Swilen Rusinow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Swilen Alidow Rusinow (bulgarisch Свилен Алидов Русинов; englische Transkription: Svilen Alidov Rusinov; * 29. Februar 1964 in Plewen) ist ein ehemaliger bulgarischer Amateurboxer im Superschwergewicht (+ 91 kg). Er wurde 1991 und 1993 Vize-Weltmeister und 1993 auch Europameister. Sein größter Erfolg war der Gewinn einer Bronzemedaille bei den Olympischen Sommerspielen von 1992.

Zudem gewann er Bronzemedaillen bei der Weltmeisterschaft 1986, sowie den Europameisterschaften von 1987, 1989 und 1991.

Halbschwergewicht[Bearbeiten]

Sein einziger internationaler Auftritt in dieser Gewichtsklasse war jener bei der 26. Europameisterschaft im Juni 1985 in Budapest, wo er bereits im ersten Kampf dem Rumänen Petre Bornescu unterlag.

Schwergewicht[Bearbeiten]

Bei der 4. Weltmeisterschaft im Mai 1986 in Reno (Nevada), unterlag er erst im Halbfinale Félix Savón und gewann somit Bronze. Zuvor besiegte er den Polen Wiesław Dyła (5:0) und den Finnen Jouni Koopola (5:0).

Bei der 27. Europameisterschaft im Juni 1987 in Turin, siegte er gegen den Ungar Gyula Alvics und unterlag erst im Halbfinale Arnold Vanderlyde, womit er die Bronzemedaille erhielt.

Er nahm auch noch an den 24. Olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul teil, unterlag dort jedoch im ersten Kampf Andrzej Gołota. Bei seiner Teilnahme an den 2. Goodwill Games 1990 in Seattle, unterlag er Viktor Akshonov.

Superschwergewicht[Bearbeiten]

Bei der 7. Europameisterschaft der Junioren im September 1982 in Schwerin, unterlag Rusinow im Viertelfinale Sven Karberg aus der DDR. 1985 gewann er bei den Militärmeisterschaften des Ostblocks die Bronzemedaille. Bei den 1. Goodwill Games im Juli 1986 in Moskau, verlor er gegen den Amerikaner Michael Bentt.

Die 28. Europameisterschaft im Juni 1989 in Athen, beendete er mit der Bronzemedaille. Er hatte Aziz Salihu (5:0) geschlagen und unterlag erst im Halbfinale knapp dem Griechen Giorgios Tsahakis (2:3). Bei der 5. Weltmeisterschaft im Oktober 1989 in Moskau, besiegte er den Amerikaner Larry Donald, verlor jedoch anschließend gegen den Kubaner Roberto Balado.

Den 6. Weltcup 1990 in Bombay, beendete er mit der Silbermedaille. Er war dabei im Finale erneut Roberto Balado unterlegen. Im Mai 1991 gewann er auch noch die Bronzemedaille bei der in Göteborg ausgetragenen 29. Europameisterschaft. Im November gewann er zudem die Silbermedaille bei der 6. Weltmeisterschaft in Sydney, wo er Richard Bango und Larry Donald besiegte und erst im Finale erneut Roberto Balado unterlag.

Bei den 25. Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona, besiegte er u.a. Willi Fischer, unterlag im Halbfinale Richard Bango und gewann somit Bronze.

Im Mai 1993 wurde er in Tampere Vize-Weltmeister (Siege gegen Petr Řezníček, Rimantas Prišmantas und Evgeniy Belousov, Finalniederlage gegen Roberto Balado), im September selben Jahres in Bursa Europameister (Siege gegen Piotr Jurczyk, Andrey Aulov, Kevin McCormack und Zurab Sarsania). Beim Weltcup 1994 in Bangkok, gelang ihm im Viertelfinale ein Sieg gegen Vitali Klitschko. Im Halbfinale unterlag er wieder Roberto Balado und gewann Bronze.

Bei der 8. Weltmeisterschaft 1995 in Berlin unterlag er Alexei Lesin, bei der 1. Militär-Weltmeisterschaft in Rom Vitali Klitschko. Sein letztes internationales Turnier bestritt Rusinow 1996 bei den Europameisterschaften, bei denen er jedoch bereits im ersten Kampf gegen Adaliat Mamedov, Aserbaidschan (KO 1.), ausschied.

Am 3. April 1999 bestritt er den ersten und zugleich einzigen Profikampf seiner Karriere. Er siegte gegen seinen Landsmann Georgi Hristov über vier Runden nach Punkten.

Weblinks[Bearbeiten]