Susette Gontard

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Marmorbüste der Susette Gontard von Landolin Ohmacht 1793
Susette Gontard als Diotima, Detail von Peter Lenks Kunstwerk Hölderlin im Kreisverkehr

Susette Gontard (* ca. 9. Februar 1769 in Hamburg, geborene Borkenstein; † 22. Juni 1802 in Frankfurt am Main) entstammte einer Hamburger Kaufmannsfamilie und war die große Liebe des Dichters Friedrich Hölderlin, der sie als „Diotima“ in seinen Gedichten und in seinem Roman Hyperion verewigte.

Sie heiratete am 9. Juli 1786 im Haus der reformierten Gemeinde in der Königstraße in Altona (heute zu Hamburg) den fünf Jahre älteren Frankfurter Bankier Jakob Friedrich Gontard und gebar vier Kinder (Henry, Henriette, Helene, Amalie). Im Januar 1796 trat Hölderlin seine Stelle als Hauslehrer bzw. „Hofmeister“ im Haus Weißer Hirsch der Gontards an. Im September 1798 verließ Hölderlin das Haus, nachdem wegen seines Verhältnisses zu Susette ein Streit mit dem Ehemann ausgebrochen war. Bis zum Mai 1800 bestanden zwischen Hölderlin und Susette noch briefliche und lose persönliche Kontakte.

Die Krankheit (Röteln, Schwindsucht) Susettes könnte Hölderlin zum Weggang von seiner Hauslehrerstelle in Bordeaux im Mai 1802 veranlasst haben. Bald darauf, im Juli, soll er in Stuttgart von ihrem Tod erfahren haben.

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