Synaspismos

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Συνασπισμός της Αριστεράς των κινημάτων και της Οικολογίας
Synaspismós tis aristerás ton kinimáton ke tis ikologías
Logo der Synaspismos
Alexis Tsipras Komotini cropped.jpg
Partei­vorsitzender Alexis Tsipras
Gründung 1992
Parlamentsmandate SYRIZA: 71 von 300 (griechisches Parlament,
Juni 2012)
Europapartei EL
EP-Fraktion GUE-NGL
Website www.syn.gr

Die Koalition der Linken, der Bewegungen und der Ökologie (griechisch Συνασπισμός της Αριστεράς των κινημάτων και της Οικολογίας, Synaspismós tis aristerás ton kinimáton ke tis ikologías, kurz ΣΥΝ oder SYN, alternativ auch Synaspismos) ist eine griechische politische Partei.

Synaspismos setzt sich unter anderem für Ökologie, Feminismus und Pazifismus ein und ist auf nationaler Ebene die viertgrößte Partei Griechenlands.[1] Die Konstituierung fand 1992 statt, ihren Ursprung hat die Partei jedoch in einem 1989 gegründeten Wahlbündnis der griechischen Linken. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion kam es zu innerparteilichen Auseinandersetzungen, die letztlich zur Abspaltung der marxistisch-leninistischen Kommunistischen Partei Griechenlands führte, während die Reformkräfte im Synaspismos verblieben.

1993 scheiterte Synaspismos bei den Wahlen knapp. Mit einem Ergebnis von 5,12 % gelang 1996 der Einzug in das Griechische Parlament, wo er seitdem ununterbrochen vertreten ist.

Vorsitzender von Synaspismos ist seit März 2007 der Ingenieur Alexis Tsipras, der bis dahin der Jugendorganisation vorstand. Er löste Alekos Alavanos ab, der ihn als Kandidaten für den Vorsitz nominiert hatte.

Bei den Parlamentswahlen 2004 bildete Synaspismos gemeinsam mit weiteren linken Parteien und Gruppen die Koalition der Radikalen Linken (griechisch Συνασπισμός της Ριζοσπαστικής Αριστεράς, Synaspismós Rizospastikī́s Aristerás, SYRIZA), welche 3,26 % der Wählerstimmen und sechs Mandate errang.

Bei den Europawahlen am 13. Juni 2004 erreichte Synaspimos 4,16 % und entsandte einen Abgeordneten ins Europäische Parlament.

Bei den Parlamentswahlen 2007 erreichte SYRIZA ein Wahlergebnis von 5,04 % der Stimmen und erlangte 14 Sitze in der Vouli, bei der Wahl 2009 mit 4,6 % 13 Sitze.

Im Juni 2010 spaltete sich die DIMAR (Demokratische Linke) von Synaspismos ab und zog bei Wahlen 2012 auch gleich ins Parlament ein. Seit Juni 2012 unterstützen diese die Regierung von Andonis Samaras, ohne jedoch einen Minister zu stellen.

Bei der Parlamentswahl vom 6. Mai 2012 wurde Syriza mit 16,8 % der Wählerstimmen zur zweitstärksten Partei, hinter der Nea Dimokratia und vor der PASOK. Sie hielt 52 Mandate im griechischen Parlament.

Nach dem Wahlerfolg bei der Wahl im Mai 2012 sahen Meinungsumfragen Syriza Kopf an Kopf mit der Nea Dimokratia an der Spitze der Wählergunst bei den Neuwahlen am 17. Juni 2012. Da das griechische Wahlrecht der stärksten Partei einen Bonus von 50 zusätzlichen Parlamentssitzen gewährt, dies aber nur für selbständige Parteien, nicht für Wahlbündnisse gilt,[2] reichte Syriza bei dem für die Zulassung der Parteien zur Wahl zuständigen Obersten Gerichtshof eine Gründungserklärung ein, mit der sie sich als Partei mit dem Namen SYRIZA - Vereinte Soziale Front (ΣΥΡΙΖΑ Ενωτικό Κοινωνικό Μέτωπο) neu gründete.[3]

Synaspismos ist Gründungsmitglied der Europäischen Linken und Mitglied der EU-Parlamentsfraktion Vereinte Europäische Linke/Nordische Grüne Linke.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  1. Marioulas, Julian: Die griechische Linke, in: Birgit Daiber, Cornelia Hildebrandt, Anna Striethorst (Hg.): Von Revolution bis Koalition. Linke Parteien in Europa, Dietz-Verlag Berlin 2010, abrufbar unter: http://rosalux-europa.info/userfiles/file/ownpublication/Texte_52.pdf.
  2. Artikel 2a des Wahlgesetzes von 2008 (griechisch) bestimmt, dass ein Wahlbündnis den Bonus von 50 Sitzen nur dann erhält, wenn sein durch die Zahl der zugehörigen Parteien geteilter Stimmanteil höher ist als der der stärksten selbstständigen Partei.
  3. Ta Nea vom 22.Mai 2012