Swinemünder Brücke

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Swinemünder Brücke vom Bahnhof Gesundbrunnen

Die Swinemünder Brücke im Berliner Ortsteil Gesundbrunnen wurde von 1902 bis 1905 nach Plänen des Architekten Bruno Möhring und des Ingenieurs Friedrich Krause erbaut.[1] Die 228 Meter lange genietete Stahl-Fachwerkkonstruktion überspannt die Gleisanlagen östlich des Bahnhofs Berlin Gesundbrunnen auf zwei gemauerten Pfeilern, über denen sich 17 Meter hohe Portalpfosten erheben.

Die Brücke verbindet die Bellermannstraße und die Swinemünder Straße, nach der sie auch benannt wurde. Der Berliner Volksmund gab ihr den Namen Millionenbrücke, zum einen, weil ihr Bau rund eine Million Goldmark (heute: rund 6.187.000 Euro) verschlang, zum anderen, weil in ihr sichtbar sehr viele Nieten verbaut wurden. Die im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Brücke, deren Mittelfeld eingestürzt war, konnte nach Reparaturen ab 1954 wieder benutzt werden – ein neues, nun aber geschweißtes Fachwerkfeld sorgte dafür. 2005 wurde sie einer langwierigen Sanierung unterzogen. Probleme dabei verzögerten die Bauarbeiten und ließen die Kosten auf rund eine Million Euro anwachsen, sodass sie ihrem „Volksmundnamen“ erneut alle Ehre machte.[2]

Trivia[Bearbeiten]

Die Brücke wird häufig für Filmaufnahmen verwendet. Meist werden auf ihr der naheliegende Grenzübergang Bornholmer Straße oder auch die Glienicker Brücke dargestellt. So wurden beispielsweise Szenen des Films Das Wunder von Berlin auf der Swinemünder Brücke gedreht.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Entwurfszeichnungen von Bruno Möhring (PDF; 12,1 MB) Uni Stuttgart (S. 3–6 Swinemünder Brücke)
  2. Bauen und kein Ende. In: Berliner Zeitung, 7. November 2006
  3. Das Wunder von Berlin. filmfotos-berlin.de, abgerufen am 6. November 2013.

52.54888888888913.392777777778Koordinaten: 52° 32′ 56″ N, 13° 23′ 34″ O