Susanne Tremper

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Susanne Tremper

Susanne Tremper (* Januar 1953[1] in Berlin) ist eine deutsche Synchronsprecherin, Schauspielerin und Sängerin.

Synchron[Bearbeiten]

Susanne Tremper kam schon früh zur Arbeit als Synchronsprecherin. So übernahm sie Ende 1966 in der zweiten Synchronisation des 1937 produzierten Films Schneewittchen und die sieben Zwerge die gesanglichen Parts des Schneewittchens. Daraufhin wurde ihre Stimme weiterhin in Disney-Filmen eingesetzt. Dazu zählen Robin Hood, Das Dschungelbuch, Cap und Capper (1981) und die 1970er-Jahre-Synchronisation von Bambi. Ansonsten sprach sie Corie Sims in Die tollkühnen Abenteuer des Marco Polo jun., Glynnis O'Connor in Jeremy und Geneviève Bujold in Königin für tausend Tage.

Schauspiel[Bearbeiten]

Tremper absolvierte eine Ausbildung an der Max-Reinhardt-Schule in ihrer Heimatstadt und erhielt danach zahlreiche Engagements an verschiedenen Theatern. Sie stand auf den Bühnen des Theaters in Basel, des Bayerischen Staatsschauspiels München, des Wiener Burgtheaters, des Schillertheaters in Berlin, des Schauspielhauses in Frankfurt und des Theater Bonn. Von 2006 bis 2011 gehörte sie zum Ensemble des Düsseldorfer Schauspielhauses. 2003 erhielt sie einen Lehrauftrag an der Hochschule für darstellende Kunst.

Film und Fernsehen[Bearbeiten]

Ihr Fernsehdebüt gab sie 1969 in der ZDF-Vorabendsendung Die Drehscheibe, wo sie das Lied Fünf Uhr morgens sang. Sie spielte in den Serien …und im Keller gärt es (1998) und Die Schönegrubers. In Filmen sah man sie unter anderem in Miss Sara Sampson. Ihre derzeit letzte Filmrolle hatte sie 2002 als Ute in Die Nibelungen. Allerdings waren ihre TV-Auftritte meistens nur kleine Nebenrollen.

Gesang[Bearbeiten]

Seit ihrer Arbeit in „Schneewittchen“ gibt sie auch Auftritte mit ihrer hohen, klaren Stimme. 1965 und 1966 trat sie auf dem Festival Chanson Folklore International auf der Burg Waldeck auf. Sie nahm 1968 den Song Fünf Uhr morgens auf Schallplatte auf, wo sie den Text jedoch nur spricht und Musik im Hintergrund spielt. 1991 war sie neben Mario Adorf und Ute Lemper auf der CD Weill: Die Dreigroschenoper zu hören.

Persönliches[Bearbeiten]

Von 1974 bis 1980 war Susanne Tremper mit dem Musiker Hannes Wader verheiratet.

Filmografie[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Jacques-Offenbach-Medaille der Volksbühne Bonn e.V. für ihre Darstellung der Édith Piaf im gleichnamigen Stück von Pam Gems
  • Großer Bad-Hersfeld-Preis 1988
  • mehrfache Nominierung als Schauspielerin des Jahres der Zeitschrift Theater heute

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Geburtsdaten auf Synchrondatenbank.de (abgerufen am 11. Mai 2013)

Weblinks[Bearbeiten]