Syndicat des transports d’Île-de-France

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Ein t+-Ticket mit dem STIF-Logo
Ein Bus von Irisbus, Baureihe Citelis 12, mit Lackierung in den Farben von STIF/RATP.

Das Syndicat des transports d’Île-de-France, kurz STIF, ist der für den ÖPNV im Großraum Paris (Île-de-France) zuständige Aufgabenträger. Er organisiert den Nahverkehr in und rund um die französische Hauptstadt und schließt langfristige Verkehrsverträge mit verschiedenen Betreibern, wie der RATP, der SNCF und den im Optile-Verband organisierten privaten Betreibern.

Die Gesellschaft wurde im Jahr 2000 gegründet. Die STIF wird getragen vom conseil régional der Region Île-de-France und den acht Conseils Généraux der acht Departements dieser Region: Essonne, Hauts-de-Seine, Paris, Seine-Saint-Denis, Seine-et-Marne, Val-de-Marne, Val-d'Oise et Yvelines.

Aufsichtsrat[Bearbeiten]

Dem Aufsichtsrat gehörten im Jahr 2013 29 Mitglieder an: 15 werden von der Region abgeordnet, 5 von der Stadt Paris. Alle anderen Departements stellen je einen Vertreter. Dazu kommen noch je ein Vertreter der Industrie- und Handelskammer Paris-Ile-de-France und der Vereinigung für interkommunale Zusammenarbeit der Region.

Das Budget[Bearbeiten]

Jährlich setzt das STIF mehrere Milliarden Euro ein um den Öffentlichen Personennahverkehr der Île-de-france zu verbessern. 2013 standen fast 9 Milliarden Euro zur Verfügung.

Die Gelder kommen von:

  • Öffentliche Hand (1,74 Mrd. = 19,4 %; darunter 1,20 Mrd von den Mitgliedern des STIF) sowie öffentliche Zuschüsse für gesetzlich vorgeschriebene verbilligte Fahrkarten (Schulbuseinsatz; Behindertenbeförderung etc.)
  • Versements Transport (3,43 Mrd = 38,1 %): Eine Verkehrsabgabe, die von allen privaten und öffentlichen Betrieben mit mehr als 10 Beschäftigten zu entrichten ist.
  • Fahrgäste (2,73 Mrd = 30,4 %): über den Fahrkartenverkauf
  • Arbeitgeber (0,85 Mrd = 9,4 %) Fahrkostenerstattung der Mitarbeiter
  • Sonstiges (0,24 Mrd = 2,7 %)

Die eingesetzten Gelder gehen an:

  • RATP für Metro, RER, Straßenbahnen; Busse: 53 %
  • SNCF für RER, Züge, Straßenbahnen: 32 %
  • Optile, den Verband für berufliche Personenbeförderung in der Ile-de-France: für Busse und Schulbusbeförderung 11%
  • Sonstige: 4 %[1]

STIF übernimmt Fahrzeuge der RATP[Bearbeiten]

Die Rolle des STIF wurde durch ein Gesetz vom Dezember 2009 (sogenanntes ORTF-Gesetz: La loi relative à l'organisation et à la régulation des transports ferroviaires) mit der Übernahme der Fahrzeuge der RATP (Metros, RER-Züge, Straßenbahnen und Busse) gestärkt. Des Weiteren trägt der STIF bei Erneuerungen des Rollmaterials 50 % der Kosten. Neuanschaffungen, die durch Streckenverlängerungen notwendig werden, werden vollständig vom STIF getragen.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rapport annuel 2013 = Jahresbericht 2013 des STIF (pdf, frz.) S.4-5 abgerufen am 30. August 2014
  2. Schema directeur - Metro Pneu S.7;(Frz.)