Svea (Spitzbergen)

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Svea
Wappen fehlt
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Svea (Svalbard und Jan Mayen)
Svea
Svea
Basisdaten
Staat Norwegen
Außengebiet Svalbard
Koordinaten: 77° 54′ N, 16° 43′ O77.89833333333316.7225Koordinaten: 77° 54′ N, 16° 43′ O
Einwohner: 200
Svea (Spitzbergen) (Svalbard und Jan Mayen)
Svea
Svea
Longyearbyen
Longyearbyen
Barents- burg
Barents- burg
aktive Bergbauorte auf Spitzbergen

Svea (norwegisch auch: Sveagruva) ist eine Kohlebergbausiedlung auf Spitzbergen. Die dazugehörige Grube Svea Nord ist die größte noch aktive Kohlegrube auf Spitzbergen; die beiden anderen noch aktiven Gruben sind die Grube Nr. 7 in Longyearbyen und die Grube von Barentsburg. Svea Nord wird vom norwegischen Staatsbetrieb Store Norske Spitsbergen Kulkompani AS betrieben.

Svea ist der südlichste Ort auf Spitzbergen (abgesehen von der polnischen Forschungsstation am Hornsund) und liegt nicht wie die meisten anderen Siedlungen am Isfjord. Es leben allerdings nur wenige Personen dauerhaft in Svea; die Bergarbeiter haben ihren Wohnsitz üblicherweise in Longyearbyen und pendeln wochenweise per Luftbrücke nach Svea, da es keine Straßenverbindung in die Siedlung gibt. Ungefähr 200 Personen arbeiten in Svea.[1] Flugverbindungen zwischen dem Flughafen Longyearbyen und Svea erfolgen mit Kleinflugzeugen des Typs Dornier Do 228-202K ca. 30 mal in der Woche und werden im Auftrag der Store Norske Spitsbergen Kulkompani AS durch das norwegische Unternehmen Lufttransport AS abgewickelt.[2] Die gewonnene Kohle wird über Förderbänder aus dem Berg befördert und mittels Lastwagen weiter zum Kohledepot beim Hafen am Kapp Amsterdam transportiert und zwischengelagert, von wo sie schließlich im Sommer auf dem Wasserweg abtransportiert wird. Der Van Mijenfjorden friert im Winter in der Regel zu.

Geschichte[Bearbeiten]

Svea wurde im Jahr 1917 vom schwedischen Unternehmen AB Spetsbergens Svenska Kolfält errichtet und ging durch den Kauf der Store Norske Spitsbergen Kulkompani im Jahr 1934 in norwegischen Besitz über. Die Siedlung wurde 1944 während des Zweiten Weltkriegs zerstört, der Minenbetrieb jedoch kurze Zeit später wieder hergestellt. Dieser endete vorerst im Jahr 1947 und sollte bis 1970 nicht wieder aufgenommen werden. In den 1990er Jahren wurde die Siedlung beinahe aufgelassen, da die Minen in Longyearbyen zu dieser Zeit produktiver und leichter erreichbar waren. Im Jahr 2002 ging die neue Mine Svea Nord in Betrieb und ist seitdem die produktivste Kohlemine Svalbards.[3][4] Sie produzierte im Jahr 2011 ca. 1,52 Millionen Tonnen Kohle.[5]

Klima[Bearbeiten]

Das Klima in Svea ist verglichen mit den anderen Siedlungen auf Spitzbergen kontinentaler, da sie nicht offen am Meer liegt sondern in der Sveabukta im innersten Teil des Van Mijenfjords. Sie weist somit tiefere Wintertemperaturen und einen geringen Jahresniederschlag auf. Die Jahresmitteltemperatur in Svea beträgt −7,1 °C, der durchschnittliche Jahresniederschlag 260 mm.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Sveagruva
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) −16,1 −17,0 −16,2 −12,7 −4,7 1,9 5,8 4,9 0,6 −5,7 −11,5 −14,6 Ø −7,1
Niederschlag (mm) 29 35 31 24 15 9 11 19 19 20 22 26 Σ 260
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Quelle: Norwegisches Meteorologisches Institut eKlima, Werte für Normalperiode 1961–1990

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur und Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Informationsbroschüre für Arbeiter und Angestellte in Svea. In: Sveabrosjyre. Store Norske Spitsbergen Grubekompani AS, November 2010, abgerufen am 20. Februar 2013 (PDF; 5,61 MB, englisch).
  2. Charterflygning. In: lufttransport.no. Lufttransport AS, 2011, abgerufen am 20. Februar 2013 (norwegisch).
  3. Svea Nord. In: snsk.no. Store Norske Spitsbergen Kulkompani AS, abgerufen am 20. Februar 2013 (englisch).
  4. Important dates in Store Norske’s history. In: snsk.no. Store Norske Spitsbergen Kulkompani AS, 11. Januar 2010, abgerufen am 20. Februar 2013 (englisch).
  5. Annual Report and Accounts 2011. Store Norske Spitsbergen Kulkompani AS / Store Norske Spitsbergen Grubekompani AS, 13. April 2012, abgerufen am 20. Februar 2013 (PDF; 2,25 MB, englisch).