Sven Felix Kellerhoff

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Sven Felix Kellerhoff (* 1971 in Stuttgart) ist ein deutscher Historiker, Journalist und Sachbuchautor.

Leben[Bearbeiten]

Kellerhoff ist der jüngere Sohn des ehemaligen Vorstandsmitglieds der Industriekreditbank AG, Peter Kellerhoff (1930–2011). Nach einem Studium der Neueren und Alten Geschichte, des Medienrechts und der Publizistik, überwiegend an der Freien Universität Berlin, absolvierte Kellerhoff die Berliner Journalisten-Schule. Seit 1993 ist er als Journalist unter anderem für die Berliner Zeitung, Die Welt, die Badische Zeitung und den Bayerischen Rundfunk tätig. Seit 1998 arbeitet er für den Axel Springer Verlag. Dort war er von 2000 bis 2002 Leiter der Wissenschaftsredaktion der Berliner Morgenpost und war von 2002 bis 2003 verantwortlich für die Kulturberichterstattung in Berlin. Seit 2003 ist er leitender Redakteur für Zeit- und Kulturgeschichte in der Welt und der Berliner Morgenpost. Kellerhoff ist weiterhin Autor verschiedener zeithistorische Sachbücher, unter anderem über die Dolchstoßlegende, die Präventivkriegsthese, den Führerbunker oder die Geschichte des politischen Attentats.

Kellerhoff war 2005 bis 2008 Beisitzer im Vorstand des Landesverbands Berlin des Deutschen Journalisten-Verbands.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Deutsche Legenden. Vom ‚Dolchstoß‘ und anderen Mythen der Geschichte. (mit Lars-Broder Keil), Links Verlag, Berlin, 2002, ISBN 3-861-53257-3.
  • Attentäter – Mit einer Kugel die Welt verändern. Böhlau Verlag, Köln, 2003, ISBN 3-412-03003-1.
  • Als die Tage zu Nächten wurden – Berliner Schicksale im Bombenkrieg. Wieland Giebel (Hrsg.), Berlin Story Verlag, 2003, ISBN 3-929-82912-6.
  • Hitlers Berlin. Geschichte einer Hassliebe. be.bra Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-898-09061-2.
  • Berlin unterm Hakenkreuz. Berlin Edition, 2006, ISBN 3-814-80147-4.
  • Mythos Führerbunker. Hitlers letzter Unterschlupf. Berlin Story Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-929829-43-6.
  • Gerüchte machen Geschichte. Folgenreiche Falschmeldungen im 20. Jahrhundert. (mit Lars-Broder Keil), Links Verlag, 2006, ISBN 3-861-53386-3.
  • Ortstermin Mitte – Auf Spurensuche in Berlins Innenstadt. Berlin Story Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-929829-57-0.
  • Was stimmt? RAF - die wichtigsten Antworten. Herder, Freiburg i. Br. 2007, ISBN 978-3-451-05771-7.
  • Reichstagsbrand. Die Karriere eines Kriminalfalls. be.bra Verlag, Berlin 2008 ISBN 3-898-09078-7.
  • Die Fluchttunnel von Berlin. Mit Dietmar Arnold, Propyläen-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-549073-41-4.
  • "Kristallnacht" : das Novemberpogrom 1938 und die Verfolgung der Berliner Juden 1924 bis 1945. Berlin-Story-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-929829-66-2.
  • Die Stasi und der Westen. Der Kurras-Komplex. Hoffmann und Campe, Hamburg 2010 ISBN 978-3-455-50145-2.
  • Aus der Geschichte lernen - in Handbuch zur Aufarbeitung von Diktaturen. Ein Projekt im Rahmen der Deutsch-Tunesischen Transformationspartnerschaft „Contre l'oubli“. Hrsg. Auswärtiges Amt ; Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Nomos, Baden-Baden 2013, ISBN 978-3-8487-0973-1.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Ehrenpreis der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen 2012[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erich Loest erhält Hohenschönhausen-Preis 2012 bei derwesten.de, abgerufen am 6. Oktober 2012