Synchronfederung

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Die Synchronfederung ist eine besondere Art der Vorderachsfederung, mit der Pkw-Modelle von Opel in den 1930er Jahren ausgestattet waren. Die Lizenz der auch als „Dubonnet-Federknie“ bezeichneten und patentierten Konstruktion hatte ursprünglich die Muttergesellschaft General Motors und gab sie an Opel weiter.

Die Opel-Beschreibung sagte hierzu: „Die Opel-Synchron-Federung verwendet erstmalig eine weiche Vorderradfederung, und zwar öldruckgedämpfte Spiralfedern in horizontaler Lage, die mit den ebenfalls weichen, lang ausladenden Blattfedern der Hinterachse gleiche Schwingungen haben, d. h. ‚synchronisiert‘ sind – daher die Bezeichnung Synchron-Federung…“

Die Federung bestand also technisch konventionell aus einer schraubengefederten vorderen Einzelradaufhängung und einer blattgefederten Hinterachse, die allerdings als Novum statt Reibungsdämpfern hydraulische Stoßdämpfer und einen Querstabilisator (Torsionsstab) hatte.

An der Vorderachse waren an beiden Seiten in ölgefüllten, horizontal schwenkbaren Preßstahlgehäusen Schraubenfedern mit Stoßdämpfern untergebracht. Das an einem einzelnen Traghebel (Kurbelarm) aufgehängte Vorderrad wirkte über einen knieförmigen Hebel (daher auch der Name Knie-Federung) auf die Feder-/Dämpfereinheit. Vorteil der (für die damalige Zeit) aufwendigen Konstruktion (System Dubonnet) war die geringe ungefederte Masse, da das von der Lenkung bewegte Federgehäuse am starren Querträger befestigt und somit gefedert war.

Der Opel-Text hierzu weiter: „Die Federung spricht ungemein weich an; selbst große Unebenheiten werden klaglos weggesteckt – die Insassen werden nicht durcheinandergerüttelt und an die Decke oder nach vorne geworfen…“

Nachteilig war jedoch die durch die hohe Massenträgheit verursachte Flatterneigung der Lenkung und die starke Seitenneigung des Fahrzeugs bei Kurvenfahrten.

Von 1934 bis 1940 waren alle Opel-Pkw außer P4 und Kapitän mit der Synchron-Federung versehen: Der Opel 1,3 Liter und Opel 6, Olympia, Kadett (außer der „Normal-Limousine"), Super 6 und der Admiral. Die recht aufwändige Konstruktion wurde im ab 1947 wieder produzierten Opel Olympia nicht weiter verwendet. Auch spätere Opel-Modelle bekamen eine andere Vorderachsausführung.

Quelle[Bearbeiten]

  • Schneider, Hans-Jürgen: 125 Jahre Opel – Autos und Technik, Verlag Schneider + Repschläger 1987