Sylvie Goulard

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Sylvie Goulard bei der Veranstaltung zum Wahlkampfstart der Europawahl vom Mouvement démocrate (MoDem), am 8. Februar 2009, Paris

Sylvie Goulard (* 6. Dezember 1964 in Marseille) ist Politologin. Sie arbeitet am Centre d'Etudes et de Recherches Internationales (CERI) und lehrt am Europa-Kolleg in Brügge. Sie ist Absolventin der Elite-Hochschulen Institut d’études politiques de Paris und École nationale d’administration (ENA), ehemalige Beraterin Romano Prodis in der Europäischen Kommission, Mitglied der französischen Partei Mouvement démocrate und seit Juni 2009 Mitglied des europäischen Parlaments in der Fraktion ALDE [1]. Von 2006 bis 2010 war Goulard Präsidentin des Mouvement Européen-France. [2]

Im EU-Parlament ist Goulard seit 2009 Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Währung sowie in der Delegation für die Beziehungen zu Japan. Als Stellvertreterin ist sie im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung.[3]

Leben[Bearbeiten]

Sylvie Goulard hat ihr Berufsleben bei der Rechtsabteilung vom französischen Außenministerium in 1989 begonnen und hat im französischen Team an den Verhandlungen des Zwei-plus-Vier-Vertrages teilgenommen. Zwischen 1993 und 1996 hat sie dann für den Conseil d’État (Frankreich) gearbeitet.

Zwischen 1996 und 1999 führte sie verschiedene Projekte bei dem Centre d'analyse et de prévention (CAP, Planungsstab vom französischen Außenministerium) und arbeitete eng mit dem deutschen Planungsstab (Auswärtiges Amt) zusammen. Von 2001 bis 2004 war sie politische Beraterin von Romano Prodi und verfolgte unter anderem die Arbeit des Europäischen Konvents (eine Verfassung für Europa).

In ihren Tätigkeiten betont Sylvie Goulard die Notwendigkeit einer größeren europäischen Integration aber gleichzeitig einer verstärkten öffentlichen Diskussion über die Herausforderungen Europas. Die Europäische Union soll in der Zukunft viel mehr die Europäer einbeziehen und diese besser vorbereiten, in dem sie besser informiert und selbst aktiv werden sollen. Zu diesem Zweck sollte die Europäische Union Austauschprogramme und Fremdsprachenunterricht besser fördern.

Ende 2006 wurde sie zu Präsidentin des Europäischen Bewegung Frankreich gewählt. Mouvement Européen-France ist ein Verein, der in Frankreich für eine größere europäische Integration wirbt. Der Verein organisiert Vorträge, Debatten und Treffen zwischen Bürgern und Prominenz aus ganz Europa (Politiker, Wissenschaftler). Im September 2010 war Goulard an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich im Europäischen Parlament für den europäischen Föderalismus einsetzt.

Schriften[Bearbeiten]

  • De la démocratie en Europe mit Mario Monti, 2012
  • Il faut cultiver notre jardin européen, Seuil, 2008
  • Le Coq et la perle, Seuil, 2007
  • L'Europe pour les nuls (Europa für Dummies), First, 2007
  • EU - Türkei. Eine Zwangsheirat? (Originaltitel: Le grand Turc et la République de Venise), Berliner Wissenschaftsverlag (BWV), Berlin 2006. ISBN 3-8305-1116-7
  •  Carlo Altomonte, Pierre Defraige, Lucas Delatre, Karl-Theodor zu Guttenberg, Sylvie Goulard, Rudolf Scharping: Le Partenariat privilégié, alternative à l'adhésion. Fondation Robert Schuman, Paris/Brüssel 2006, ISSN 1761-2233.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sylvie Goulard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag zu Sylvie Goulard in der Abgeordneten-Datenbank des Europäischen Parlaments
  2. Les Présidents du Mouvement Européen-France. Mouvement Européen–France, abgerufen am 5. April 2013.
  3. Website des Europäischen Parlaments