Suspensionspolymerisation

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Bei der Suspensionspolymerisation wird das in Wasser unlösliche Monomer in Wasser suspendiert. Es wird ein Initiator verwendet, der bevorzugt im Monomer löslich ist. Die Reaktion findet dann in den Monomertröpfchen statt. Als Produkt erhält man meist Perlen, daher ist auch der Begriff „Perlpolymerisation“ in Gebrauch.[1]

Prinzip[Bearbeiten]

Zunächst wird das Monomer in Wasser dispergiert. Prinzipiell handelt es sich zu diesem Zeitpunkt um eine Emulsion, die später in eine Suspension übergeht. Weiterhin werden Initiator und Schutzkolloide hinzugefügt. Letztere sollen verhindern, dass die entstehenden Monomertropfen zusammenfließen und sich die Suspension auftrennt. Zum Einsatz kommen hierfür beispielsweise Polyvinylalkohol oder auch Bariumsulfat. Daraufhin wird die Temperatur auf Reaktionsniveau gebracht. Abschließend werden die Polymerkugeln (Durchmesser wenige Millimeter) abgetrennt und aufgearbeitet.

Die eingesetzten Monomere müssen eine hohe Reinheit aufweisen, da das Polymer abschließend nicht mehr gereinigt werden kann. Auch Copolymerisationen können mit diesem Verfahren durchgeführt werden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Suspensionspolymerisation. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 13. April 2014.