Survivorship Bias

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Survivorship Bias (deutsch etwa: Überlebensirrtum) bezeichnet einen Fehlschluss: Weil Erfolge größere Sichtbarkeit im Alltag erzeugen als Misserfolge, neigt man systematisch dazu, die Aussicht auf Erfolg zu überschätzen. Der Survivorship Bias ist damit ein Beispiel für eine statistische Stichprobenverzerrung.

Beispiel aus der Wirtschaft[Bearbeiten]

Fondsgesellschaften liquidieren erfolglose Fonds nach einer bestimmten Zeit. Dies führt dazu, dass die kollektive Performance der Gruppe der aktiv gemanagten Fonds als Ganzes besser ausgewiesen wird als in Wirklichkeit gerechtfertigt, da die „pleitegegangenen Fonds“ laufend aus der Bilanz herausfallen.[1]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Elton, Gruber, Blake: Survivorship Bias and Mutual Fund Performance. In: Review of Financial Studies. 9, Nr. 4, 1996, S. 1097–1120. doi:10.1093/rfs/9.4.1097.