Suwarrow

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Suwarrow
Satellitenfoto von Suwarrow
Satellitenfoto von Suwarrow
Gewässer Pazifischer Ozean
Archipel Cookinseln
Geographische Lage 13° 25′ S, 163° 7′ W-13.418055555556-163.12416666667Koordinaten: 13° 25′ S, 163° 7′ W
Suwarrow (Cookinseln)
Suwarrow
Anzahl der Inseln über 20
Hauptinsel Anchorage Island
Länge 15,3 km
Breite 12,8 km
Landfläche 40 ha
Einwohner (unbewohnt)
Karte des Atolls
Karte des Atolls

Suwarrow, auch Suvorov oder Suvarov genannt, ist ein Atoll im nördlichen Teil der Cookinseln. Es befindet sich etwa 1.300 Kilometer südlich des Äquators und 825 Kilometer nordwestlich von Rarotonga, von wo aus es verwaltet wird. Das Atoll hat Abmessungen von 15,3 × 12,8 km und weist eine Landfläche von nur 0,4 km² auf. Die beiden größten Inseln des Atolls sind Anchorage Island und Motu Tou.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Atoll war unbewohnt, als es am 17. September 1814 von der Mannschaft des russischen Schiffs „Suvorov“ entdeckt wurde. Danach war die Insel nur für kürzere Zeit bewohnt. Im Zweiten Weltkrieg lebten dort unter anderem der Schriftsteller Robert Dean Frisbie als Marinebeobachter. Frisbie hat seine Erfahrungen darüber in dem Roman „The Island of Desire“ beschrieben. Frisbie verließ die Insel 1942, nachdem ein Hurrikan 16 der 22 Inselchen des Atolls verwüstete. Zurück blieben nur Haushühner und Hausschweine, die auf den Inseln verwilderten.

Anchorage Island

Auch der Neuseeländer Tom Neale lebte als Robinson auf Suwarrow, nachdem ihm Frisbie nach dem Krieg von seiner Trauminsel vorschwärmte. So packte er 1952 seine Habe, deckte sich von 79 Pfund umfangreich ein und kam auf Suwarrow an. Er blieb bis 1954 und wurde nach einem Bandscheibenvorfall krank von einer vorbeischippernden Yacht vorgefunden. Erst 1960 kam er wieder auf die Insel und blieb diesmal bis 1963, als er glaubte, aus Altersgründen (er war inzwischen 65 Jahre alt) nicht mehr allein klarzukommen. 1967 kehrte er schließlich ein drittes Mal zurück und blieb bis 1977, bevor er im Alter von 75 Jahren an Magenkrebs erkrankte. Er starb innerhalb weniger Monate im Hospital von Rarotonga. Seine Erfahrungen schrieb er 1966 auf Rarotonga in dem Bericht „An Island to Oneself“ nieder. Der deutsche Titel ist "Südsee-Trauminsel" aus der Reihe Outdoor-Handbuch und wurde durch den deutschen Weltumsegler Rollo Gebhard, den Herausgeber und seine Tochter aus Rarotonga ergänzt.

Nationalpark[Bearbeiten]

1978 wurde die Insel daraufhin zum Nationalpark der Cookinseln erklärt, da hier eine einzigartige Fauna und Flora existiert. Unter anderem wird dieses Atoll von Palmendieben, einer Krebsart (engl. Coconut crab), besiedelt. Die einzige Möglichkeit, diese abgelegene Region zu besuchen, ist mittels eines eigenen Schiffs oder einer gecharterten Expedition von Rarotonga, der Hauptinsel der Cookinseln.

Weblinks[Bearbeiten]