Swanton (Vermont)

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Swanton
Schulgebäude, eingetragen im National Register of Historic Places
Schulgebäude, eingetragen im National Register of Historic Places
Lage in Vermont
Swanton (Vermont)
Swanton
Swanton
Basisdaten
Gründung: 17. August 1763
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Vermont
County:

Franklin County

Koordinaten: 44° 55′ N, 73° 7′ W44.918717-73.12332644Koordinaten: 44° 55′ N, 73° 7′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 6427 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 51,3 Einwohner je km²
Fläche: 159,7 km² (ca. 62 mi²)
davon 125,4 km² (ca. 48 mi²) Land
Höhe: 44 m
Postleitzahl: 05488
Vorwahl: +1 802
FIPS:

50-71650

GNIS-ID: 1459802
Website: www.SwantonVermont.orgVorlage:Infobox Ort in den Vereinigten Staaten/Wartung/FormatierteWebsite
Bürgermeister: Richard Thompson

Swanton[1] ist eine Stadt im Bundesstaat Vermont der Vereinigten Staaten mit 6.427 Einwohnern (laut Volkszählung 2010[2]) . Es liegt nahe der kanadischen Grenze am Missisquoi River, der wenige Kilometer entfernt in den Lake Champlain mündet. Im Flussdelta des Missisquoi River wurde 1943 ein Naturschutzgebiet, das Missisquoi National Wildlife Refuge, angelegt. Es beherbergt die größte Kolonie des Kanadareihers in Vermont.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet um Swanton ist seit etwa 8000 v. Chr. besiedelt. In Stadtzentrum Swantons wurde beim Bau einer Flussbrücke die älteste bisher bekannte Siedlungsspur in dieser Region, die John’s Bridge Site, gefunden. Sie wird auf 6000 v. Chr. datiert.[4]

Weitere archäologische Funde belegen die Anwesenheit der heutigen Abenaki im Gebiet ab 800 v. Chr.

Nach der Entdeckung des Lake Champlain durch den französischen Forscher Samuel de Champlain wurde das Gebiet ab etwa 1700 durch weiße Siedler in Besitz genommen. Die Siedlung wurde am 17. August 1763 zur Stadt erklärt. Die Stadtentwicklung lief danach ruhig und ohne bemerkenswerte Ereignisse ab. Heutzutage ist Swanton ein ländliches Pendlerstädtchen, das im Sommer durch seine Nähe zum Lake Champlain und seine vergleichsweise gute Verkehrsanbindung eine begrenzte Zahl an Touristen anzieht.

Religionen[Bearbeiten]

Die größte Gemeinde stellt die Episkopale Kirche; drei weitere Glaubensgemeinschaften (Methodisten, die Church of the Nativity sowie die Swanton Christian Church) sind in der Stadt mit Gemeindehäusern vertreten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Das Abenaki Tribe Museum informiert über die Geschichte der hier heimischen Teilstämme der indianischen Abenaki-Gruppe.

The Railroad Depot Museum, eingerichtet im ehemaligen Bahnbetriebswerk und dem restaurierten Stationsgebäude, bewahrt Erinnerungsstücke an die wechselvolle Historie des lokalen Bahnbetriebs, die 1883 begann.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Ort ist über den Interstate 89 an das Schnellstraßensystem Nordamerikas angebunden. Außerdem befindet sich etwa drei Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums der Franklin County State Airport.

Bildung[Bearbeiten]

Swanton verfügt über eine Grundschule für etwa 600 Kinder bis zur 6. Klassenstufe.[5] Hochschulen und Universitäten sind in den umliegenden Gemeinden vorhanden. Die nächstgelegenen Colleges liegen etwa 30 Kilometer entfernt in Plattsburgh (New York) und Colchester; die University of Vermont findet sich im etwa 60 Kilometer entfernten Burlington.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

  • James Kelsey (1952–2007) Bischof der Episkopalkirche; Priester in Swanton

Sonstiges[Bearbeiten]

Zum 200. Gründungstag 1963 schenkte Queen Elisabeth II. von England der Stadt zwei Schwäne, die im Stadtpark angesiedelt wurden. Seither wird die kleine Schwanenpopulation, die inzwischen nicht mehr von dem ursprünglichen Paar abstammt, in vielen Veröffentlichungen des Ortes unter dem Stichwort The Royal Swans als Wahrzeichen genutzt.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Swanton im Geographic Names Information System des United States Geological Survey, abgerufen am 17. März 2012
  2. Einwohnerdaten aus dem US-Census von 2010 im American Factfinder
  3. Homepage des Missisquoi National Wildlife Refuge (englisch)
  4. William A. Haviland, Marjory W. Power: The original Vermonters. Native Inhabitants, Past and Present, Trustees of the University of Vermont 1994, S. 40.
  5. Website der Swanton School
  6. Zusammenfassung der Stadtgeschichte auf der Webpage der örtlichen Handelskammer.