Týn nad Vltavou

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Týn nad Vltavou
Wappen von Týn nad Vltavou
Týn nad Vltavou (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Jihočeský kraj
Bezirk: České Budějovice
Fläche: 4303 ha
Geographische Lage: 49° 13′ N, 14° 25′ O49.22339722222214.420566666667362Koordinaten: 49° 13′ 24″ N, 14° 25′ 14″ O
Höhe: 362 m n.m.
Einwohner: 8.158 (1. Jan. 2013) [1]
Postleitzahl: 375 01
Kfz-Kennzeichen: C
Verkehr
Straße: Písek - Veselí nad Lužnicí
Bahnanschluss: Číčenice–Týn nad Vltavou
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 8
Verwaltung
Bürgermeister: Milan Šnorek (Stand: 2010)
Adresse: nám. Míru 2
375 01 Týn nad Vltavou
Gemeindenummer: 545201
Website: www.tnv.cz
Lageplan
Lage von Týn nad Vltavou im Bezirk České Budějovice
Karte

Týn nad Vltavou (deutsch: Moldautein, auch Moldauthein) ist eine Stadt im Jihočeský kraj (Südböhmische Region), Tschechien.

Die Stadt liegt im nördlichen Teil des Okres České Budějovice an der Mündung des Flusses Lužnice (Lainsitz) in die Moldau.

Geschichte[Bearbeiten]

Pavel von Škvorec, Bruder des Olbram, ist seit 1397 als Burggraf von Moldautein nachweisbar. Bis 1960 war die Stadt Hauptort des gleichnamigen okres.

Nach 1980 wurde die Stadt zum großen Teil mit neuen Plattenbauwohnungen in einer neuen Siedlung im Nordosten vergrößert, im Zuge der Errichtung des Kernkraftwerks Temelín. Grund war der nötige Abriss der Ortschaften Knín, Temelínec, Podhájí, Křtěnov und Březí, die alle innerhalb einer Zwei-Kilometer-Sperrzone um das Kernkraftwerk lagen. Die Menschen sollten zum großen Teil in den neuen Ortsteil von Týn nad Vltavou umsiedeln. Dies war ein Angebot seitens des staatlichen Energieversorgers ČEZ, der zu sozialistischen Zeiten die Rechte zur Umsiedlung der fünf abgerissenen Dörfer übertragen bekam. Als alternatives Angebot wurde den Bewohnern der Dörfer eine geringe Auszahlung angeboten.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Touristisch interessant ist der Hauptplatz mit der Stadtkirche St. Jakob, dem Rathaus und dem Schloss, in dem sich das Museum mit der Moldavit-Sammlung befindet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Týn nad Vltavou gehören die Ortsteile:

  • Hněvkovice na levém břehu Vltavy (Hniewkowitz links der Moldau),
  • Koloděje nad Lužnicí (Kaladei an der Lainsitz),
  • Malá Strana (Kleinseite),
  • Netěchovice (Metiechowitz),
  • Nuzice (Nusitz),
  • Předčice (Predschitz),
  • Týn nad Vltavou (Moldautein) und
  • Vesce (Westetz)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Týn nad Vltavou – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2013 (PDF; 543 KiB)
  2. Antonín Pelíšek: Die Menschen von Temelín. Steinmaßl, 2008. ISBN 3902427442.