Susan Rothenberg

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Susan Rothenberg (* 20. Januar 1945 in Buffalo, Bundesstaat New York) ist eine amerikanische Malerin und Zeichnerin.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Susan Rothenberg wuchs in einer typischen amerikanischen Mittelklassefamile als Tochter von Leonard und Adele Rothenberg zusammen mit einem Bruder auf. Ihre frühen Jahre waren „ereignislos”. Nach einer Bildhauerlehre studierte Rothenberg ab 1962 an der Fine Arts School der Cornell University in Ithaca. Das Studium schloss sie 1967 mit dem Bachelor of Fine Arts (B.F.A.) ab. 1965 lebte sie zwischenzeitlich in Griechenland. 1971 heiratete sie den Bildhauer George Trakas, von dem sie sich 1979 trennte.

Rothenberg gehörte Ende der 1970er Jahre zu den amerikanischen Künstlern, die zu einer expressiven, figurativen Malerei fanden. Bereits 1979 nahm sie im Whitney Museum of American Art an einer Ausstellung mit dem Titel "New Image Painting" teil. In ihren in reduziertem Farbspektrum in Acrylfarben ausgeführten Arbeiten stellte sie an prähistorische Höhlenmalerei erinnernde Tiermotive vor. Erste, mit kraftvolle, kräftigen Pinselstrichen konturierte Pferdedarstellungen entstanden bereits seit 1973. Rothenberg nahm 1980 an der Biennale von Venedig teil, 1982 war sie in der Berliner Ausstellung Zeitgeist die einzige Künstlerin unter 45 beteiligten Männern.

Seit Mitte der 1990er Jahre behielt sie ihren figuratives Formenvokabular bei, wandte sie sich aber einer amorphen, vieldeutigen und klare Definitionen vermeidenden Ölmalerei zu, die den Menschen zum Mittelpunkt hatte.

1989 heiratete sie den Bildhauer und Installationskünstler Bruce Nauman und gründete mit ihm eine Ranch im Galisteo Basin in New Mexico.

Ausstellungen[Bearbeiten]

  • 2009 Moving in Place, Modern Art Museum of Fort Worth, Fort Worth, Texas; (2010 auch Miami Art Museum)
  • 2007 52. Biennale Venedig 2007 Biennale Venedig
  • 1992 documenta 9, Kassel
  • 1981 Susan Rothenberg, Kunsthalle Basel (auch: Frankfurter Kunstverein, Frankfurt am Main)
  • 1975 Three Large Paintings, 112 Greene Street Gallery, New York

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ingo F. Walther: Lexicon of Artists, in: Karl Ruhberg u. a.: Art of the 20th Century, Taschen Köln, 1998 ISBN 3-8228-8576-2, S. 797 f.
  • Joan Simon: Susan Rothenberg, Harry N. Abrams, New York,1991, ISBN 978-0-8109-3753-6, S. 9

Weblinks[Bearbeiten]