Susan Sarandon

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Susan Sarandon (2008)
Sarandon am 30. April 2007 bei der Premiere von Spider-Man 3

Susan Sarandon (* 4. Oktober 1946 in New York als Susan Abigail Tomalin) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie ist das älteste von neun Kindern einer streng katholischen Familie italienisch-walisischer Herkunft.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Biografie

Sarandons Vater Philip Tomalin war als Sänger einer Big Band ebenfalls im Showbusiness tätig. „Mir wurde das Singen verboten, weil ich keine schöne Stimme hatte. So entstand eine Musikphobie in mir“, so Sarandon gegenüber dem Guardian.

Nach ihrer Schulausbildung schrieb sie sich an der Catholic University in Washington, D.C. ein und belegte u. a. die Fächer Schauspiel, Englisch und militärische Strategien. Das Geld für das Studium erarbeitete sie sich durch Jobs als Sekretärin, Putzfrau und Model. Eigentlich hatte sie recht wenig für die Schauspielerei übrig, nahm aber dennoch 1964 an einer Theateraufführung teil, wobei sie den Absolventen Chris Sarandon kennenlernte. Es war auf seinen Einfluss zurückzuführen, dass Susan, die er 1967 heiratete, zur professionellen Schauspielerin wurde. „Ich heiratete Chris, den ersten Mann, mit dem ich jemals geschlafen habe. Ich war überzeugt, dass er alles weiß", erklärt Sarandon in einem Interview mit der Zeitschrift The Guardian im März 2006.

Durch ihren Mann Chris kam Sarandon 1970 zum Film, beide wurden für den Film Joe (Regie: John G. Avildsen, mit Peter Boyle) gecastet. Während Chris durchfiel, wurde sie für eine Hauptrolle besetzt. Sie drehte anschließend während ihres Studiums in Washington D. C. kleinere Parts für das Fernsehen. 1975 war sie neben dem aufgehenden Star Robert Redford in Tollkühne Flieger zu sehen und hatte ihren ersten großen Erfolg mit dem Kultfilm The Rocky Horror Picture Show, in dem sie die Janet Weiss spielte. Im Drama Pretty Baby (von Louis Malle) überzeugte sie als Mutter einer Prostituierten (dargestellt von Brooke Shields). Kurz darauf arbeitete sie erneut mit Louis Malle zusammen und wurde für ihre Rolle als Bedienung in dessen Atlantic City, USA für einen Oscar nominiert. Neben der guten beruflichen Zusammenarbeit kamen sie sich auch privat näher. 1979 ließ sie sich von ihrem Ehemann Chris Sarandon scheiden. Im Jahre 1983 konnte man sie neben Catherine Deneuve in dem Horrorfilm Begierde sehen, bevor ihr eine Hauptrolle neben Jack Nicholson und Michelle Pfeiffer in dem Film Die Hexen von Eastwick zum endgültigen Karrieredurchbruch verhalf.

Bei ihrem nächsten Filmprojekt, Annies Männer (Bull Durham), lernte sie 1988 ihren Filmpartner Tim Robbins kennen und begann eine Beziehung mit ihm. Ihre Mitwirkung an dem Projekt kam auf Betreiben von Kevin Costner zustande, so Sarandon in einem Interview mit dem Londoner Guardian. „Die Produzenten wollten weder Tim noch mich für den Film besetzen. Wir haben es Kevin zu verdanken, dass wir die Rollen bekommen haben. Er hat sich für uns eingesetzt und nicht locker gelassen."

Im Dezember 2009 gaben beide ihre Trennung bekannt.[1] Seit Sommer 2009 soll die Beziehung zerbrochen gewesen sein.[2]

1991 war Sarandon gemeinsam mit Geena Davis in Thelma & Louise zu sehen und wurde für ihre Darstellung einer kriminell gewordenen Kellnerin für einen Oscar nominiert. Im Jahr darauf erhielt sie wiederum die Chance, diese Auszeichnung zu erlangen, nachdem sie in dem berührenden Film Lorenzos Öl als treusorgende Mutter überzeugt hatte – bekam ihn aber wiederum nicht. In der Regiearbeit Dead Man Walking ihres Lebensgefährten Tim Robbins, mit dem sie ein starkes liberales politisches und soziales Engagement verbindet, stand sie neben Sean Penn vor der Kamera und wurde dafür mit einem Oscar für ihre Rolle als Nonne belohnt.

