Swan-Ganz-Katheter

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Schema des Aufbaus und der Lage eines Pulmonalarterienkatheters
Rechtsherzkatheter

Der von den beiden Kardiologen William Ganz und Harold Jeremy Swan 1970 entwickelte Swan-Ganz-Katheter (auch: Pulmonaliskatheter, Pulmonalarterienkatheter) ist ein perkutan über eine zentrale Vene durch den rechten Vorhof und die rechte Herzkammer in den Stamm der Arteria pulmonalis vorgeschobener Katheter zur Messung der Drücke im rechten Herzen und in der Pulmonalarterie, des Pulmonalarterienverschlussdruckes (PCWP, Wedge-Druck) und des Herzzeitvolumens (bei Verwendung eines Thermistorkatheters).

Er findet seinen Einsatz in der Intensivmedizin und der Anästhesie und dient der Überwachung der Herzkreislauf-Situation bei schwerkranken Patienten.

Mit Hilfe der Druckmessung im rechten Herzen (rechter Vorhof, rechte Herzkammer und A. pulmonalis) können Rückschlüsse auf die Funktion der linken Herzhöhlen, die Funktion der Lunge und den Wasserhaushalt des Körpers gezogen werden.

Mögliche Einsatzgebiete des Pulmonaliskatheters sind z. B. in der Anästhesie bei Patienten mit Herzschwäche sowie bei herz- und gefäßchirurgischen Eingriffen. In der Intensivmedizin verwendet man den Katheter bei Patienten mit Schockzuständen unterschiedlichster Genese (kardiogener Schock, septischer Schock, hypovolämischer Schock bei Polytrauma). Aufgrund der gemessenen Druckwerte kann man Rückschlüsse auf die Ursachen der Schockzustände ziehen und entsprechend behandeln: entweder medikamentös (Katecholamine, Auflösung von Gerinnseln bei Lungenembolie, durch Zufuhr von Volumen (Flüssigkeit und Bluttransfusionen)) oder auch durch operative Eingriffe (z. B. Punktion des Herzbeutels bei Einblutung, operative Gerinnselentfernung bei Lungenembolie, Herzklappenoperation bei Klappenfehlern).

Literatur[Bearbeiten]

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