Târgu Lăpuș

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Târgu Lăpuș
Ungarisch-Laposch
Magyarlápos
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Târgu Lăpuș (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Maramureș
Koordinaten: 47° 27′ N, 23° 52′ O47.45305555555623.862777777778334Koordinaten: 47° 27′ 11″ N, 23° 51′ 46″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 334 m
Fläche: 247,35 km²
Einwohner: 11.744 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km²
Postleitzahl: 435600
Telefonvorwahl: (+40) 02 62
Kfz-Kennzeichen: MM
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Stadt
Gliederung: 13 Gemarkungen/Katastralgemeinden: Boiereni, Borcut, Cufoaia, Dămăcușeni, Dobricu Lăpușului, Dumbrava, Fântânele, Groape, Inău, Răzoare, Rogoz, Rohia, Stoiceni
Bürgermeister: Mitru Leșe (PD-L)
Postanschrift: Str. Țibeșului, nr. 2
loc. Târgu Lăpuș, jud. Maramureș, RO–435600
Website:

Târgu Lăpuș [ˈtɨrgu ləpuʃ] (bis 1920 Lăpușu Unguresc; deutsch Ungarisch-Laposch,[2] ungarisch Magyarlápos) ist eine Stadt im Kreis Maramureș in Rumänien.

Der Ort ist auch unter der deutschen Bezeichnung Eberfeld bekannt.[3]

Lage[Bearbeiten]

Târgu Lăpuș liegt im Norden Siebenbürgens am Fluss Lăpuș. Die Kreishauptstadt Baia Mare befindet sich etwa 30 km nordwestlich.

Geschichte[Bearbeiten]

1291 wurde der Ort – der damals zum Königreich Ungarn gehörte – unter der Bezeichnung Lapus erstmals erwähnt. Er entwickelte sich zum ökonomischen Zentrum des Laposcher Landes (Țara Lăpușului). Târgu Lăpuș wurde vorwiegend von Ungarn geprägt, während in den heute teilweise eingemeindeten Dörfern der Umgebung (Ausnahme: Dămăcuseni/Domokos) nahezu ausschließlich Rumänen lebten. Siebenbürger Sachsen spielten hier im Gegensatz zu vielen anderen Regionen Siebenbürgens kaum eine Rolle. 1968 wurde Târgu Lăpuș zur Stadt erklärt.[4] Heute sind Land- und Forstwirtschaft sowie die Holzverarbeitung die wichtigsten Wirtschaftszweige.

Bevölkerung[Bearbeiten]

1850 lebten auf dem Gebiet der heutigen Stadt 7.884 Menschen, davon 1.529 in Târgu Lăpuș und 6.355 in den heute eingemeindeten Orten. 5.745 hiervon bezeichneten sich als Rumänen, 1.700 als Ungarn, 262 als Juden und 105 als Roma. In der Folge stieg der Anteil der Rumänen an, wohingegen derjenige der Ungarn sank. Bei der Volkszählung 2002 wurden 13.355 Einwohner registriert, davon 5.844 in Târgu Lăpuș und 7.511 in den eingemeindeten Dörfern. 11.548 waren Rumänen, 1.659 Ungarn und 140 Roma.[5]

Die Bemühungen, die schulische Ausgrenzung der Roma-Kinder in Târgu Lăpuș zu überwinden, behandelt der 2011 fertiggestellte Dokumentarfilm "Our School" von Mona Nicoară und Miruna Coca-Cozma.[6]

Verkehr[Bearbeiten]

Târgu Lăpuș hat keinen Eisenbahnanschluss. Es bestehen regelmäßige Busverbindungen nach Baia Mare.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Holzkirche Sf. Arhangheli im Ortsteil Rogoz (1663 in Suciu de Sus errichtet), wurde 1883 hier aufgestellt; ist UNESCO-Welterbestätte.[7]
  • Kloster Sfânta Ana im Ortsteil Rohia (1926)
  • Römisch-katholische Kirche (1752)
  • Talschlucht Cheile Lăpușului

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Târgu Lăpuș – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft-Verlag, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.
  3. Carl Göllner (Red.): Geschichte der Deutschen auf dem Gebiete Rumäniens. Kriterion Verlag, Bukarest 1979, S. 449.
  4. Website der Stadt, abgerufen am 30. Dezember 2008
  5. Volkszählung 2002, abgerufen am 30. Dezember 2008 (PDF-Datei; 650 kB)
  6. IndieWIRE; 12. April 2011: “Our School” Directors Mona Nicoara and Miruna Coca-Cozma
  7. Angaben zur Holzkirche in Rogoz bei unesco.org abgerufen am 21. Februar 2014 (englisch)