Tündern

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52.0647222222229.376388888888970Koordinaten: 52° 3′ 53″ N, 9° 22′ 35″ O

Tündern
Stadt Hameln
Höhe: 70 m
Einwohner: 2985 (31. Dez. 2009)
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 31789
Vorwahl: 05151
Blick auf Tündern und das Kernkraftwerk Grohnde, links der Bückeberg mit dem Gelände des Reichserntedankfest
Tündern an der Weser

Tündern ist ein südlich des Zentrums gelegener Ortsteil der Stadt Hameln im Landkreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen. Der Ort liegt in einem Bogen der westlich vorbeifließenden Weser und ist über die Landesstraße 424 mit dem Stadtkern verbunden.

Geschichte[Bearbeiten]

Erste urkundliche Erwähnung findet Tündern im Jahr 1004 in einem Dokument des Klosters Kemnade. Im Mittelalter befand sich beim Ort auf dem sogenannten Tündernanger die Hochgerichtsstätte des Amtes Ohsen, wo 1583 eine Hexenverbrennung stattfand. Die letzte Hinrichtung erfolgte hier im Jahr 1763 mit dem Erhängen eines Pferdediebes.

Am 1. Januar 1973 wurde Tündern in die Kreisstadt Hameln eingegliedert.[1]

Politik[Bearbeiten]

Ortsbürgermeisterin ist Elke Meyer.

Wappen[Bearbeiten]

Durch schwarzen Balken längs gespaltener Schild. Links auf silbernem Grund drei blaue Wasserwellen. Rechts auf blauem Grund eine goldene gebundene Getreidegarbe.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Blick auf den Ort
Windmühle in Tündern
  • Die Holländerwindmühle wurde 1883 errichtet und gibt heute einen Einblick in das Leben eines Müllers.
  • Ein Dorfmuseum wird vom Verein für Heimatpflege und Grenzbeziehung Tundirum betrieben. Ihm ist ein historischer Bauerngarten angeschlossen.

Tündern beheimatet einen Tischtennisverein der Oberliga Nord-West TSV Schwalbe Tündern und einen Fußballverein HSC Schwalbe Tündern. Bei Tündern außerhalb der Bebauung liegt die Jugendanstalt Hameln, die mit 793 Haftplätzen die größte Jugendstrafanstalt Deutschlands ist.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

1583 wurden in einem Hexenprozess hingerichtet: die Walterbergische, die Flentsche, die Schutmensche.

Bekanntester Bürger war der ehemalige Bürgermeister Werner Bruns (1925–1994), der 20 Jahre zugleich auch stellvertretender Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont war. Nach ihm wurde in Hameln eine Straße als Bürgermeister-Bruns-Straße benannt, weil er maßgeblich zum Erhalt der Altstadt beigetragen hat. Er war Träger des Bundesverdienstkreuzes und Mitglied der evangelischen Landessynode. In der Ortschaft wurde er der „Löwe von Tündern“ genannt.

Der Tischtennisspieler Dimitrij Ovtcharov ist einer der Bekanntesten Tünderaner. Er spielte beim TSV Schwalbe Tündern in der Bundesligamannschaft und wurde bei den Olympischen Spielen 2012 (Tischtennis) Bronzemedaillen Gewinner sowohl im Einzel, als auch mit der deutschen Mannschaft.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 189.

Weblinks[Bearbeiten]