Susanne Hahn

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Susanne Hahn 2007 in Schortens
Susanne Hahn bei den Weltmeisterschaften 2009 in Berlin

Susanne Hahn (geborene Ritter; * 23. April 1978 in Hildesheim) ist eine deutsche Langstreckenläuferin.

Karriere[Bearbeiten]

2006 war ihr bislang erfolgreichstes Jahr, nachdem sie 2005 schon beim Bonn-Marathon den Halbmarathon-Wettbewerb in 1:14:15 h und den Bietigheimer Silvesterlauf gewann. Im Januar lief sie auf einer schwierigen Halbmarathonstrecke in Egmond aan Zee 1:14:21 h, und im Februar verbesserte sie beim niederländischen Straßenlauf Groet uit Schoorl Run ihre 10-km-Zeit auf 32:48 min. Eine Woche später gewann sie den IAAF Cross in Diekirch/LUX, im März holte sie in Regensburg bei den Deutschen Meisterschaften im Crosslauf ihren fünften nationalen Titel. Beim Rotterdam-Marathon, ihrem Debüt über diese Strecke, wurde sie mit einer Zeit von 2:32:34 h Vierte. Damit hatte sie auf Anhieb die Qualifikationsnorm für den Marathon der Leichtathletik-Europameisterschaften 2006 in Göteborg geschafft, bei dem sie in der Einzelwertung Platz 14 belegte und in der Team-Wertung (Europacup) die Bronze-Medaille gewann. Im September wurde sie deutsche Vizemeisterin im 10km-Straßenlauf in Regensburg.

Im Jahr 2007 verfehlte sie als Sechste des Paris-Marathons mit 2:33:25 h zwar knapp die Weltmeisterschafts-Einzelnorm, wurde aber für das bei den Weltmeisterschaften 2007 in Ōsaka antretende Marathon-Team des Deutschen Leichtathletik-Verbandes nominiert. Nachdem Ulrike Maisch und Luminita Zaituc nicht antreten konnten, war Susanne Hahn neben Melanie Kraus die einzige deutsche Starterin und belegte den 43. Platz. Bei den kurz danach in Mannheim stattfindenden Deutschen Meisterschaften über 10 km wurde sie Dritte.

2008 wurde sie deutsche Vizemeisterin im Crosslauf (Ohrdruf), erzielte als Zweite des City-Pier-City Loop Den Haag/NL über die Halbmarathondistanz eine neue Bestzeit in 1:11:28h und wurde anschließend im März Deutsche Meisterin im Halbmarathon in Calw. Im April stellte Susanne Hahn in Oberhausen eine neue Bestzeit über 5000 m mit 15:43,4 min. auf. Eine Woche später gewann sie den Gutenberg-Marathon in Mainz in neuer Streckenrekordzeit von 2:29:35 h, was erneut eine persönliche Bestzeit, den Deutschen Meisterschaftstitel Deutschen Meistertitel und die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Peking Olympischen Spielen in Pekingbedeutete. Nachdem Irina Mikitenko verletzt absagte, war Susanne Hahn neben Melanie Kraus die einzige deutsche Starterin beim Marathon der Olympischen Spielen in Peking. Bei Kilometer 25 setzten schwere Magenprobleme ein; dennoch kämpfte sie sich durch und belegte schließlich den 52. Platz in 2:38:31 h.[1] Bei den Deutschen Meisterschaften im 10 km-Straßenlauf in Karlsruhe im September wurde sie Dritte.

2009 gewann sie den 10-km-Straßenlauf Rund ums Bayerkreuz in Leverkusen in neuer persönlicher Bestzeit von 32:28 min. Bei den Deutschen Meisterschaften im Crosslauf belegte sie den zweiten Platz hinter Sabrina Mockenhaupt. Außerdem siegte sie im Halbmarathonrennen des Paderborner Osterlaufs. Im Mai gewann sie den Düsseldorf-Marathon. Mit ihrer Siegerzeit von 2:29:26 h unterbot sie nicht nur ihre bisherige Bestleistung, sondern erfüllte auch die Qualifikationsnorm für die Weltmeisterschaften in Berlin. Dort belegte sie in 2:38:39 h den 34. Platz. Drei Wochen später wurde sie in Otterndorf Deutsche Meisterin im 10-km-Straßenlauf.

2010 legte sie eine Babypause ein. Ihr Sohn kam im August zur Welt. Im Oktober wurde sie als Athletensprecherin ins Präsidium des Deutschen Leichtathletik-Verbandes berufen. Dieses Amt bekleidete sie bis zum Februar 2012.

2011 startete sie erfolgreich ihr Comeback. Im April wurde sie bei den Deutschen Meisterschaften im Halbmarathon in Griesheim Zweite in 1:14:23 h und im September bei den Deutschen Meisterschaften über 10 km in Oelde ebenfalls Zweite in 33:39 min. Im Oktober siegte beim Münchner Halbmarathon in 1:13:00 h. Drei Wochen später unterbot sie beim Frankfurt-Marathon mit 2:28:49 h nicht nur ihre bisherige Bestleistung, sondern erfüllte auch die Qualifikationsnorm für die Olympischen Spiele 2012 in London.

2012 gewann sie erneut den 10-km-Straßenlauf Rund ums Bayerkreuz in Leverkusen und wurde bei den Deutschen Meisterschaften im Halbmarathon in Griesheim Zweite in 1:13:45 h hinter der zwei Wochen später bei einer Dopingkontrolle positiv getesteten Simret Restle-Apel. Im Juli erzielte Susanne Hahn bei The Classic Tessenderlo/ BEL eine neue persönliche Bestleistung über 10 km mit 32:12 min. Bei den Olympischen Spiele 2012 in London belegte sie mit einer Zeit von 2:30:22 h Platz 32. Zwei Monate später gewann sie den München Marathon in 2:32:11 h und holte sich den Titel der Deutschen Meisterin im Marathonlauf 2012.

2013 erfolgte die zweite Babypause: Im Juli kam ihr Sohn zur Welt.

2014 gewann sie zum vierten Mal den 10-km-Straßenlauf Rund ums Bayerkreuz in Leverkusen in 34:04 min. Im April wurde sie Deutsche Meisterin im Halbmarathon in Freiburg in 1:14:29 h.

Susanne Hahn startet seit 2005 für den SV Saar 05 Saarbrücken. Sie ist mit ihrem Trainer Frank Hahn verheiratet.

Bei einer Größe von 1,69 m wiegt sie 50 kg.

Soziales Engagement[Bearbeiten]

Seit Mai 2012 ist die deutsche Langstreckenläuferin offizielle Botschafterin der SOS-Kinderdörfer und ging bei mehreren Laufveranstaltungen für die Hilfsorganisation an den Start.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Susanne Hahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. ZDF: Kampf gegen die Magenprobleme. 17. August 2008
  2. Susanne Hahn und die SOS-Kinderdörfer