Suzuki GSX-R1000

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Suzuki
Suzuki GSX-R 1000 K7-1.jpg
GSX-R 1000 „K7“ (Modell 2007)
Hersteller: Suzuki Motor Corporation
Produktionszeitraum ab 2001
Klasse Motorrad
Bauart Superbike
Motordaten
Viertaktmotor, flüssigkeitsgekühlter Vierzylinder-Reihenmotor, DOHC, 4 Ventile pro Zylinder, Nasssumpfschmierung, eine Ausgleichswelle, elektronische Benzineinspritzung 44 mm, geregelter Katalysator, Sekundär-Luftsystem
Hubraum (cm³) 999
Leistung (kW/PS) 136/185 bei 12.000 min-1
Drehmoment (N m) 117 bei 10.000 min-1
Getriebe 6-Gang
Antrieb Kettenantrieb, O-Ring-Kette
Bremsen vo. 2× 310 mm Scheibenbremse, 4-Kolben-Festsättel Brembo-Monoblock, radial/hi. 220 mm, 1-Kolben
Radstand (mm) 1405
Maße (L × B × H, mm): 2.045 × 705 × 1.130
Sitzhöhe (cm) 81,0
Leergewicht (kg) 203 (feucht)
Vorgängermodell Suzuki GSX-R 1000 K1/K2, K3/K4, K5/K6, K7/K8, K9/L0/L1

Vorlage:Infobox Motorrad/Wartung/Parameter

Die GSX-R 1000 ist ein Motorradmodell der Kategorie Superbikes des japanischen Herstellers Suzuki. Sie wurde 2001 auf dem deutschsprachigen Markt eingeführt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Modellreihe der GSX-R 1000 mit flüssigkeitsgekühltem 988-cm³-16V-DOHC-Reihenvierzylinder mit querliegender Kurbelwelle war eines der ersten Serienmotorräder mit einem Leistungsgewichts-Verhältnis von annähernd einem Kilogramm (kg) pro PS; nämlich 118 kW (160 PS) bei 170 kg Trockengewicht. 2002 wurde zum Vorjahr neben den Farben ein ungeregelter Katalysator und eine bessere Beschichtung der Gabel eingeführt, da sich bei den K1-Modellen diese bei vielen Maschinen mit der Zeit abrieb.

Bei Suzuki ist es üblich, dass alle 2 Jahre neue Modelle ihrer Sportmaschinen eingeführt werden. So kann man sagen, dass alle ungeraden Zahlen der „K“-Modelle Neuerscheinungen sind und die geraden „K“-Zahlen lediglich kleine Veränderungen und neue Farben haben.

Bereits 2003 wurde das Modell GSX-R 1000 „K3“ eingeführt. Neben einem völlig neuen Design, Rahmen und Fahrwerk, leistete der Motor nun 121 kW (164 PS), das Trockengewicht wurde um zwei auf 168 kg gesenkt. Wichtige Neuerung war auch die Radialbremsanlage vorne mit nun 300 mm großen Bremsscheiben.

Technik (Modell 2005/2006)[Bearbeiten]

Suzuki setzt auch bei der GSX-R 1000 K5/K6 von jeher auf das bewährte Motorenkonzept; einen flüssigkeitsgekühlten Reihenvierzylinder-Motor mit zwei obenliegenden Nockenwellen und je vier Titan-Ventilen pro Zylinder. Eine elektronische Multipoint-Benzineinspritzung ist in dieser Klasse (bei diesen Modelljahren) zwar selbstverständlich, Suzuki kombiniert sie jedoch zusätzlich mit zwei Drosselklappen pro Zylinder, was dem Motor zu einer geschmeidigen Gasannahme und kräftigem Durchzug bereits im mittleren Drehzahlbereich verhilft.

Das Fahrwerk besteht aus einem Aluminium-Brückenrahmen, einer voll einstellbaren, Carbonnitrid-beschichteten 43-mm-Upside-Down-Gabel und einer massiven Aluminium-Zweiarmschwinge mit einem indirekt angelenkten, komplett einstellbaren Zentral-Federbein. Ein serienmäßiger Lenkungsdämpfer unterdrückt Lenkerschlagen („Kick Back“) wirkungsvoll, eine Anti-Hopping-Kupplung („Slipper Clutch“) verhindert ein stempelndes Hinterrad, wenn beim Anbremsen hart herunter geschaltet wird. Die Auspuffanlage bestand erstmals vollständig aus Titan.

Die GSX-R 1000 verfügt über eine leistungsfähige Bremsanlage mit vorn zwei 310-mm-Bremsscheiben, radial verschraubten 4-Kolben-Festsätteln von Tokico und einer fein dosierbaren Radialbremspumpe.

Bei der K5/K6 gab es einen Rückruf wegen Rahmenbruchs. Zur Abhilfe des Problems, wird dabei durch eine Werkstatt eine Verstärkung auf den Rahmen geklebt. Erst die K9 (Modelljahr 2009) verfügt über einen völlig neu-konstruierten Rahmen.

Rennsport[Bearbeiten]

Seit 2004 ist die GSX-R 1000 Suzukis Homologationsmodell für die Superbike-Weltmeisterschaft und löste damit die bis dato aus Reglementgründen verwendete GSX-R 750 ab. Rennadaptierte Versionen der GSX-R 1000 starten auch in der Stocksport-Klasse sowie bei Langstreckenrennen diverser Rennserien.

2005 konnte Troy Corser mit dem Suzuki-Werksteam auf der GSX-R 1000 den Weltmeistertitel der FIM-Superbike-Weltmeisterschaft erringen.

2007 bis 2009 fuhr Max Neukirchner für Suzuki die GSX-R1000 in der Superbike WM.

Sonstiges[Bearbeiten]

Im deutschsprachigen Raum ist die Suzuki GSX-R 1000 auch unter der Bezeichnung Gixxer oder Kilogixxer bekannt. Des Weiteren ist sie in Videos des schwedischen Ghost Riders, sowie des deutschen Turboriders zu sehen.

Die einzelnen Modelle werden meist nur unter einem Kürzel geführt, hier steht der Buchstabe für die Dekade (2001–2009 = K, 2010–2019 = L) und die Zahl beziffert das Baujahr des Motorrads (2001 = 1, 2005 = 5 usw.), dieser Werkscode wird an vielen Suzuki Motorradmodellen angewandt.

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Suzuki GSX-R – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien