Symphonic Metal

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Der Begriff Symphonic Metal wird in zwei gängigen Varianten verwendet.

In der einen Variante wird Symphonic Metal als die Fusion von Metal mit Elementen klassischer Musik bezeichnet. Eine Metal-Band wird dabei von einem Orchester, einzelnen klassischen Musikinstrumenten oder einem Keyboarder unterstützt. Die Idee und auch der Hang zu konzeptioneller Musik sind aufgegriffen vom Progressive Rock. Weiterhin steht Symphonic Metal in stilistischer Nähe des Progressive Metal, wobei letzterer wesentlich stärker auf Elemente experimenteller Musik setzt.

In der zweiten Variante bezeichnet Symphonic Metal ein eigenes Subgenre des Metal.

Da seit Ende der 1990er Jahre immer mehr Bands in Erscheinung treten, die sich recht eindeutig einem gemeinsamen Symphonic-Metal-Genre zuordnen lassen, tritt die erste Interpretation des Begriffs Symphonic Metal mittlerweile immer mehr in den Hintergrund und der Begriff wird heute in erster Linie als Bezeichnung eines ganz bestimmten Metal-Genres verwendet, das vor allem von Bands wie Nightwish, Epica, Therion, Within Temptation und Delain geprägt wurde.

Stil und Genres[Bearbeiten]

Gemeinsame Eigenarten der so bezeichneten Musik sind neben den obligatorischen sinfonischen Arrangements auch oft eine komplexe musikalische Struktur, eine Dominanz melodischer und klassisch-harmonischer Elemente sowie ein deutlicher Hang zu konzeptioneller Musik. Die klassischen Einflüsse liegen oft in der Barockmusik, seltener auch in der Romantik (vor allem Richard Wagner). Einige Bands schreiben Lieder mit speziell auf ein Orchester zugeschnittenen Passagen (Rage, Nightwish, Rhapsody of Fire, Sonata Arctica, Epica oder Therion). Je nach Band werden bei der Aufnahme Samples verwendet oder ein Orchester engagiert.

Epica und Therion haben bei einem speziellen Konzert mit einem Symphonischen Orchester gepielt, mit dem zusammen sowohl die klassisch als auch metal-orientierten Stücke gespielt wurden. Beide Alben gelten heute als Meilensteine des Symphonic Metal.[1]

Epica spielte zu ihrem 10-jährigen Bestehen am 23. März 2013 ein weiteres Konzert mit einem 70 köpfigen symphonischen Orchester inklusive Chor.[2]

Neben Bezeichnungen wie „Opera Metal“ (etwa für Nightwish und Tarja Turunen[3][4] oder Haggard[4]), bei dem der Gesang oft sehr stark an klassischen Gesang anlehnt, oder „Symphonic Power Metal“ gibt es noch zahlreiche andere Bezeichnungen, die auch oft von Bands und Labels neu konstruiert und erfunden werden. So bezeichnet etwa die Band Rhapsody of Fire ihren Stil als „Epic Hollywood Metal“.[5][6] Unter der Bezeichnung „Symphonic Metal“ kann man also deutlich verschiedene klingende Musik- bzw. Stilrichtungen verstehen.

Der Begriff soll auch neben Hard Rock und Heavy Metal als Bezeichnung der Musik von Rainbow gedient haben.[7]

Maßgeblich für den entstehenden Symphonic Metal waren Nightwishs zweites Album Oceanborn, das von der Presse als melodischer Power Metal mit weiblichem Operngesang eingeordnet wurde[8], und Therions fünftes Album Theli,[8] das neben den Einflüssen der Band auf ihren vorigen Alben, speziell Celtic Frosts Into the Pandemonium und Uli Jon Roths Beyond the Astral Skies, auch von Pink Floyds Atom Heart Mother und Klaatus Hope inspiriert war.[9] Ab Vovin wurde Therions Musik von klassischen und Opernkomponisten wie Richard Wagner und Richard Strauss, Heavy-Metal-Bands der 1980er-Jahre wie Accept und Iron Maiden, Hard-Rock-Bands der 1970er-Jahre wie Uriah Heep und zahlreichen heute unbekannten Progressive-Rock-Bands der 1970er-Jahre inspiriert.[9]

Häufig werden von kommerziell orientierten Medien (z. B. Orkus, Sonic Seducer etc.) Bands wie Nightwish, Within Temptation oder Xandria aus vermarktungsstrategischen Gründen dem Gothic Metal zugerechnet, obwohl diese Bands vollständig auf die typischen Gothic-Rock-Elemente sowie den Einsatz männlicher Growls verzichten; eine Ausnahme bilden die Frühwerke der Band Within Temptation, die sich vom Gothic Metal hin zum Symphonic Metal entwickelte.

Auch in den extremen Metal-Stilen verwenden einige Bands Symphonic-Metal-Elemente. Das Debütalbum In the Nightside Eclipse der norwegischen Band Emperor, das 1994 erschien und somit älter ist als die Debütalben von Nightwish und Within Temptation, wurde vom Gitarristen Samoth als „Symphonic and Monumental Black Metal Art“ bezeichnet.[10] Stärkere Verwendung finden orchestrale Elemente jedoch eher bei Bands wie Dimmu Borgir und Cradle of Filth, die selbst nicht dem Black Metal zuzuordnen sind. Mit unterschiedlichen Death-Metal-Spielarten werden klassische Elemente bei Bands wie Septic Flesh, Fleshgod Apocalypse, Ex Deo, sowie manchen Werken von Hypocrisy vermischt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Live Metal.Net Reviews - Epica, The Classical Conspiracy
  2. Retrospect - 10th anniversary, 13. September 2012, abgerufen am 3. November 2012
  3. Ricarda Schwoebel: VARIOUS ARTISTS - Opera Metal Vol. 2
  4. a b William O’Donnell: Opera Metal for the Masses. In: The Manitoban, Band 96, Nr. 10, 15. Oktober 2008
  5. Band
  6. Iras Algor: interview de Rhapsody of Fire
  7. Michael Broyles: Beethoven in America. Bloomington, Indiana: Indiana University Press 2011, S. 309
  8. a b Mape Ollila: Once Upon a Nightwish: The Official Biography 1996-2006. Brooklyn, New York: Bazillion Points 2007, S. 86
  9. a b Biography
  10. Symphonic and Monumental Black Metal Art!. In: Rites of Eleusis, Nr. 2, 1995, S. 46