Systemtheorie 2. Ordnung

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Als Systemtheorie 2. Ordnung werden Systemtheorien bezeichnet, die in folgendem Sinne selbstbezüglich sind: Mit der jeweiligen Systemtheorie wird der Systemtheoretiker, der die Theorie macht, beschrieben. Der Kernbegriff ist deshalb die Beobachtung des Beobachters. Alle Aussagen, die in der Systemtheorie 2. Ordnung gemacht werden, sind Aussagen über den Beobachter als System.

Erfinder dieser 2. Ordnung ist Heinz von Foerster, er sprach von Kybernetik 2. Ordnung (second order cybernetics oder von cybernetics of cybernetics). Die Systemtheorie 2. Ordnung ist eine epistemologische Interpretation der Systemtheorie, in welcher untersucht wird, was der Systemtheoretiker als System theoretisch wissen kann. Die Systemtheorie 2. Ordnung ist eng verwandt mit dem radikalen Konstruktivismus und mit der Autopoiesis. In den frühen Schriften spielt die Selbstorganisation eine größere Rolle, in den späteren Schriften ist viel von Ethik die Rede.

In der Systemtheorie 1. Ordnung wird der Inhalt einer Black Box untersucht. In der Systemtheorie 2. Ordnung ist der Beobachter die Blackbox, die untersucht wird.

Umfeld (Grundlagen und Adaptionen)[Bearbeiten]

Niklas Luhmann bezieht sich vage auf Heinz von Foersters und auf George Spencer-Browns Logiken.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]