Syngenta

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Syngenta AG
Syngenta Logo.svg
Unternehmensform Aktiengesellschaft
ISIN CH0011037469
Gründung 13. November 2000
Unternehmenssitz Basel, Schweiz
Unternehmensleitung

Michael Mack
(CEO)
John Ramsay
(CFO)
Martin Taylor
(VR-Präsident)

Mitarbeiter

über 24'000 (2008)

Umsatz

11,624 Mrd. USD (2008)

Branche Agrargeschäft
Website

www.syngenta.com

Syngenta ist einer der grössten Konzerne im weltweiten Agrargeschäft und weltweit der erste welcher sich ausschliesslich auf diesen Wirtschaftssektor konzentriert. Das Unternehmen ist in der Sparte Pflanzenschutz (Syngenta Crop Protection) Marktführer und in der Sparte „kommerzielles Saatgut“ (Syngenta Seeds) auf Platz drei. Der grösste Konkurrent ist Monsanto. Der Umsatz 2008 betrug 11,6 Milliarden US-Dollar. Syngenta beschäftigt derzeit über 24'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 90 Ländern.

Syngenta ist ebenso in der Biotechnologie tätig.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Das Unternehmen entstand am 13. November 2000 aus einer Fusion der Agrarsparten von Novartis und AstraZeneca. Seither erfolgten zahlreiche Unternehmensübernahmen sowie Kooperationen im Bereich dieser Tätigkeitssparten.

Ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte war 2001 die vollständige DNA-Sequenzierung des Reis-Genoms durch das Genom-Forschungszentrum von Syngenta (in Zusammenarbeit mit Myriad Genetics Inc.). Das Unternehmen gehörte auch dem Forschungskonsortium Goldener Reis an und hält einige Patente dieser Neuzüchtung, erklärte jedoch den Verzicht auf entsprechende Lizenzzahlungen, sodass Landwirte nach dem Einkreuzen lokaler Reissorten das eigene Saatgut kostenfrei selbst vermehren können. [1]. 2003 gab Syngenta die Markteinführung der weltweit ersten Hybridgerstensorte in Grossbritannien mit Namen Colossus bekannt.

Syngenta hat seinen Hauptsitz in Basel (CH) und verfügt heute über drei wichtige Forschungsstandorte in Stein (CH), Bracknell (UK) und North Carolina (USA).

[Bearbeiten] Produkte und Auswirkungen

Das Herbizid Atrazin wurde in der EU 2004 verboten, weil seine Rückstände häufig im Grundwasser nachweisbar waren.[1]. In den USA werden jährlich noch etwa 34.500 Tonnen Atrazin eingesetzt.[2] Es ist vermutlich das weltweit meistverwendete Herbizid und möglicherweise für eine Reihe biologischer Veränderungen verantwortlich, darunter die Geschlechtsänderung von Fröschen.[3]

[Bearbeiten] Kritik

Quellenangaben Dieser Abschnitt ist ist nicht hinreichend mit Belegen (bspw. Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst gelöscht. Hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Manche Aussagen ohne Belege und mit Wieselwörtern --Sebculture 10:40, 7. Aug. 2009 (CEST)

Kritiker werfen dem Unternehmen sein Engagement auf dem Gebiet der Gentechnik vor. Zudem wird Syngenta vorgeworfen, durch den Verkauf des Herbizids Paraquat Vergiftungs- und Todesfälle von Landarbeitern in Kauf zu nehmen[4]. Dieses Produkt soll beispielsweise in Entwicklungsländern auf Palmöl-Plantagen, entgegen den Anwendungsvorschriften des Herstellers, ohne die notwendige Schutzkleidung eingesetzt werden. Im Rahmen von Protestaktionen gegen das Unternehmen kam es zu Erstürmungen von Syngenta-Anlagen durch die Bauernbewegung Via Campesina, im Oktober 2006 im Süden Brasiliens und im Dezember 2007 im Nordosten in der Nähe von Cajazeiras; dabei wurden Teile der Firmeneinrichtung zerstört, zwei Menschenleben waren zu beklagen[5]. Um den Konflikt zu beenden übergab Syngenta im Oktober 2008 die Forschungsfarm an die brasilianische Regionalverwaltung. Diese hat mitgeteilt künftig Saatgut von Regionalsorten auf dieser Farm zu produzieren.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Frank Ackerman: The Economics of Atrazine. Int J Occup Environ Health (2007), 13, S. 441-449
  2. Walsh, Edward. EPA Stops Short of Banning Herbicide , Washington Post, 1.02, Seiten A14. Abgerufen am 18.11. 
  3. Helen Briggs: Pesticide 'causes frogs to change sex'. BBC News, 15.04.2002, Zugriff am 18.11.2008
  4. Swissinfo : EU court bans Syngenta's paraquat weedkiller "Campaigners say many workers and farmers exposed on a regular basis to paraquat suffer serious health problems, adding that its high toxicity can lead to death."
  5. Reuters : Two killed in Brazil landless peasants protest

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge