Swisttal
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Köln | |
| Kreis: | Rhein-Sieg-Kreis | |
| Höhe: | 140 m ü. NN | |
| Fläche: | 62,22 km² | |
| Einwohner: |
17.578 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 283 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 53913 | |
| Vorwahlen: | 02254, 02226, 02255, 02251 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SU | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 82 064 | |
| LOCODE: | DE SWA | |
| NUTS: | DEA2C | |
| Gemeindegliederung: | 10 Ortschaften | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Rathausstraße 115 53913 Swisttal |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Eckhard Maack (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis | ||
Swisttal ist eine Gemeinde im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Geografische Lage[Bearbeiten]
Die Orte der Gemeinde liegen in der Voreifel, etwa zwischen Bonn und Euskirchen. Swisttal erhielt seinen Namen nach dem Bach namens Swist, der mitten durch das Gemeindegebiet fließt. Die Flächen liegen auf Höhen zwischen 126 m und 187 m. Die Gemeindeverwaltung befindet sich zwischen den Dörfern Ludendorf und Essig.
Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten]
Swisttal hatte am 1. November 2012 18.495 Einwohner (davon Zweitwohnsitz: 686) und umfasst eine Fläche von etwa 63 km². Davon sind 10 km² Waldfläche und 49 km² landwirtschaftlicher Nutzfläche. Die Gemeinde besteht aus folgenden Ortschaften:[2]
| Ortschaft | Einwohner |
|---|---|
| Heimerzheim | 6137 |
| Odendorf | 3646 |
| Buschhoven | 3251 |
| Morenhoven | 1659 |
| Miel | 1024 |
| Ollheim | 739 |
| Dünstekoven | 571 |
| Ludendorf | 573 |
| Straßfeld | 488 |
| Essig | 407 |
sowie den Weilern Hohn, Mömerzheim, Vershoven und Müttinghoven.
Geschichte[Bearbeiten]
Die Gemeinde wurde am 1. August 1969 im Rahmen der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen geschaffen. Mehrere zuvor selbstständige Gemeinden wurden aufgelöst und gingen mit ihrer Verwaltung in der neuen Gemeinde Swisttal auf. Der Name „Swisttal“ wurde in Anlehnung an Wuppertal erdacht und beschreibt die Lage der Ortschaften im Einzugsgebiet des namensgebenden Baches.
Als Flächengemeinde kann nicht annähernd vom Ort „Swisttal“ gesprochen werden. Zum einen liegen die Dörfer der Gemeinde teils viele Kilometer ohne jegliche Bebauung voneinander entfernt. Zum anderen bestehen zwar historisch zwischen einigen Orten enge Beziehungen, zwischen anderen hingegen keine oder nur sehr geringe. Zudem haben sich die Einwohner schon immer je nach Wohnort zu unterschiedlichen umliegenden Städten wie Euskirchen, Rheinbach oder Bonn orientiert. Dies hat sich bis heute nicht geändert; bis auf die kommunale Verwaltung haben die Orte ihre Eigenständigkeit und ihren individuellen Charakter bewahrt.
Politik[Bearbeiten]
Gemeinderat[Bearbeiten]
Die 38 Sitze des Gemeinderats verteilen sich wie folgt:
(Stand: Kommunalwahl am 30. August 2009)
Wappen[Bearbeiten]
Das Wappen der Gemeinde Swisttal ist das Wappen des früheren Amtes Ludendorf.[4]
Die Blasonierung lautet: „Im gespaltenen Schild vorn in Silber (Weiß) ein durchgehendes schwarzes Kreuz, hinten in Gold (Gelb) zwei in drei Reihen von Rot und Silber (Weiß) geschachte Balken.“ Das Wappen weist mit dem kurkölnischen Kreuz auf die Zugehörigkeit von sechs Orten auf die Landesherrschaft des Kurfürstentums Köln hin, die geschachten Balken entstammen dem Wappen der Herren von Tomberg, die die Herrschaft über die anderen Orte ausübten.
Die Dörfer der Gemeinde haben alle jeweils eigene historische Wappen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Bauwerke[Bearbeiten]
Mitten durch Buschhoven verlief die Trasse der früheren Eifelwasserleitung, eines römisches Aquäduktes zur Versorgung von Köln mit Trinkwasser aus der Eifel. Noch heute kann man die Leitung in ihrer ursprüngliche Lage im Boden sowie ausgegrabene Teilstücke besichtigen.
Außerdem sind erwähnenswert:
- Die teils mittelalterlichen Burgen:
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- Burg Heimerzheim
- Burg Kriegshoven
- Burg Odendorf
- Burg Morenhoven
- Das ehemalige Kloster Schillingskapellen in Dünstekoven
- Schloss Miel
- Der historische Swistübergang „Lützermiel“ bei Miel
- Das Zehnthaus Odendorf
- Die Versöhnungskirche (frühere katholische, heute evangelische Pfarrkirche) in Buschhoven mit ihrer renovierten Romantikorgel.
- Die zwischen 1831 und 1834 errichtete ehemalige Grundschule in Miel
Natur[Bearbeiten]
Der größte Teil der Flächen wird wegen des fruchtbaren Lössbodens in der Zülpicher Börde landwirtschaftlich genutzt. Östlich von Heimerzheim, Dünstekoven und Buschhoven liegt der ausgedehnte Wald Kottenforst, Bestandteil des Naturparks Kottenforst-Ville bzw. des Naturparks Rheinland. Nordöstlich von Dünstekoven wurde eine ehemalige Kiesgrube in ein Naturschutzgebiet umgewandelt. Das Gebiet kann von drei Aussichtspunkten eingesehen und nach Anmeldung besichtigt werden. In letzter Zeit werden Anstrengungen unternommen, die Swist wieder naturnäher zu gestalten.
Kultur[Bearbeiten]
In Swisttal findet Kulturarbeit dezentral statt. Jährlich wird die Morenhovener Lupe vergeben, ein anerkannter Kleinkunstpreis der örtlichen Initiative KuSS (Kultur und Spektakel im Swisttal), ursprünglich angeregt durch die Morenhovener Kreativitätschule. In der Aula der Haupt-/Realschule in Heimerzheim finden sporadisch Theatervorführungen und gelegentlich Auftritte bekannter Kabarettisten statt. Musikalische Aufführungen finden vor allem in den regen Kirchengemeinden der Orte innerhalb der Gemeinde Swisttal statt. Einen Höhepunkt stellt in den meisten Orten die Karnevalssession mit jährlichem Karnevalszug dar.
Jugendarbeit[Bearbeiten]
Jugendarbeit geschieht ebenfalls dezentral und wird hauptsächlich in den diversen Vereinen der Orte sowie in den Kirchengemeinden durchgeführt. Zudem wurde der „Jugendring Swisttal“ gegründet, der Jugendtreffs in den größeren Orten betreibt.
Kirchengemeinden[Bearbeiten]
- Evangelische Kirchengemeinde Swisttal
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- Maria-Magdalena-Kirche (Heimerzheim)
- Dietrich-Bonhoeffer-Haus (Odendorf)
- Versöhnungskirche (Buschhoven)
- Katholische Kirchengemeinden im Seelsorgebereich Swisttal (Dekanat Meckenheim/Rheinbach, Erzbistum Köln)
-
- mit St. Katharina (Dünstekoven)
- St. Petrus und Paulus (Odendorf)
- St. Katharina (Buschhoven) (Pfarr- und Wallfahrtskirche)
- St. Nikolaus (Morenhoven)
- St. Georg (Miel)
- St. Martinus (Ollheim)
- St. Petrus und Paulus (Ludendorf)
- St. Antonius (Strassfeld)
Wallfahrt[Bearbeiten]
Buschhoven ist seit 1806 katholischer Wallfahrtsort mit der „Rosa Mystica“, einer Wandermuttergottes, und dem sich auf diese romanische Holzfigur beziehenden alljährlichen sogenannten Rosenfest im Juni. Die Rosa Mystica kam ursprünglich aus dem 1197 gegründeten Prämonstratenserinnen-Stift Schillingskapellen bei Dünstekoven, als das Kloster im Zuge der Säkularisation aufgelöst worden war. Die neue [[St. Katharina (Buschhoven)|Wallfahrtskirche]] wurde 1975 gebaut.
Außerdem liegt Buschhoven auf einem der historischen Jakobswege, worauf die Muschel an der Versöhnungskirche hinweist.
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Wirtschaft[Bearbeiten]
Die Dörfer Swisttals sind vor allem Wohnorte, größere Industriebetriebe gibt es nicht. Allerdings bestehen in Heimerzheim und Odendorf ausgedehnte Gewerbegebiete und diverse Einzelhandelsgeschäfte.
Verkehr[Bearbeiten]
In Swisttal sind 11.901 Kraftfahrzeuge zugelassen, davon 10.139 Pkw [5]. Wichtige Straßenverkehrswege sind die A 61 Kerpen–Koblenz (Abfahrten 26 Heimerzheim und 27 Miel) und die B 56 zwischen Selfkant und Wiehl
Für den ÖPNV:
- Bahnhof Odendorf an der Voreifelbahn (Bonn-Euskirchen-Bad Münstereifel), auf der im Schienenpersonennahverkehr die RegionalBahn 23 verkehrt. Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr von der DB Regio NRW, die für die Voreifelbahn Diesel-Triebwagen der DB Baureihe 644 in Ein- bis Zweifachtraktion für Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h einsetzt.
- Die Flächengemeinde Swisttal wird durch mehrere Buslinien der RVK (Regionalverkehr Köln) erschlossen, unter anderem von Heimerzheim über Morenhoven/Buschhoven nach Bonn, von Heimerzheim über Ollheim/Straßfeld nach Euskirchen und von Ludendorf/Ollheim/Miel bzw. Buschhoven/Morenhoven nach Rheinbach.
- Swisttal gehört zum Tarifgebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS).
Durch das Gemeindegebiet verläuft der Radwanderweg Wasserburgen-Route. Sie verbindet über 524 km mehr als 130 Burgen am Rand der Eifel und in der Kölner Bucht.
Bildung[Bearbeiten]
Kindergärten gibt es in jedem Dorf der Gemeinde, in den größeren Orten auch mehrere. Grundschulen bestehen in Heimerzheim, Odendorf und Buschhoven. Die Georg-von-Boeselager-Hauptschule in Heimerzheim wurde zum Schuljahr 2006/2007 um einen Realschulzweig erweitert. Gymnasien sind in den umliegenden Städten Bonn, Rheinbach, Meckenheim und Euskirchen, Gesamtschulen in Weilerswist und Bornheim.
Die Außenstelle FH-Bund (Fachbereich Öffentliche Sicherheit) in Heimerzheim dient unter anderem dem BND, dem BKA sowie dem Verfassungsschutz[6] als Ausbildungsstätte. Sie liegt im Bereich der dort ansässigen Bundespolizei.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Philipp Melanchthon (1497–1560) verfasste zusammen mit Martin Bucer (1491–1551) in der Wasserburg zu Buschhoven 1543 zwei Reformationsschriften.
- Georg Freiherr von Boeselager, * 25. August 1915, Offizier und Widerstandskämpfer
- Philipp Freiherr von Boeselager, * 6. September 1917 auf Burg Heimerzheim, † 1. Mai 2008 auf Burg Kreuzberg in Kreuzberg bei Altenahr, Offizier und Widerstandskämpfer
- Friedrich Nowottny, * 16. Mai 1929, Journalist, ehemaliger Intendant des Westdeutschen Rundfunks, wohnt in Buschhoven
- Helmuth Prieß, * 18. März 1939, Offizier, Mitbegründer des Arbeitskreises Darmstädter Signal, Politiker (SPD), wohnt in Heimerzheim
- Ilka Freifrau von Boeselager, * 21. August 1944, Politikerin (CDU), wohnt in Heimerzheim
- Pius Heinz, * 4. Mai 1989, professioneller Pokerspieler, Gewinner der World Series of Poker (WSOP) 2011, wuchs in Odendorf auf
- Klaus-Peter Stieglitz, * 3. Oktober 1947, Generalleutnant a.D. der Luftwaffe der Bundeswehr und 13. Inspekteur der Luftwaffe, wohnt in Heimerzheim
- Bert Wollersheim, * 23. März 1951, Bordellbetreiber, aufgewachsen in Heimerzheim
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 14. Juni 2013. (Hilfe dazu)
- ↑ Website der Gemeinde Swisttal
- ↑ http://www.wahlergebnisse.nrw.de/kommunalwahlen/2009/Gem_raete/c382064kw0900.html
- ↑ Website der Gemeinde Swisttal
- ↑ Ministerium f. Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr: Mobilität in NRW. Daten und Fakten 2010
- ↑ Liste der Hochschulen in Deutschland
Alfter | Bad Honnef | Bornheim | Eitorf | Hennef (Sieg) | Königswinter | Lohmar | Meckenheim | Much | Neunkirchen-Seelscheid | Niederkassel | Rheinbach | Ruppichteroth | Sankt Augustin | Siegburg | Swisttal | Troisdorf | Wachtberg | Windeck