Ihre deutsche Synchronstimme ist in den meisten Filmen Kerstin Sanders-Dornseif, sie wird aber auch von Gisela Fritsch, Ute Meinhardt, Monica Bielenstein, Uta Hallant, Ana Fonell und Hannelore Elsner gesprochen.

Sarandon ist Mutter zweier gemeinsamer Söhne aus der Beziehung mit Tim Robbins. Aus der Beziehung mit dem italienischen Regisseur Franco Amurri ist sie Mutter von Eva Amurri, die heute ebenfalls als Schauspielerin tätig ist.

In ihrer bisherigen Karriere wurde sie fünf Mal für den Oscar nominiert, den sie schließlich auch 1995 für Dead Man Walking gewann.

Sie wurde acht Mal für den Golden Globe nominiert. Zuletzt für die TV-Produktion Bernard and Doris.

[Bearbeiten] Sonstige Engagements

Sarandon beim Toronto Film Festival 2005

1999 protestierte sie gegen „rassistische Fahndungsmethoden“ der New Yorker Polizei. Anlass war der Tod von Amadou Diallo, der von einer Spezialeinheit erschossen wurde. Im Dezember 2000 unterstützte Susan Sarandon neben weiteren Prominenten auf einer Demo vor dem UNO-Hauptquartier die Gegner der Giftspritze und des elektrischen Stuhls. Bei der Beteiligung an einer Demonstration gegen das Vorgehen der Polizei wurde sie verhaftet.[3]

Im Jahre 2003 trat sie im Werbespot Love is Love is Love auf, welcher für die Akzeptanz von Schwulen, Lesben und Transgender warb und 2005 war sie die Präsentatorin des elften Live-8-Konzerts in Edinburgh. Bei der Eröffnungsfeier der XX. Olympischen Winterspiele trug die bekennende Pazifistin gemeinsam mit sieben weiteren Frauen, darunter die chilenische Schriftstellerin Isabel Allende und die Friedensnobelpreis-Trägerin Wangari Muta Maathai, die Olympische Flagge ins Olympia-Stadion von Turin. Außerdem beteiligte sie sich neben vielen Kollegen aus dem Filmgeschäft an der Kampagne United Hollywood anlässlich des Streiks der Drehbuchautoren 2007.

In einem Interview bezüglich ihrer Rolle als Schwester Helen Prejean im Film Dead Man Walking aus dem Jahr 1995 bezeichnete Susan Sarandon Papst Benedikt XVI. als Nazi („Dem davor, nicht dem Nazi, den wir gerade haben“).[4] Zwei Tage nach dem Vorfall wurde sie von der Anti-Defamation League aufgefordert sich dafür zu entschuldigen.[5]

[Bearbeiten] Filmografie

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Oscars

5 Nominierungen & 1 Auszeichnung

[Bearbeiten] Golden Globe Award

8 Nominierungen

[Bearbeiten] London Critics Circle Film Awards

[Bearbeiten] Chlotrudis Awards

[Bearbeiten] Women’s World Awards

  • Preisträgerin
    • 2006: World Lifetime Achievement Award

[Bearbeiten] Quellen

  1. "Susan Sarandon und Tim Robbins trennen sich", dpa, 24. Dez. 2009[1]
  2. Susan Sarandon und Tim Robbins trennen sich. In: Spiegel online. 24. Dezember 2009.
  3. Frankfurter Rundschau (Magazin), S. 32 v. 6./7. Juni 2007
  4. Susan Sarandon über den Papst: „Der Nazi, den wir gerade haben“. taz.de, abgerufen am 19. Oktober 2011.
  5. Abraham H. Foxman:ADL Says Susan Sarandon Should Apologize For Referring To Pope Benedict XVI As 'A Nazi', Anti-Defamation League, 17. Oktober 2011, Zugriff am 19. Oktober 2011

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Susan Sarandon – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Interviews

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