Synthes

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Synthes, Inc.
Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN US87162M4096
Gründung 1954 [1]
Auflösung 2012
Sitz West Chester (Pennsylvania), Vereinigte Staaten
Leitung Michel Orsinger
(CEO)
Hansjörg Wyss
(VR-Präsident)
Mitarbeiter 10.705 (2009)
Umsatz 3,394 Mrd. US-Dollar (2009)
Branche Medizinaltechnik
Website [3]

Die Synthes, Inc. war ein schweizerisch-US-amerikanisches Medizintechnikunternehmen. Das Unternehmen entwickelte, produzierte und vermarktete Instrumente, Implantate und Biomaterialien für die chirurgische Behandlung von Knochenfrakturen und für Korrekturen und Rekonstruktionen des menschlichen Skeletts und seiner Weichteile.

Im Juni 2012 wurde Synthes durch den amerikanischen Konzern Johnson & Johnson übernommen.

Synthes beschäftigte weltweit rund 10'000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 3,394 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen war seit 1996 an der SIX Swiss Exchange kotiert. Hauptaktionär war mit einem Anteil von 40 Prozent der Verwaltungsratspräsident und langjährige CEO, Hansjörg Wyss.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen hat seine Wurzeln in dem 1954 von Reinhard Straumann in Waldenburg gegründeten Institut Straumann, aus dem die Straumann-Gruppe hervorging. Das Institut Straumann spezialisierte sich auf die Entwicklung von neuen Metalllegierungen, das Testen von Materialeigenschaften und die Erforschung von praktischen Anwendungen. 1974 wurde das Nordamerika-Geschäft von Straumann unter dem Namen Synthes USA verselbständigt und ab 1977 von Hansjörg Wyss geleitet.[3]

1990 wurde die Division Osteosynthese durch ein Management-Buy-out von der damaligen Institut Straumann AG unter dem Namen Stratec und mit Sitz in Oberdorf abgespalten. 1996 folgte der Börsengang von Stratec. 1999 wurde Stratec mit der ebenfalls aus dem Institut Straumann hervorgegangenen Synthes USA zur Synthes-Stratec, Inc fusioniert. 2003 folgte die Übernahme der auf die Entwicklung von künstlichen Bandscheiben spezialisierten Spine Solutions. 2004 übernahm Synthes-Stratec die Osteosynthese-Sparte der 1946 gegründeten Mathys Medizinaltechnik AG und wurde zu Synthes, Inc. .[1]

2011/2012 wurde Synthes an den amerikanischen Pharmazie- und Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson für 19,7 Milliarden US-Dollar verkauft und wird seither unter dem Namen DePuy Synthes geführt.[4][5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Portrait von Synthes. Archiviert vom Original am 24. November 2006, abgerufen am 2. Februar 2013 (pdf).
  2. Synthes, Corporate Governance. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original, abgerufen am 12. Juli 2009. (Seite nicht mehr abrufbar; Suche im Webarchiv)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.synthes.com
  3. Unbekannter Milliardär. Hrsg.: NZZ am Sonntag, 7. Mai 2006, abgerufen am 2. Februar 2013.
  4. Johnson & Johnson Announces Completion of Synthes Acquisition. 14. Juni 2012, abgerufen am 2. Februar 2013 (englisch).
  5. Synthes bleibt der Schweiz treu. Hrsg.: Neue Zürcher Zeitung, 13. Juni 2012, abgerufen am 2. Februar 2013.