Syd Mead

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Syd Mead bei der Verleihung des Jules Verne Adventure Film Special Awards 2007.

Syd Mead (* 18. Juli 1933 als Sydney Jay Mead in Saint Paul, Minnesota) ist ein US-amerikanischer Designer für die Industrie und Filmbranche.

Seine erste Anstellung bekommt er 1952 bei der Alexander Film Corporation, wo er bei der Herstellung von Zeichentrickfilmen mitwirkt. 1953 tritt er in die Army ein und dient drei Jahre lang als Trainingssergeant in Okinawa. 1956 bewirbt er sich in Los Angeles beim Art Center und schließt sein dortiges Designstudium 1959 mit großem Erfolg ab. Im gleichen Jahr bekommt er eine Stelle im Ford Motor Company's Advanced Styling Center in Dearborn, Michigan. 1961 wechselt er zur Hansen Corporation nach Detroit, Michigan und arbeitet u. a. für U.S. Steel Books und Celcon Books.

Nach drei weiteren Jahren bei der Firma Intergraph in Detroit gründet Mead 1970 seine eigene Firma Syd Mead Inc. in Detroit. Er erhält einen 12-Jahres-Vertrag über eine Zusammenarbeit mit Philips. Zu seinen Kunden gehören außerdem Sony, Chrysler und Mechanix Illustrated. 1975 zieht er mit seiner Firma nach Capistrano Beach in Kalifornien. 1976 veröffentlicht er mit den Fantasykünstlern Martyn und Roger Dean das Buch Sentinel.

Seine erste Berührung mit Hollywood hat er 1978, als er zusammen mit John Dykstra, Douglas Trumbull und Robert Abel (RA&A) am Design des Films Star Trek: Der Film mitarbeitet. Er entwirft Segmente der mysteriösen Wolkenstruktur, die von der Enterprise durchflogen wird, sowie das Raumschiff V’ger. 1980 hat er zwei Großprojekte in Arbeit, welche nicht zuletzt wegen seiner bahnbrechenden Designarbeit Filmgeschichte schreiben sollten. Für Ridley Scotts Film Blade Runner entwirft er große Teile von Los Angeles, die flugfähigen Polizeiautos Spinner, Harrison Fords Appartement und die Voight-Kampff-Maschine, mit der die im Film gejagten Replikanten als solche erkannt werden können.

Seine vielleicht beste Arbeit ist Steven Lisbergers Meilenstein Tron, der erste Film, bei dem ein Großteil der Handlung aus rechnergenerierten Bildern besteht. Hier entwirft Mead die Lichtmotorräder Lightcycles, Sarks Transporter, die Panzer, die Recognizer und zusammen mit Moebius den kompletten Hintergrund der elektronischen Welt. Auch das Tron-Logo vom Filmplakat ist seine Arbeit.

Danach ist Mead viel für die Werbebranche (u. a. für Pepsi) tätig, bis er 1984 wieder für Hollywood aktiv wird. Für die Verfilmung des Romans 2010: Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen durch Peter Hyams entwirft er das Raumschiff Leonov einschließlich der Innenarchitektur und der Sonden. Ein Jahr später entwirft er den Roboter Nr. 5 für John Badhams Nummer 5 lebt!.

Es folgen Mitarbeiten an mehreren unvollendeten Projekten bis 1986 sein bislang letztes Großprojekt folgt. Der Weltraumtransporter Sulaco aus James Camerons Alien-Sequel Aliens – Die Rückkehr kann seine Verwandtschaft zu Sarks Transporter aus Tron nicht verleugnen. Nicht verspielte überflüssige Optik sondern schlichte Funktionalität bestimmt das Design von Syd Mead. Beim Abwurfschiff UD-4L Cheyenne fielen jedoch sowohl seine wie auch die Entwürfe seines Kollegen Ron Cobb bei Cameron durch, so dass der Regisseur hier das Design selbst übernahm. 1989 bahnt sich nach Blade Runner die zweite Zusammenarbeit mit Ridley Scott an. Das Projekt Isobar, bei dem Sylvester Stallone die Hauptrolle übernehmen sollte, und auch so namhafte Leute wie H.R. Giger und später – als Ersatz für Ridley Scott – Roland Emmerich involviert waren, scheitert an Drehbuchproblemen und am Verkauf der Columbia Studios an Sony. Sein nächster Film Starfire (1990) wird aufgrund von Regieproblemen zum Flop.

Es folgen Arbeiten fürs Fernsehen und kleinere Designbeiträge unter anderem für Timecop (1994) von Peter Hyams, Strange Days (1995) von Kathryn Bigelow und Mission to Mars (2000) von Brian De Palma. Außerdem schuf er den Look für das Computerspiel Maelstrom sowie das Design für Wing Commander Prophecy. Aktuell ist Syd Mead wieder verstärkt für die Industrie tätig und hat mehrere Bücher sowie eine 4-teilige DVD-Kollektion namens "The Techniques of Syd Mead" über seine Arbeit veröffentlicht.

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]