Syrau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

50.54305555555612.076111111111461Koordinaten: 50° 32′ 35″ N, 12° 4′ 34″ O

Syrau
Höhe: 461 m
Fläche: 15,66 km²
Einwohner: 1548 (31. Dez. 2010)
Eingemeindung: 1. Januar 2011
Postleitzahl: 08548
Vorwahl: 037431
Karte

Lage von Syrau im Vogtlandkreis

Syrau ist ein Ortsteil von Rosenbach/Vogtl. im sächsischen Vogtlandkreis.

Geographie[Bearbeiten]

Naturschutzgebiet bei Syrau

Angrenzende Gemeinden sind die Stadt Plauen im Vogtlandkreis sowie die zum thüringischen Landkreis Greiz gehörenden Städte Greiz (Ortsteil Schönbach) und Zeulenroda-Triebes (Ortsteil Bernsgrün).

Geschichte[Bearbeiten]

Syrau wurde erstmals 1282 als Syraw erwähnt, was Ort im Weideland bedeutet.[1] Eine weitere Möglichkeit der Herleitung des Namens ist die vom Bachnamen Siroune, der 1122 in der ältesten Urkunde des Vogtlandes erschien. In Schönbacher Chroniken ist das Erbauungsjahr einer Kapelle Syrau 1370 genannt. (Die Kapelle Syrau gehörte im 14. Jahrhundert zur Parochie Elsterberg, danach zur Abtei Schönbach)

Zu DDR-Zeiten richtete das "Bahnpostamt 29 - Halle" in Syrau das Kinder-Ferienlager "Gerhard Schmidt" ein.

Am 1. Januar 1994 schloss sich die bis dahin eigenständige Gemeinde Fröbersgrün freiwillig der Gemeinde Syrau an.

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1971: 1526
  • 1998: 1872
  • 1999: 1823
  • 2000: 1792
  • 2001: 1767
  • 2002: 1735
  • 2004: 1731
  • 2006: 1658
  • 2007: 1623
  • 2008: 1606

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Drachenhöhle Syrau im April 2002
Windmühle

Bedeutendste Sehenswürdigkeit des Ortes ist die einzige natürlich entstandene Tropfsteinhöhle Sachsens, die Drachenhöhle Syrau. Besichtigt werden kann auch die Holländerwindmühle Syrau, eine dreistöckige, 1887 errichtete und bis 1929 betriebene Turmholländerwindmühle mit weitgehend vollständiger Einrichtung, die einzige noch existierende von ehemals 31 im Vogtland, heute ein technisches Museum. Sie steht nordöstlich des Ortes, 400 m von der Fröbersgrüner Straße entfernt in einer kleinen Siedlung. Die Kirche mit achteckigem Turm und intarsiengeschmückter Kanzel stammt von 1689.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Maria Patzschke, Sabine Wiechmann: Familienbuch für Syrau im Vogtland mit Frotschau 1624–1799. Deutsche Zentralstelle für Genealogie, Leipzig 1995. (= Schriften der Deutschen Zentralstelle für Genealogie in Leipzig 9)
  • Rüdiger Paulus: Von der Syrauer Drachenhöhle zu den Haller Siedern. Eine Biographie. Schwäbisch Hall 2007.
  • Richard Steche: Syrau. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 11. Heft: Amtshauptmannschaft Plauen. C. C. Meinhold, Dresden 1888, S. 81.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Syrau liegt an der Bahnstrecke Leipzig–Hof.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Syrau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Infos zum Ort - www.syrau.de