Svínoy

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Svínoy
Coast of Svínoy, Faroe Islands (3).JPG
Gewässer Atlantischer Ozean
Inselgruppe Färöer
Geographische Lage 62° 15′ 59″ N, 6° 21′ 59″ W62.266388888889-6.3663888888889586Koordinaten: 62° 15′ 59″ N, 6° 21′ 59″ W
Lage von Svínoy
Fläche 27,4 km²
Höchste Erhebung Havnartindur
586 m
Einwohner 38 (1. Januar 2011)
1,4 Einw./km²
Karte von Svinoy
Karte von Svinoy
Svínoy auf einer Briefmarke

Svínoy [ˈsvʊinɔi]/[ˈsvʊinɪ] (wörtlich: Schweineinsel, dänisch: Svinø) ist eine der 18 Inseln der Färöer und gehört zur geografischen Region der sechs Nordinseln. Gleichzeitig hat sie den Status einer „Außeninsel“ (siehe Útoyggjar).

Allgemeines[Bearbeiten]

  • Anzahl Gipfel: 7
  • Postleitzahl: FO-765
  • Kommune: Klaksvíkar kommuna

Den Namen Schweineinsel verdankt Svínoy der Schweinezucht, die zur Wikingerzeit auf den Färöern bis ins Mittelalter weit verbreitet war. Zusammen mit der Nachbarinsel Fugloy bildet sie den nordöstlichen Außenposten des Archipels. Durch die entlegene Lage ist die Bevölkerungszahl stark rückgängig. Die Menschen finden in Fischerei und Landwirtschaft ihr Auskommen, da Svínoy relativ fruchtbar ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Svínoy gilt als eine der erstbesiedelten Inseln der Färöer. Der in der Färingersaga erwähnte Wikingerhäuptling Svínoyar Bjarni soll der erste Siedler gewesen sein. Das relativ flache Land in der Mitte der Insel war leicht zu bestellen und zu bebauen. Je nach Wetterlage konnte man den Ort, der sich im Bereich einer Landenge zwischen den beiden im Osten und Westen der Insel befindlichen Buchten entwickelte, von Osten oder von Westen aus anlaufen. Möglicherweise befand sich auf dem heutigen Gelände der Kirche in der Wikingerzeit eine Opferstätte.[1]

Im Jahre 1860 zählte man auf Svínoy 90 Einwohner, 1911 waren es 187 und 1921 betrug die Einwohnerzahl 204 Menschen.[2] Die Schule wurde 1888 errichtet. Am 1. Oktober 1918 wurde die Poststelle eröffnet. Im Ort Svínoy wohnten in den 1960er Jahren noch über 200 Menschen. Seit 2009 ist Svínoy Teil der Kommune Klaksvík.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kirche von Svínoy stammt von 1878, dort wird das Grab des Großbauern Svínoyar-Bjarni vermutet, der hier lebte und in der Färingersaga erwähnt wird. Im Vorraum der Kirche wird ein großer Grabstein aufbewahrt, der Bjarnarsteinur genannt wird, 1828 bei Abrissarbeiten entdeckt wurde und aus der Zeit Svínoyar-Bjarnis stammen soll.[3] Da Svínoy im Gegensatz zu den meisten anderen Inseln der Färöer relativ viel Flachland aufzuweisen hat, bieten sich leicht zu bewältigende Wanderungen an, z.B. zu dem Tal Yvir á Dal, in dem früher Torf abgebaut wurde..[4]

Verkehrsverbindungen[Bearbeiten]

Es besteht regelmäßiger Fährverkehr mit dem Postboot Másin nach Fugloy und Hvannasund auf Viðoy. Die Anlegestelle befindet sich etwa einen Kilometer westlich des einzigen Dorfes. Dreimal in der Woche kommt auch ein Hubschrauber, der die Insulaner versorgt. Es gibt Forderungen der Bewohner nach einem unterseeischen Tunnel, doch ist fraglich, ob das angesichts der Bevölkerungszahl je Wirklichkeit wird.

Infrastruktur[Bearbeiten]

An der Straße vom Dorf zum Schiffsanleger befindet sich ein kleiner Dorfladen. Svínoy verfügt auch über einen neuen Bootshafen und einen modernen Kuhstall. 2005 hatte die Schule noch zwei Schüler, die aber inzwischen auf andere Inseln gezogen sind. Die zurzeit unbewohnte Lehrerwohnung dient als Gemeinschaftshaus.

Spezielle Unterkünfte für Touristen sind nicht vorhanden, doch darf man an manchen Stellen zelten.

Pkw fahren auf Svínoy nicht, nur einige Nutzfahrzeuge. Man kann die Insel auf den gut ausgebauten Straßen und Wegen leicht zu Fuß erkunden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wachter, Alexander: Färöer selbst entdecken, S.124f. Offenbach 2002.
  2. Kreuzenbeck, Ulrich: Färöer, S.43. Düsseldorf 1983.
  3. Johnnessen, Steen Ulrik: Turen gar til Faeroerne, S.60. Kopenhagen 2000.
  4. Proctor, James: Faeroe Islands, S.158. Chalfont St. Peter, Bucks, England, 2004.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Svínoy – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien