Szene (Theater)

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Die Szene bzw. der Auftritt ist ein probetechnisch bedingter Abschnitt eines Theaterstücks. – Von der Einteilung in Szenen unterscheidet sich die Einteilung in Akte bzw. Aufzüge, die sich aus der Handlungslogik ergibt, und die Einteilung in Bilder, die sich aus den Dekorationswechseln erklärt. Bei moderneren Stücken seit dem 20. Jahrhundert vermischen sich manchmal diese drei Kriterien der Unterteilung. – Szene wird auch als Synonym für Bühne gebraucht, z. B. in „Verwandlung auf offener Szene“. Die Skene im antiken Theater war das Bühnenhaus hinter der Bühne.

Um ein Theaterstück sinnvoll proben zu können, wird es traditionell in Einheiten unterteilt, während denen sich die Anzahl der Darsteller auf der Bühne nicht ändert. Wenn jemand auftritt oder abgeht, beginnt eine neue Szene. Diese Szenen werden pro Akt, manchmal auch pro Bild nummeriert (z. B.: 1. Akt, 2. Bild, 3. Szene). Oft ist diese Einteilung bereits im Text vermerkt. So können die Szenen nach den jeweils verfügbaren Darstellern in den Probenplan eingesetzt werden.

Gelegentlich werden auch die Begriffe Bild und Szene gleichgesetzt. In den Stücken von William Shakespeare geschehen häufige Ortswechsel, die auf den Bühnen seiner Zeit nicht durch eine bühnentechnisch aufwändige Verwandlung markiert wurden, sondern bloß mit einer Verlagerung der Darsteller an einen anderen Ort der Bühne (siehe Globe Theatre, Apron Stage). Nach modernem Verständnis meint Shakespeare mit scene daher nicht einen Auftritt, sondern ein Bühnenbild. Durch den häufigen Wechsel der scenes wurden seine Stücke, als sich die Guckkastenbühne durchgesetzt hatte (wo eine Ortsverlagerung der Schauspieler nicht genügte, um einen Schauplatzwechsel deutlich zu machen) oft für unspielbar gehalten.

In der Oper unterscheidet der Begriff Szene oft die offenen, dramatischen Formen des Rezitativs von den geschlossenen, lyrischen der Arie, des Ensembles oder des Chors („Szene und Arie“).

Szenenentwicklung[Bearbeiten]

Die Herausarbeitung des zugrunde liegenden szenischen Konflikts sowie des daraus sich ergebenden Höhepunktes ist Aufgabe des Regisseurs oder Spielleiters, der auch die Einfälle der Spieler mit einbezieht. Der Höhepunkt stellt immer zugleich auch den Wendepunkt dar, der das Ende des szenischen Konflikts einleitet. Das Ende muss nicht die Auflösung des Konflikts beinhalten. Der Konflikt kann sich durch alle Szenen des Theaterstücks ziehen und erst am Ende seine Auflösung finden.

Bei der Szenenentwicklung spielen neben der Herausarbeitung des Konflikts vor allem die W-Fragen eine wichtige Rolle. "Wer?" (Art der Charaktere, persönliche Eigenarten der Figuren), "Was?" (Um was geht es? z. B. ein Heiratsantrag), "Wo?" (In einem Park, in einer Wohnung, am Strand usw.), "Wann?" (Gegenwart oder in einer vergangenen Epoche, Jahreszeit, in den frühen Morgenstunden, tagsüber oder abends...), "Warum?" (Bezieht sich auf die Motivation der in der Szene handelnden Personen), "Wozu?" (Bezieht sich auf die Absichten der in der Szene handelnden Personen) und "Wie?" (Wie versuchen die handelnden Personen ihre Absichten durchzusetzen?). Gerade die Herausarbeitung der unterschiedlichen Motivationen und Absichten der Figuren lässt den zugrunde liegenden szenischen Konflikt deutlich werden.

Die hier beschriebenen Kriterien zur Szenenentwicklung gelten auch für die Entwicklung von Theaterszenen zu einem bestimmten Thema (Drogen, Gewalt, Liebe usw.), die mittels Improvisation und nicht auf Grundlage eines festgelegten Theatertextes erarbeitet werden.