Sushen

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Die Sushen (chinesisch 肅愼 / 肃慎Pinyin Sùshèn), auch Xishen (息慎) oder Jishen (稷慎) waren frühe Bewohner von Gebieten der heutigen Provinzen Jilin und Heilongjiang in Nordostchina. Sie lebten nördlich des Changbai-Gebirges bis zur Songnen-Ebene im Westen, nach Norden bis zum großen Gebiet des Mittel- und Unterlaufs des Amur (Heilong Jiang). Wichtige Wirtschaftsfaktoren waren Jagd und Fischerei, in der Songnen-Ebene begann erste Landwirtschaft. Sie werden bereits in frühen chinesischen Aufzeichnungen erwähnt. Sie standen in der Zeit der Westlichen Zhou-Dynastie in engem Austausch mit den Gebieten der Zentralchinesischen Ebene und hatten Beziehungen mit dem nördlichen Lehnsstaat Yan 燕. Nach dem Sieg des Zhou-Königs Wu über die Shang standen Suzhou-Vertreter auf der Liste der Gratulanten. Chinesischen Geschichtswerke berichten, dass sie später Yilou (挹婁/挹娄 Yìlóu) genannt wurden. In der Zeit der Östlichen Zhou-Dynastie sagte eine Konkubine von Zhou-König Jing (周景王): "肃慎、燕、亳,吾之北土也。"[1] (dt.: Sushen, Yan und Bo sind unsere nördlichen Gebiete.) Der Xituanshan-Kultur zugerechnete Funde aus Nordostchina zeigen, dass die Menschen dieser Kultur sicherlich dem tungusischen Zweig der altaischen Völker angehörten.[2]

Literatur[Bearbeiten]

Nachschlagewerke[Bearbeiten]

  • Cihai („Meer der Wörter“), Shanghai cishu chubanshe, Shanghai 2002, ISBN 7-5326-0839-5

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Chinesische Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zuozhuan, Herzog Zhao (Zhao gong 昭公) 9. Jahr, zit. nach baike.baidu.com (gefunden am 17. März 2010)
  2. chinaknowledge.de (gefunden am 17. März 2010)