Susie van der Meer

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Susie van der Meer (* Juli 1973 in Varel/Friesland)[1] ist eine deutsche Singer-Songwriterin[2]. Sie wurde hauptsächlich durch die Mitarbeit am Soundtrack von Lola rennt (1998) bekannt, der von Reinhold Heil, Johnny Klimek und Tom Tykwer komponiert wurde. Dazu hatte sie ihren Song Somebody Has to Pay beigesteuert.

Susie van der Meer lebt in Berlin-Kreuzberg. Der Name „van der Meer“ ist der von ihr angenommene Geburtsname ihrer Mutter.[1] Ihr richtiger Name ist Susanne Neid.[3]

Leben[Bearbeiten]

Mit vier Jahren trat sie als ABBA-Double kostümiert vor ihrem heimischen Spiegel auf.[4] Als sie acht Jahre alt war, drückte ihr Bruder ihr eine Gitarre in die Hand und so freundete sie sich mit dem Instrument an.[5] In Hildesheim studierte sie Kulturpädagogik, als der Musikproduzent Moses Schneider sie ihre Lieder spielen hörte und davon angetan war.[4][5] Sie schmiss das Studium, weil Schneider sie nach Berlin lotste.[6] Dort gründete sie mit ihm (E-Bass) und Bernd „Ben“ Lauber (Schlagzeug und Programming) eine Band und zog in deren Wohngemeinschaft mit angeschlossenem Homestudio.[4][6] In der zweiten Septemberhälfte 1997 erschien das Debütalbum Static Warp Bubble beim Hamburger Label Polydor. Danach wirkte sie als Gastsängerin beim Album Drei von Das Holz mit. Zu geringe Beachtung seitens des Publikums in Verbindung mit der hohen Fluktuation beim Major-Label bedingten Polydors wachsendes Desinteresse.[4] Die fallen gelassene Künstlerin widmete sich erst einmal verschiedenen Soundtrack-Anfragen.[2] Es dauerte bis van der Meer ein nicht kommerzorientiertes Label fand, um den Nachfolger Luciferin im November 2003 zu veröffentlichen. Ihre Mitmusiker hatten inzwischen die Lust am Konzerte geben verloren, weshalb sie von da an alleine, höchstens von einem Ghettoblaster begleitet, auftrat.[4] 2005 verfasste sie das Lied Knopfloch, das aus Sicht eines Schulmädchens vom Schulbanknachbarn, der mit ihr Schluss gemacht hat, handelt, für das Themenalbum über Mädchenpubertät Bleib Gold, Mädchen.[7]

Im Januar 2007 erschien mit Eyes on Me ein Album, das zum größten Teil aus bereits veröffentlichten Liedern besteht, die wiederum zum größten Teil vom Luciferin-Album stammen.[8] Auch die 2012 offiziell erschienene Single Gravity (2009 nur bei iTunes erhältlich) war bereits 1999 auf dem 31. Musikexpress-Sampler Double T Music / The Popular Organization veröffentlicht worden.[9]

Diskografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Susie van der Meer. Im Café Kabale 25.9.04 – 21.45 Uhr. In: goest.de. Günter Schäfer, Göttinger Stadtinfo, September 2004, abgerufen am 17. Februar 2015.
  2. a b  Frank Sawatzki: Susie van der Meer. Luciferin. Straight out of Kreuzberg – das Comeback einer potenziellen Indie-Queen. In: Musikexpress. Nr. 576, Januar 2004, S. 84 (http://www.musikexpress.de/das-archiv/article237460/susie-van-der-meer-luciferin.html).
  3. Christoph Koopmeiners: „Ich & Ich“ nicht ohne Thimo Sander. Gebürtiger Vareler ist musikalischer Leiter und Gitarrist der angesagten deutschen Popgruppe. Thimo Sander ist Studiomusiker und geht mit Bands auf Tour. Er schreibt Filmmusik und hat zwei eigene CDs veröffentlicht. In: nwzonline.de. 24. Oktober 2008, abgerufen am 17. Februar 2015.
  4. a b c d e Kai Müller: Teufelspakt. Vor sechs Jahren machte sie ihre erste Platte. Sie sollte der Auftakt für eine große Karriere sein. Aber es kam anders. Jetzt versucht es Susie van der Meer auf eigene Faust. In: tagesspiegel.de. 11. November 2003, abgerufen am 17. Februar 2015.
  5. a b  Atmosphäre statt Message. In ihren Songs nimmt Susie van der Meer den Zuhörer mit in ihre Welt. In: Musikexpress. Nr. 502, November 1997, Die CD im Heft, S. 20.
  6. a b  Bettina Greve: Van der Meer: Unverfrorenes Debüt. In: Polydor GmbH (Hrsg.): Profile. August 1997, S. 2 f.
  7. Tatjana Zilg: Bleib Gold, Mädchen. In: aviva-berlin.de. 16. September 2005, abgerufen am 17. Februar 2015.
  8. News – January 2007. In: susievandermeer.de. Januar 2007, abgerufen am 17. Februar 2015.
  9. Various – Musikexpress 31 – Double T Music / The Popular Organization. In: discogs.com. Abgerufen am 17. Februar 2015 (englisch).