Suspensionsstrom

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Ein im Labor erzeugter Suspensionsstrom (Milch in Wasser)
Suspensionsstrom in der Frontansicht

Ein Suspensionsstrom oder Trübestrom ist ein Strom von schnellfließenden, stark sedimenthaltigen Wassermassen an unterseeischen Hängen. Die in Suspension befindlichen Sedimente erhöhen dabei die Dichte des Stroms im Vergleich zum umgebenden Wasser und beschleunigen ihn so. Suspenssionströme treten vor allem an den Hängen der Kontinentalsockel sowie in Tiefseerinnen auf und führen dort zu canyonartigen Vertiefungen. Ausgelöst werden sie durch Erd- oder Seebeben. Dabei geraten Sedimentschichten an Abhängen ins Rutschen. Zunehmendes Gefälle erhöht die Geschwindigkeit des Stroms. Das wiederum führt zu einer Zunahme der Turbulenzen und einer weiteren Aufnahme von lockeren Sedimenten. Der Effekt gleicht einer sich selbst verstärkenden Lawine.

Suspenssionsströme können Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erreichen. Zur Ruhe kommen sie für gewöhnlich erst in der Tiefsee bei flachem oder nahezu flachem Boden. Die hierbei entstehenden Sedimente werden Turbidite genannt.