Sylvano Bussotti

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Sylvano Bussotti (* 1. Oktober 1931 in Florenz) ist ein italienischer Komponist und Künstler.

Leben[Bearbeiten]

Bussotti hatte ersten Violinunterricht bei Margherita Castellani und studierte am Conservatorio Luigi Cherubini Kontrapunkt bei Roberto Lupi und Klavier bei Luigi Dallapiccola. Infolge des Krieges beendete er das Studium ohne Abschluss.

In einem autodidaktischen Studium lernte er von 1949 bis 1956 Komposition und nahm dann Privatkurse bei Max Deutsch in Paris. Er lernte dort auch Pierre Boulez und Heinz-Klaus Metzger kennen, der ihn bei den Darmstädter Ferienkursen 1958 mit John Cage bekannt machte.

1965 und 1966 hielt er sich auf Einladung der Rockefeller-Stiftung in den USA auf. Er wurde in den 1960er Jahren mehrfach in Italien ausgezeichnet (so beispielsweise 1967 bei der Biennale von Venedig) und lebte 1972 auf Einladung des DAAD ein Jahr in Berlin. Von 1975 bis 1983 war er künstlerischer Leiter des Teatro La Fenice in Venedig. Ende der 1980er Jahre war er Musikdirektor der Biennale von Venedig.

Als Komponist ist Bussotti der Avantgarde zuzurechnen. Die Kompositionen, teilweise in grafischer Notation, stellen häufig große Anforderungen an die Interpreten. Seine Werke für die Bühne (bis 1976) wurden als Bussottioperaballet bekannt, er war hier nicht nur Komponist, sondern auch Regisseur und oft auch Bühnen- und Kostümbildner sowie Choreograf.

Neben seinem umfangreichen kompositorischen Werk betätigte sich Bussotti auch als Schriftsteller, Maler und Grafiker, Bildhauer, Fotograf und Filmemacher.

Bekannte Werke[Bearbeiten]

  • La Passion selon Sade (1966)
  • 5 Piano Pieces for David Tudor (1959)
  • Torso (1963)
  • Rara Requiem (1969)
  • Poesia di De Pisis (1975)
  • Lorenzaccio (1972)
  • Nottetempo (1976)
  • La Racine (1980)
  • L'Ispirazione (1988)
  • Fedra (1988)

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]