Synergistischer Streit

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Der Synergistische Streit (altgriech. synergetikos „mitwirkend“) 1556-1560/61 wurde zur Zeit der kirchenpolitischen Reformation in Deutschland zwischen den Gnesiolutheranern und den Philippisten geführt. In Übereinstimmung mit Philipp Melanchthon vertrat Johann Pfeffinger die Auffassung, dass der menschliche Wille bei der Bekehrung mitwirke. Die Gnesiolutheraner beharrten darauf, dass der natürliche Mensch hinsichtlich seines Heiles nichts vermöge, sondern ganz auf die Gnade Gottes angewiesen sei.

Als synergistische Theologie wird generell die Auffassung bezeichnet, Gott und Mensch wirkten bei dem Heil des Menschen zusammen und es sei nicht nur Ergebnis der Gnade Gottes (siehe Werkgerechtigkeit).