Heft 3, 1955, S. 318. (online) abgerufen 18. Januar 2014
    • Rolf Hinze: Rückkämpfer 1944. Verlag Dr. Rolf Hinze, 1988, 1992, ISBN 3-9800153-9-4.
    • Claus Neuber: Erlebnisbericht eines Rückkämpfers vom Zusammenbruch der Heeresgruppe Mitte im Sommer 1944 in Weißrussland. Verlag Druffel und Vowinckel, 2007, ISBN 978-3-8061-1182-8.
  8. lvz-online.de
  9. Michael Schenk: Für den Notfall vorgesorgt. 9. Auflage. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), 2007, S. 41ff.
  10. Michael Schenk: Für den Notfall vorgesorgt. 9. Auflage. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), 2007, S. 42.
  11. McCann: Build the Perfect Survival Kit. (online)
  12. Überlebensausstattungen Wüste Polar Hochgebirge Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung Survival Kit Items and Uses
  13. Überlebensausrüstung
    • .22 lfb Einzellader-Büchse mit Klappschaft – 50 Schuss
    Wasser
    • 2 x wiederverschließbare Falt-Wasserflaschen 2 l, 1 x mit Wasser und Trinkschlauch
    oder Wassersack mit Trinkschlauch (nicht Klimazone trocken-kalt Winter)
    • Chlor-Silberionen-Wasseraufbereitungstabletten 1 l
    • Leinentaschentuch und oder Textilbeutel 2 l - Sammeln und Vorreinigung Wasser
    • Plastiktüten dünn 2 x - dick 2 x
    • Kunststoffschlauch 2 m O/ 0,5 cm
    Notverpflegung
    • Notnahrungriegel BP5 1 x
    • Beutel dehydratisierte Verpflegung 1 x
    • Getränkepulver hypothonisches Kaltgetränk 32,5 g 5 x = Multivitamintabletten
    • Salzpäckchen 3 g 5x
    • Zuckerpäckchen 12,5 g 20 x = 10 Teelöffel - Gefriebeutel
    • 20 g Kaffeeinstant 3 Tassen 450 ml x 3 Teelöffel a 2 g – Topits Gefrierbeutel
    • Teeinstant 1,2 g = 5 Teebeutel
    • Schokoladeninstant mit Milchpulver und Zucker
    Feuer und Kochen
    • Kleinkocher Gelspiritus mit Topfaufsatz
    • 0,5 l Kleinkochtopf mit Deckelpfanne
    • 0,4 l Isoliertasse
    • 1 x Gas-Feuerzeug BIC
    • Sturmstreichhölzer
    • Magnesium-Feuerstarter und Flintstab sowie Grillanzünder
    • Mehrzweckpapier / Papiertaschentücher
    Ergänzungsbekleidung
    • Buschhut Universalgröße
    • Strickmütze Universalgröße
    • Seidensturmhaube Universalgröße
    • Schalstrumpf Wolle
    • Seiden-Unterziehhandschuhe Universalgröße
    • Lederhandschuhe XL
    • Gore-tex Wind-Nässeschutz-Jacke /-Hose XXL
    • Trekkingsocken Universalgröße
    • Unterwäsche lang, Thermo-Funktion Hemd / Hose Universalgröße
    • Fleece-Jacke /-Hose leicht Universalgröße
    • Schutzbrille Sonne, Wind, Staub
    Erste-Hilfe
    • Erste-Hilfe-Sofortmaßnahmenausrüstung mit Rettungsdecke
    • Erweitere Erste-Hilfe-Ausrüstung + kleinem Medikamentensatz u.a. Vaseline, Zinkpaste
    • Insektenschutzmittel DDT
    Notsignalmittel
    • Rauchpatrone DM 42 rot - Signalfackel DM 39 rot –
    • Signalpistole / HK Notsignalgerät mit 5 Schuss rot 2 grün 3 weiss
    • Signalpfeife
    • LED Mikro-Taschenlampe weiss und rot
    Orientierung
    • Notkompass klein
    • GPS-EM leicht
    • Ausschnitt Generalstabskarte Einsatzgebiet 1 : 250.000 40x40 cm
    Unterkunft - Wetter- und Wärmeschutz
    • Halbzeltbahn mit Boden, Moskitonetz, Abspannleinen (auch Universalplane / Tarp / Fjellduken)
    • Falt-Isomatte und Gore-tex Biwaksack
    Jagd und Angeln
    • Angelset mit Rolle Angelgarn, Haken, Schwimmer, Drahtvorfach, Blinker, Bleie
    • Rolle Draht
    • Kabelbinder dick
    • Nylonschnur / Rolle Mauererschnur
    • Rolle Textilklebeband
    • Rolle Nylongarn + 1 Ledernähnadel
    • Moskitokopfnetz / Behelfkescher
    Werkzeug und Kleinteilausrüstung
    • Reepschnur 20 m 4 mm
    • Schlauchband 1 x 1,7 m / 1 x 2,4 m
    • Schraubkarabiner 2 x
    • Schnürsenkel
    • Finnenmesser + Multi-tool mit Messerklinge, Holzsäge, Metallpfeile, Ahl und Marlspieker, Zange und Haltering oder Opinel Säge sowie Marlspieker / Ahl
    • Kurzspaten - Leichtbeil / Klappsäge
    • Kleinrucksack 30 l mit Plastiksack 40 l