Suske und Wiske

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Logo (Flämische Originalausgabe 1985)
Suske und Wiske Museum im Kalmthout

Suske und Wiske (Suske en Wiske) ist eine belgische Comicserie. Der Junge Suske (flämische Kurzform von Franciskus) und das Mädchen Wiske (von Louise) bestehen Abenteuer mit oft phantastischen Elementen. Man schätzt die Gesamtauflage auf 145 Millionen Exemplare, was durch die Popularität im niederländischsprachigen Raum und vor allem auf die lange Laufzeit zu erklären ist - die erste Geschichte erschien bereits 1945.

Der ursprüngliche Autor war der Flame Willy Vandersteen aus Kalmthout. Schon vor seinem Tod 1990 wurde die Serie jedoch von anderen Künstlern übernommen, von denen der bekannteste Paul Geerts (* 16. Mai 1937) sein dürfte. Seit 2005 wird die Serie von Peter Van Gucht (Szenario) und Luc Morjaeu (Zeichnungen) gestaltet.

Figuren[Bearbeiten]

Suske und Wiske leben bei Tante Sidonia, der leiblichen Tante von Wiske. Freunde der Familie sind der superstarke Jerom und Lambik, ein Detektiv. Sidonia ist in Lambik verliebt, er erwidert diese Liebe jedoch nicht. Eine weitere regelmäßig auftretende Figur ist Professor Barabas.

Umgebung und Stil[Bearbeiten]

Die Figuren wohnen in der Nähe von Antwerpen. Die Abenteuer finden auf verschiedenen Kontinenten und verschiedenen Epochen und Zeitaltern statt.

Der Comic ist im sogenannten franko-belgischen Stil gehalten, bei dem die Hintergründe realistisch gehalten sind, wenngleich stilisiert, die Figuren aber karikaturhaften Charakter haben, zum Teil mit Knollennasen o. ä.

Internationale Verbreitung[Bearbeiten]

Die Bände sind in eine Reihe von Sprachen übersetzt worden, im Französischen heißen die Hauptfiguren Bob et Bobette. Obwohl die Serie in Belgien und den Niederlanden äußerst populär ist, kennt man sie in anderen Ländern kaum, obwohl sie von der Qualität her sicher mit anderen berühmten belgischen Comics vergleichbar ist.

In Deutschland erschienen vier Suske-und-Wiske-Albenreihen bei den Verlagen Rädler (1972-1973, 14 Bände), Feest (1991-1993, 3 Bände), PSW (1998-2001, 8 Bände) und aktuell, ab 2010 bei Salleck Publications. Zudem erschienen weitere Geschichten in den Zeitschriften Dalla (1953, als Ulla und Peter), Horrido (1956), Felix (1962-1964, als Ulla und Peter) und floh! (1988-1991, als Willi und Wanda). Unter dem Namen Frida und Freddie erschien zudem 1983 eine Werbeausgabe.

Trotz dieser diversen Anläufe haben sich Suske und Wiske in Deutschland bislang nicht etablieren können. Jedoch war die Nebenserie Jerom unter dem Namen Wastl recht bekannt und erschien von 1965 bis 1984 in verschiedenen Reihen bei Bastei.

Literatur[Bearbeiten]

Artikel von Karl Aigner in Die Sprechblase # 173-179 Norbert Hethke Verlag 2000-2001

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Suske en Wiske – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien