Swyer-James-Syndrom

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Klassifikation nach ICD-10
J43.0 McLeod-Syndrom
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Das Swyer-James-Syndrom (SJMS, Syn. Swyer-James-Macleod-Syndrom); nach George C. W. James, Paul Robert Swyer, die 1953 und William Mathieson Macleod, der 1954 das Krankheitsbild beschrieben hatten, ist das Syndrom der einseitig hellen Lunge im Röntgenbild. Das Swyer-James-Syndrom ist eine seltene Variante einer postinfektiösen Bronchiolitis obliterans.[1] Sie zählt zu den chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen. Hierbei kommt es zu einer Hypoplasie der Lunge inklusive deren Gefäßarchitektur im frühen Kindesalter. Ursächlich wird eine frühkindliche Pneumonie angenommen.[2] SJMS ist eine unheilbare Atemwegserkrankung mit Einschränkung der Lungenfunktion. Die Symptome sind ähnlich wie bei einer chronisch obstruktiven Bronchitis oder der Mukoviszidose.

Im konventionellen Röntgenbild fällt die einseitig erhöhte Strahlentransparenz und Gefäßarmut der betroffenen Seite auf. Die Befunde sind auch in der Schnittbilddiagnostik wie MRT oder CT nachweisbar.

Die Krankheit beginnt als obliterative Bronchiolitis mit begleitender Vaskulitis, häufig nach Infektionen durch Adenovirus, Masern oder Pertussis.[3]

Literatur[Bearbeiten]

W. Schuster, D. Färber: Kinderradiologie: Bildgebende Diagnostik. 2. Aufl. 1996, Springer, ISBN 3-540-15944-4

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. A Fertl, K Häußinger, MacLeod-Swyer-James-Syndrom - eine seltene Ursache einer chronisch obstruktiven Atemwegserkrankung, Pneumologie 2009; 63 - P15 doi:10.1055/s-0029-1214021
  2. O. Tutar, D. E. Tekcan u. a.: Adult diagnosis of Swyer-James-Macleod syndrome. In: BMJ case reports. Band 2012, 2012, S. , ISSN 1757-790X. doi:10.1136/bcr-2012-007349. PMID 23230247.
  3. C. F. Erkasar, C. E. Caglar u. a.: Bilateral Swyer-James (Macleod's) syndrome. In: Indian journal of pediatrics. Band 69, Nummer 5, Mai 2002, S. 433–435, ISSN 0019-5456. PMID 12061679.
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