Suzuki Cappuccino

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Suzuki
Suzuki Cappuccino front 20090514.jpg
Cappuccino
Produktionszeitraum: 1991–1997
Klasse: Kleinstwagen
Karosserieversionen: Roadster
Motoren: Ottomotor:
0,66 Liter
(47 kW)
Länge: 3295 mm
Breite: 1395 mm
Höhe: 1185 mm
Radstand: 2060 mm
Leergewicht: 725 kg
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: keines

Der Suzuki Cappuccino (1991–1997) war ein von Suzuki in Japan gebauter Roadster der Kei-Car-Klasse und wurde im Werk Kosai in Japan gebaut.

Im japanischen Kleinwagenboom der frühen 1990er Jahren fehlte Marktführer Suzuki mit fünf Modellen in dieser Sektion ein Cabriomodell. Honda zeigte dieses Konzept von 1991 bis 1996 äußerst erfolgreich mit dem Honda Beat, der einen Mittelmotor hatte.

1991 zog Suzuki mit dem Cappuccino nach. Es handelte sich dabei um ein 3,30 m langes und 690 kg schweres Cabrio mit einem 660 cm³ großen Vollaluminium-3-Zylinder-Aggregat mit einem Turbolader und Ladeluftkühler. Durch diesen wurde der kleine Roadster in unter acht Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h gebracht.

Das Retro-Design sprach eine deutliche Sprache und gewann viele Liebhaber. Das neue 4-Wege-Dach (Geschlossen, Cabrio, Targa, T-Bar-Dach) wurde ein Verkaufsschlager. Vor allem bei weiblichen Kunden war der Cappuccino ein Erfolg. Der Wagen wurde von 1992 bis 1997 etwa 27.000 mal verkauft. Ab 1995 gab es den Cappuccino dann auch mit ABS und Sperrdifferenzial. Eine Kleinserie von offiziell 120 Fahrzeugen fand auch 1994 den Weg in die Bundesrepublik. Eine limitierte Kleinserie von 200 Fahrzeugen wurde in Japan mit einem Kofferset auf dem Kofferraumdeckel und im Innenraum mit Holzapplikationen verkauft.

Erste Vorstellung[Bearbeiten]

Heckansicht

Die erste offizielle Präsentation des Cappuccino als Designstudie war am im Oktober 1989 auf der 28. Tokyo Motor Show. Mit dem Design und dem Konzept des flexiblem Dachaufbau war er ein Star dieser Show. Das silbermetallic farbene Cabriolet-Coupe wurde mit einem wassergekühlten 660-cm³-Turbomotor präsentiert, der die Bezeichnung F6A trug, 12 Ventile besaß und einen Ladeluftkühler hatte, der über dem Wasserkühler saß. Die Abmessungen unterschieden sich noch in Nuancen vom späteren Verkaufsmodell.

Die Gesamtlänge der Designstudie betrug 3195 mm, die Breite 1395 mm und Höhe 1185 mm. Das Trockengewicht lag bei 480 kg und das maximale Drehmoment des Motors betrug 125 Nm bei 4000/min. Als Bereifung kamen Reifen in der Größe 165/65 R 14 74 H zum Einsatz.

Technik[Bearbeiten]

Der wassergekühlte 657-cm³-Motor aus Aluminiumguss ist vorne längs im Motorraum platziert. Mit Turbolader, zwei obenliegenden Nockenwellen (DOHC) und 12 Ventilen, einer Verdichtung von 8,3:1 und einer Mehrpunkteinspritzanlage (EPI) leistete der Motor 47 kW (64 PS) bei 6500/min. Daraus ergibt sich eine Literleistung von 75,5 kW/l.

Die Kraft wird vom angeblockten 5-Gang-Getriebe am Motor über eine zweigeteilte Kardanwelle auf ein Differential an der Hinterachse und von dort über Antriebswellen auf die Hinterräder übertragen. Die Gewichtsverteilung beträgt vorne 51 % und hinten 49 %. Die Vorder- und Hinterräder sind an je zwei Querlenkern geführt und durch Federbein-Stoßdämpfer gedämpft und gefedert. Der Wagen hat somit eine Einzelradaufhängung. Die Verzögerung übernehmen vier innenbelüftete Scheibenbremsen.

Die Instrumente bestehen aus dem Drehzahlmesser bis 12.000/min (roter Bereich 8500/min), Tachometer bis 140 km/h, Kühlwasserthermometer und der Kraftstoffanzeige.

Nachfolger[Bearbeiten]

Der Cappuccino hat bis heute kein Nachfolgemodell. 1997 wurde auf der IAA in Frankfurt zwar der C2 V8 vorgestellt, aber nie in Serie gebaut.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Suzuki Cappuccino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien