THW Kiel

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THW Kiel
Logo des THW Kiel
Voller Name Turnverein Hassee-Winterbek e.V. von 1904 (Hauptverein)
THW Kiel Handball-Bundesliga GmbH & Co KG (Spielbetrieb Profi-Handball)
Abkürzung(en) THW
Spitzname(n) Die Zebras
Gegründet 4. Februar 1904 (Hauptverein)
1992 (Spielbetrieb Profi-Handball)
Vereinsfarben schwarz/weiß
Halle Sparkassen-Arena
Plätze 10.250
Präsident Olaf Berner
Geschäftsführer Klaus Elwardt
Trainer Alfreð Gíslason
Liga Handball-Bundesliga
2012/2013
Rang 1. Platz
DHB-Pokal Pokalsieger
International Champions-League Vierter
Website thw-provinzial.de
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
National Deutscher Meister
1957, 1962, 1963, 1994, 1995, 1996, 1998, 1999, 2000, 2002, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2012, 2013
Deutscher Feldhandballmeister
1948, 1950
DHB-Pokalsieger
1998, 1999, 2000, 2007, 2008, 2009, 2011, 2012, 2013
Supercup-Sieger
1995, 1998, 2005, 2007, 2008, 2011, 2012
International Champions-League-Sieger
2007, 2010, 2012
EHF-Pokalsieger
1998, 2002, 2004
Vereinseuropameister
2007
Vereinsweltmeister
2011

Der Turnverein Hassee-Winterbek e. V. von 1904 (THW Kiel e. V.) ist ein Sportverein in Kiel. Er hat seinen Ursprung in den benachbarten Kieler Stadtteilen Hassee und Winterbek.

Der Verein wurde am 4. Februar 1904 gegründet. Als Sportarten wurde Turnen für Knaben und Männer angeboten, ab 1907 durften auch Mädchen teilnehmen. Ab 1923 wurde Handball gespielt, 1926 kam Leichtathletik hinzu, zeitweise Schwimmen, 1949 Tischtennis, 1959 Badminton und 1972 Tennis. Seit 2011 verfügt der THW Kiel über eine Kung-Fu-Abteilung.

Bekannt ist der Verein vor allem durch seine Handballabteilung, deren Bundesliga-Spielbetrieb als Handball-Bundesliga-GmbH & Co. KG am 1. Juli 1992 ausgegliedert wurde.

Die Handballabteilung[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

In den Jahren 1948 und 1950 gewann der THW Kiel die deutsche Meisterschaft im Feldhandball, wobei die Meisterschaft von 1948 beim DHB nur als inoffizielle Deutsche Meisterschaft gilt (siehe: Zonenmeisterschaft).

Bereits vor der Gründung der Handball-Bundesliga im Jahr 1966 errang der THW drei deutsche Meistertitel im Hallenhandball (1957, 1962 und 1963) und wurde in 20 Spielzeiten 18-mal Meister der damals höchsten Spielklasse, der Landesliga Schleswig-Holstein. Bei der Gründung der Bundesliga wurde der THW Kiel allerdings als Schleswig-Holstein-Meister nicht berücksichtigt, da die Resultate der Regionalmeisterschaften 1966 herangezogen wurde, bei denen der THW am (Landesliga-Vizemeister) VfL Bad Schwartau gescheitert war. Ein Jahr später gelang jedoch der Aufstieg in die Bundesliga Nord. Seit 1967 spielt der THW mit Ausnahme der Saison 1973/74 immer in der Bundesliga.

Seit 1992 ist die THW-Bundesliga-Mannschaft als THW Kiel Handball-Bundesliga GmbH & Co. KG vom Mutterverein THW Kiel e. V. abgekoppelt. Die Heimspiele der „Zebras“, wie die Handballer genannt werden, finden in der Kieler Sparkassen-Arena (Ostseehalle) statt, die 10.250 Zuschauern Platz bietet. Der THW ist einer von drei Vereinen, die seit der Gründung der eingleisigen Bundesliga dabei waren. Mit dem Gewinn der dreizehnten deutschen Meisterschaft in der Saison 2006/2007 löste der THW Kiel den VfL Gummersbach als deutschen Rekordmeister ab. Seitdem führt der Verein die Ewige Tabelle der Handball-Bundesliga an.

Mit insgesamt 34 nationalen Titeln ist der THW, vor dem VfL Gummersbach und dem HC Empor Rostock mit jeweils 17 nationalen Titeln, der erfolgreichste deutsche Verein im Hallenhandball auf nationaler Ebene.

1923 bis 1945 – Erste Jahre der Handballsparte[Bearbeiten]

Nachdem Jugendliche 1923 auf einer Mitgliederversammlung erfolglos die Gründung einer Fußballsparte im THW beantragten, suchten diese nach Alternativen und begannen wenig später das Handballspielen. Da der Verein über keinen eigenen Sportplatz verfügte, konnte er zunächst nur Auswärtsspiele absolvieren.[1] Die Handballsparte erlebte innerhalb kurzer Zeit einen großen Mitgliederzuwachs: 1926 nahmen acht Mannschaften am Spielbetrieb teil und bereits 1931 stellten die Kieler mit 19 Mannschaften die größte Abteilung in ganz Norddeutschland.[2] Im gleichen Zeitraum entwickelten sich die Männer-, Frauen- und Jugendmannschaften zu den erfolgreicheren in der Region. Die Herren erreichten 1932 erstmals eine überregionale Meisterschaft innerhalb der Deutschen Turnerschaft, schieden dort aber bereits in der Vorrunde aus.

Obwohl der Vereinsvorstand 1932 noch die „parteipolitische Neutralität“ des Vereins und seiner Offiziellen betonte, übernahm man nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten innerhalb kürzester Zeit deren politische Linie. In der sportlichen Entwicklung musste der THW zunächst zwei Rückschläge hinnehmen: Zum einen verließen viele Jugendliche den Verein, so dass die Jugendabteilung fast vollständig neu aufgebaut werden musste; zum anderen wurden die Herren nicht in die neue Gauliga aufgenommen. Letztere konnten aber bereits 1934 in die höchste Spielklasse aufsteigen.[3] Zwei Jahre später belegte der THW dort zwar einen Abstiegsplatz, durfte aber nach dem Rückzug eines anderen Gauligisten noch ein Relegationsspiel gegen Comet Hamburg bestreiten, dass die Kieler mit 12:8 gewannen.

Aufgrund einer Umstrukturierung des Vereins, die insbesondere durch Fritz Westheider vorangetrieben wurde, begann schon in der folgenden Saison der sportliche Aufstieg des THW. 1937, 1938 und 1939 wurden die Kieler jeweils Gauliga-Vizemeister hinter dem TV Oberalster Hamburg und stellten durch Westheider erstmals einen Nationalspieler.[4] In den Kriegsjahren wurden weiterhin Gaumeisterschaften ausgespielt, wenngleich die Vereine ihre Spiele mit ständig wechselnden Aufstellungen austragen mussten. 1940 und 1943 wurde man erneut Nordmark-Vizemeister, ehe 1944 erstmals die Meisterschaft und die damit verbundene Teilnahme an der deutschen Meisterschaft erreicht wurde. Dort schieden die Schleswig-Holsteiner aber bereits im Achtelfinale (der ersten Runde) gegen eine Bremer Mannschaft aus.[5]

1945 bis 1957 – Titelgewinne im Feldhandball[Bearbeiten]

Bereits wenige Monate nach Kriegsende trugen die THW-Mannschaften wieder Freundschaftsspiele aus. Innerhalb der ersten beiden Nachkriegsjahre erlebte die Handballsparte erneut einen großen Mitgliederzulauf, so dass der THW 1947 die meisten Handballmannschaften in den Besatzungszonen der Westmächte stellte.[6] Im selben Jahr konnten die Kieler durch ein 9:4-Sieg über den Flensburger TB die schleswig-holsteinische Landesmeisterschaft gewinnen und setzten sich wenig später bei der Nordmeisterschaft durch. In den Spielen um die Zonenmeisterschaft 1947, an der auch mehrere Mannschaften außerhalb der britischen Besatzungszone teilnahmen, schieden sie allerdings gegen den späteren Meister RSV Mülheim aus. Ein Jahr später errang der THW erneut die regionalen Meisterschaften und konnte sich anschließend im Viertelfinale (gegen den SC Wilmersdorf) und Halbfinale (gegen die SG Dietzenbach) der Interzonenmeisterschaft 1948 deutlich durchsetzen. Am 21. Juni 1948 traf der THW in Oberhausen auf den SV Waldhof Mannheim und gewann nach einem 3:2-Halbzeitrückstand mit 10:8 gegen die Süddeutschen; die erste Deutsche Meisterschaft des THW.

1949 setzten sich die Zebras zwar punktverlustfrei in der Schleswig-Holstein-Liga durch, mussten sich aber im Finale der Nordmeisterschaft dem PSV Hamburg mit 10:3 geschlagen geben und scheiterten im Halbfinale der folgenden Meisterschaftsendrunde 1949 wieder an den Hamburgern. Auch in der folgenden Spielzeit kassierte der THW deutliche Niederlagen gegen den PSV und beendete die Saison in der neu eingeführten Oberliga Nord auf dem zweiten Platz. Die von Fritz Westheider trainierte Mannschaft qualifizierte sich damit allerdings für die Endrunde 1950, die inzwischen vom DHB ausgerichtet wurde. Über Siege gegen die SG Haßloch und Frisch Auf Göppingen erreichte sie zum zweiten Mal nach 1948 das Finale und traf dort erneut auf den Nord-Rivalen PSV Hamburg. Vor 22.000 begeisterten Zuschauern im neu eröffneten Holstein-Stadion setzte sich die Mannschaft um Spieler wie Hein Dahlinger und Herbert Podolske mit 10:9 durch und errang damit die zweite Meisterschaft.[7][8] Im Folgejahr kam es nach ähnlicher Ausgangslage (der PSV Hamburg dominierte erneut die Oberliga Nord vor dem THW) zu einer Neuauflage des Finalspiels zur Deutschen Meisterschaft 1951, das die Hamburger diesmal mit 12:4 für sich entschieden.[9]

Nachdem sie sich 1952 nicht für die Endphase der deutschen Meisterschaft qualifizieren konnten, erreichten die Kieler als Nord-Vizemeister 1953 wieder das Endspiel, in welchem sie zum dritten Mal nach 1950 und 1951 auf den Polizeisportverein aus Hamburg trafen. Durch eine 15:19-Niederlage wurde der dritte Meistertitel allerdings verpasst. Zwar gewannen die Fördestädter zwischen 1954 und 1957 jeweils die Nordmeisterschaft vor ihrem Rivalen und galten folglich als Mitfavorit auf den Titel, sie konnten sich allerdings nicht mehr für das Endspiel qualifizieren.

1990 bis 1993 – Aufbau einer Meistermannschaft[Bearbeiten]

Im Jahr 1990 gelang Manager Heinz Jacobsen der wahrscheinlich wichtigste Transfer der Vereinsgeschichte. Der 26-jährige schwedische Weltmeister und spätere Welthandballer desselben Jahres Magnus Wislander wurde von Redbergslids IK verpflichtet. Mit ihm zog der THW in die Finalspiele der Play-Off-Runde ein, unterlag aber dem VfL Gummersbach. In der folgenden Saison 1991/92 wurden die Flügel mit Martin Schmidt und Christian Scheffler besetzt, die beide bis 2003 bleiben sollten. Wieder kam die Mannschaft ins Halbfinale der Play-Offs, scheiterte aber am späteren Meister SG Wallau/Massenheim. Zur Saison 1992/93 wechselte Linksaußen Uwe Schwenker auf den Manager-Posten und Thomas Knorr wurde für den Rückraum unter Vertrag genommen. Am Ende der Saison wurde man nur Siebter der neuen eingleisigen Bundesliga. Zur Saison 1993/94 wurden die letzten Puzzlestücke erworben. Kreisläufer Klaus-Dieter Petersen kam aus Gummersbach und Zvonimir Serdarušić besetzte die Trainerbank.

1993 bis 2008 – Ära „Noka“ Serdarušić[Bearbeiten]

Saisonbilanzen 1994–2008
Saison Platz Tore Diff. Punkte
1993/94 1. 0757 : 0638 + 119 51 : 17
1994/95 1. 0719 : 0628 + 091 47 : 13
1995/96 1. 0751 : 0643 + 108 44 : 16
1996/97 3. 0797 : 0716 + 081 38 : 22
1997/98 1. 0742 : 0664 + 078 41 : 15
1998/99 1. 0847: 0679 + 168 48 : 12
1999/00 1. 0917: 0783 + 134 52 : 16
2000/01 5. 1032 : 0912 + 120 53 : 23
2001/02 1. 0968 : 0820 + 148 54 : 14
2002/03 6. 0993 : 0921 + 072 40 : 28
2003/04 2. 1105 : 0903 + 102 56 : 12
2004/05 1. 1117 : 0936 + 181 62 : 06
2005/06 1. 1217 : 0968 + 249 62 : 06
2006/07 1. 1237 : 0976 + 261 58 : 10
2007/08 1. 1151 : 0926 + 225 61 : 07
Gold unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft

Unter „Noka“ Serdarušić entwickelte sich der THW Kiel zur erfolgreichsten Handballmannschaft Deutschlands. In seiner Amtszeit holte der THW elf deutsche Meisterschaften. Der Höhepunkt war die Saison 2007, in der die Kieler das historische Triple mit dem Sieg der Champions League, des DHB-Pokals und der Deutschen Meisterschaft feiern konnten. Am 26. Juni 2008 trennten sich der THW und Serdarušić einvernehmlich.

Im Februar 2009 wurden gegen den THW und Serdarušić massive Vorwürfe laut; der Trainer und der THW-Manager Uwe Schwenker sollen bei mindestens 10 Spielen, unter anderem dem Champions-League-Finale 2007, die Schiedsrichter bestochen haben. Der THW bestritt die Vorwürfe, die insbesondere von der Leitung der Rhein-Neckar Löwen erhoben wurden.[10] Am 26. Januar 2012 wurden Serdarušić und Schwenker vom Landgericht Kiel in allen Anklagepunkten freigesprochen.[11]

Seit 2008 – Ära Alfreð Gíslason[Bearbeiten]

Saison Platz Tore Diff. Punkte
2008/09 1. 1226 : 0955 + 271 65 : 30
2009/10 1. 1135 : 0865 + 270 62 : 60
2010/11 2. 1099 : 0875 + 224 55 : 13
2011/12 1. 1107 : 0809 + 298 68 : 00
2012/13 1. 1122 : 0899 + 223 61 : 70
2013/14 2. 0926 : 0765 + 161 49 : 90
Gold unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft

Alfreð Gíslason übernahm im Jahr 2008 das Amt des Cheftrainers von Serdarušić. In dieser Saison wurde der THW Kiel Deutscher Meister mit einem neuen Rekord von nur drei Minuspunkten. In der Champions League gewann der Verein in der ersten Gruppenphase alle sechs Spiele. Auch die zweite Gruppenphase gewann der THW Kiel vor BM Ciudad Real und dem FC Barcelona. Im Viertelfinale konnte der kroatische Verein RK Zagreb bezwungen und die Rhein-Neckar Löwen im Halbfinale besiegt werden. Auch das Hinspiel des Finales entschied der THW für sich, jedoch musste er im Rückspiel eine Niederlage mit höherem Toreabstand einstecken, was BM Ciudad Real zum Sieger der Champions League machte. Schließlich wurde auch der DHB-Pokal mit einem 30:24 Finalsieg gegen den VfL Gummersbach gewonnen.

In der Saison 2009/10 wurde man mit einem Punkt Vorsprung vor dem HSV Hamburg zum sechzehnten Mal in der Vereinsgeschichte Deutscher Meister. Im DHB-Pokal schied der Meister nach einer 35:28 Niederlage im Viertelfinale gegen den VfL Gummersbach aus. In der Champions League wurden die Handballer in der Gruppenphase mit drei Minuspunkten in zehn Spielen Erster vor dem FC Barcelona. Im Achtelfinale wurde der FCK Håndbold und im Viertelfinale die Rhein-Neckar Löwen bezwungen. Der Champions-League-Sieger wurde zum ersten Mal in einem Final-Four-Modus ermittelt. Dabei wurde im Halbfinale der BM Ciudad Real mit 29:27 und im Finale der FC Barcelona mit 36:34 besiegt und somit der zweite Champions-League-Titel in der Vereinsgeschichte errungen.

Der THW Kiel beim Champions League Sieg 2012

Die Saison 2010/11 war weniger erfolgreich. In der Bundesliga musste man dem HSV Hamburg den Vortritt lassen. In der Champions League gewann die Mannschaft zwar wieder die Gruppenphase vor den Rhein-Neckar Löwen und dem FC Barcelona, nach gewonnenem Achtelfinale musste der Verein sich aber dem späteren Sieger FC Barcelona im Viertelfinale geschlagen geben. Der DHB-Pokal konnte jedoch zum siebten Mal mit einem 30:24-Finalsieg gegen die SG Flensburg-Handewitt gewonnen werden. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte gewann der THW die anschließend ausgetragene Vereins-Weltmeisterschaft. In Doha gelang im Finale ein Sieg gegen BM Ciudad Real mit 28:25, was dem Verein 400.000 Euro Preisgeld einbrachte.

Zur Saison 2011/12 verpflichtete der THW keine neuen Spieler. Im DHB-Pokal sicherte man sich mit Siegen über den HSV Hamburg und die SG Flensburg-Handewitt im Finale den achten Titel. Auch in der Champions League wurde der THW Sieger. Nachdem der Verein die Gruppenphase als Erster vor AG Kopenhagen abschloss, setzte er sich im Achtelfinale gegen Wisła Płock und im Viertelfinale gegen RK Zagreb durch, und gewann beim Final Four in Köln gegen die Füchse Berlin und gegen Atletico Madrid. Die Bundesligasaison 2011/12 war die erfolgreichste in der Vereinsgeschichte. Der THW Kiel stand bereits fünf Spiele vor Saisonende als neuer Deutscher Meister fest, so früh wie noch kein Team zuvor. Man gewann letztendlich alle Saisonspiele und schaffte es damit, im Handball als erste Mannschaft der Bundesligageschichte eine Saison verlustpunktfrei zu überstehen.[12][13] Am Ende der Saison verließen Tobias Reichmann, Henrik Lundström, Daniel Kubeš, Kim Andersson und Milutin Dragićević den Verein.

Für die Spielzeit 2012/13 neu verpflichtet wurden Marko Vujin, Patrick Wiencek, René Toft Hansen, Guðjón Valur Sigurðsson und Niclas Ekberg. Am 16. September 2012 endete eine Serie von 40 Bundesliga-Siegen in Folge mit dem 26:26-Unentschieden bei den Füchsen Berlin,[14] und am 9. Dezember 2012 eine Serie von 51 Ligaspielen ohne Niederlage mit dem 25:29 zuhause gegen die MT Melsungen.[15] Im DHB-Pokal sicherte man sich mit Siegen über die MT Melsungen[16] und die SG Flensburg-Handewitt im Finale den neunten Titel.[17] Am 31. Spieltag gewann der THW durch einen 31:25 Sieg über die Rhein-Neckar Löwen vorzeitig die 18. Deutsche Meisterschaft.[18] In der Champions League scheiterte der Verein im Halbfinale durch ein 33:39 gegen den HSV Hamburg, auch das folgende Spiel um Platz drei gegen KS Kielce wurde mit 30:31 knapp verloren. Am Saisonende beendete Marcus Ahlm seine Karriere als Spieler und wechselte in den Aufsichtsrat des THW Kiel.[19] Thierry Omeyer, Daniel Narcisse und Momir Ilić verließen den Verein.

Die Neuzugänge Rasmus Lauge Schmidt, Johan Sjöstrand und Wael Jallouz bei einer Autogrammstunde

Zur Saison 2013/14 kamen Wael Jallouz, Johan Sjöstrand und Rasmus Lauge Schmidt neu zum THW. Am 11. Dezember 2013 schied Kiel im Achtelfinale des DHB-Pokals gegen die Rhein-Neckar Löwen aus. Es war die erste Heimniederlage der Zebras im DHB-Pokal seit mehr als 23 Jahren.[20]

Erfolge[Bearbeiten]

Aktueller Kader der Saison 2013/14[Bearbeiten]

Die Mannschaft des THW Kiel am 21. August 2011.
Die Mannschaft des THW Kiel am 15. August 2010. Es fehlen die verletzten Spieler Kim Andersson und Daniel Narcisse.
Die Mannschaft des THW Kiel am 23. August 2009 mit dem gewonnenen Schlecker Cup.
Die Mannschaft des THW Kiel am 12. August 2007 mit dem gewonnenen Schlecker Cup

(Stand: November 2013)

Nr. Nation Name Position Geburtsdatum Geburtsort Vertrag
seit
Vertrag
bis
Letztes Team
1 SchwedenSchweden Johan Sjöstrand Tor 26. Februar 1987 Skövde, Schweden 2013 30. Juni 2016 Aalborg Håndbold
12 SchwedenSchweden Andreas Palicka Tor 10. Juli 1986 Lund, Schweden 2008 30. Juni 2014 Redbergslids IK
16 DeutschlandDeutschland Moritz Krieter Tor 5. Februar 1994 Kiel, Deutschland HSG Mönkeberg/Schönkirchen
6 DeutschlandDeutschland Fynn Ranke Kreismitte 5. Januar 1993 Kiel, Deutschland 2013 TSV Kronshagen
7 DanemarkDänemark René Toft Hansen Kreismitte 1. November 1984 Rybjerg, Skive Kommune, Dänemark 2012 30. Juni 2018 AG København
8 DeutschlandDeutschland Tjark Müller Rückraum Mitte 2. Juni 1993 Kiel, Deutschland 2013 TSV Kronshagen
9 IslandIsland Guðjón Valur Sigurðsson Linksaußen 8. August 1979 Reykjavík, Island 2012 30. Juni 2014 AG København
11 DeutschlandDeutschland Christian Sprenger Rechtsaußen 6. April 1983 Ludwigsfelde, Deutschland 2009 30. Juni 2016 SC Magdeburg
15 DeutschlandDeutschland Rune Dahmke Linksaußen 10. April 1993 Kiel, Deutschland SV Mönkeberg
17 DeutschlandDeutschland Patrick Wiencek Kreismitte 22. März 1989 Duisburg, Deutschland 2012 30. Juni 2018 VfL Gummersbach
18 SchwedenSchweden Niclas Ekberg Rechtsaußen 23. Dezember 1988 Ystad, Schweden 2012 30. Juni 2015 AG København
19 DanemarkDänemark Rasmus Lauge Schmidt Rückraum Mitte 20. Juni 1991 Randers, Dänemark 2013 30. Juni 2016 Bjerringbro-Silkeborg
20 DeutschlandDeutschland Christian Zeitz Rückraum Rechts,
Rechtsaußen
18. November 1980 Heidelberg, Deutschland 2003 30. Juni 2014 SG Kronau-Östringen
22 TunesienTunesien Wael Jallouz Rückraum Links 3. Mai 1991 Grombalia, Tunesien 2013 30. Juni 2016 AS Hammamet
24 IslandIsland Aron Pálmarsson Rückraum Mitte,
Rückraum Links
19. Juli 1990 Hafnarfjörður, Island 2009 30. Juni 2015 FH Hafnarfjörður
33 DeutschlandDeutschland Dominik Klein Linksaußen 16. Dezember 1983 Miltenberg, Deutschland 2006 30. Juni 2016 TV Großwallstadt
39 TschechienTschechien Filip Jícha Rückraum Links 19. April 1982 Plzeň, Tschechoslowakei 2007 30. Juni 2016 TBV Lemgo
41 SerbienSerbien Marko Vujin Rückraum Rechts 7. Dezember 1984 Bačka Palanka, Jugoslawien 2012 30. Juni 2016 MKB Veszprém
Zugänge 2013/14
Abgänge 2013/14
Zugänge 2014/15
Abgänge 2014/15

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten]

(seit der Saison 1977/1978)

Mannschaftskapitäne[Bearbeiten]

(seit der Saison 1977/1978)

Statistiken[Bearbeiten]

Bemerkenswertes und Kurioses[Bearbeiten]

  • Der THW Kiel wies von 1978 bis zur Saison 2004/05 durchgängig die höchsten Zuschauerzahlen aller Erstligisten auf.
  • Der THW Kiel ist einer von zwei Vereinen, die in allen Runden der eingleisigen Bundesliga ab 1977/78 teilnahmen.
  • Der THW Kiel kann seit Beginn der eingleisigen Bundesliga 1977/78 gegen sämtliche gegnerische Vereine ein positives Punkteverhältnis aufweisen, außer gegen die SG Dietzenbach (10 Spiele: 4 Siege - 1 Unentschieden - 5 Niederlagen).[29]
  • Der THW Kiel hält u.a. folgende Bundesligarekorde:[30]
    • meiste Siege in Folge: 40
    • meiste Auswärtssiege in Folge: 21
    • meiste unbesiegte Spiele in Folge: 51
    • meiste unbesiegte Auswärtsspiele in Folge: 28
    • komplettes Kalenderjahr unbesiegt: 33 Spiele
    • torreichstes Spiel: 88 Tore
    • meiste Tore in einem Heimspiel: 54:34 gegen SC Magdeburg
    • meiste Tore in einem Auswärtsspiel: 47
    • höchster Auswärtssieg: 25:47 bei GWD Minden
  • Mit Magnus Wislander, Henning Fritz, Nikola Karabatić, Thierry Omeyer, Filip Jícha und Daniel Narcisse haben sechs Welthandballer im Verein gespielt, bzw. tun dies noch immer. Von keinem anderen Verein kamen bisher mehr Welthandballer.
  • 2007 standen sich mit dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt erstmals zwei Mannschaften aus einem Bundesland in einem Champions-League-Finale gegenüber.
  • 2007 und 2012 waren die erfolgreichsten Jahre der Vereinsgeschichte mit dem Triple Champions-League-Sieger, Pokalsieger und Deutscher Meister.
  • Bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres belegte der THW 2007 den dritten Platz (hinter der Handball- und Frauen-Fußballnationalmannschaft, die beide 2007 Weltmeister geworden waren).
  • Die Saison 2011/12 beendete der THW mit 68:0 Punkten. Damit war der THW die erste und bisher einzige Mannschaft, der es gelang in einer Saison jedes Bundesligaspiel zu gewinnen.

Vereinsrekorde[Bearbeiten]

Stand: 14. Mai 2013

  • Deutscher Rekordmeister (18 mal, zuletzt 2013)
  • Deutscher Rekord-Pokalsieger (9 mal, zuletzt 2013)
  • Deutscher Rekord-Supercup-Sieger (7 mal, zuletzt 2012)
  • Champions League - Sieger (3 mal, zuletzt 2012)
  • Meiste Einsätze: Michael Krieter (415 Spiele)
  • Meiste Tore: Magnus Wislander (1388/17 Tore)
  • Meiste Siebenmeter-Tore: Nikolaj Bredahl Jacobsen (387/488 Siebenmeter-Tore)

Maskottchen[Bearbeiten]

Das Maskottchen der Mannschaft ist seit dem 26. August 1999 das Zebra Hein Daddel. Der Name kommt von dem großen Kieler Handballidol Heinrich Dahlinger und wurde von den Fans so in einer Abstimmung entschieden. Die Figur aus PU-Schaum, in der sich wechselnde Darsteller verkleidet befinden[31], wurde in Peter Röders Filmpuppen-Werkstatt entwickelt[31].

U 23[Bearbeiten]

Die zweite Mannschaft des THW, die U 23, wurde in der Spielzeit 2012/13 Meister der Handball-Oberliga Hamburg - Schleswig-Holstein und stieg damit in die 3. Liga auf, wo sie in der Saison 2013/14 in der Staffel Nord spielt.

Frauen[Bearbeiten]

Die 1. Frauenmannschaft stieg seit 2006 fast jedes Jahr eine Spielklasse bis in die Handball-Oberliga Hamburg - Schleswig-Holstein auf. Dort belegte sie 2011/12 einen Abstiegsplatz, erreichte aber in der Folgesaison als Meister der Schleswig-Holstein-Liga den direkten Wiederaufstieg.

Jugend[Bearbeiten]

Die männliche A-Jugend spielt in der Saison 2012/13 in der Nord-Staffel der neu geschaffenen A-Jugend Bundesliga. Die männliche B- und C-Jugend spielen in der jeweils höchsten Jugendspielklasse.

Die A-Jugend gewann 1971 die Deutsche Jugendmeisterschaft[32]. Zudem gewann sie den NOHV-Pokal in den Jahren 1995, 1997 und 1998.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: THW Kiel – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erik Eggers (Hrsg.): Schwarz und Weiß. Die Geschichte des Rekordmeisters THW Kiel, 2008, Seite 11/12
  2. Erik Eggers (Hrsg.): Schwarz und Weiß. Die Geschichte des Rekordmeisters THW Kiel, 2008, Seite 23/24
  3. Erik Eggers (Hrsg.): Schwarz und Weiß. Die Geschichte des Rekordmeisters THW Kiel, 2008, Seiten 27 bis 32
  4. Spielerprofil von Fritz Westheider auf der Homepage des THW Kiel
  5. Erik Eggers (Hrsg.): Schwarz und Weiß. Die Geschichte des Rekordmeisters THW Kiel, 2008, Seiten 38 bis 47
  6. Erik Eggers (Hrsg.): Schwarz und Weiß. Die Geschichte des Rekordmeisters THW Kiel, 2008, Seite 52
  7. Jens Kunkel: Gestreift! 100 Jahre THW, Kieler Nachrichten vom 31. Januar 2004, abrufbar auf der Homepage des THW Kiel
  8. Die Meistermannschaft auf der Homepage des THW Kiel
  9. Erik Eggers (Hrsg.): Schwarz und Weiß. Die Geschichte des Rekordmeisters THW Kiel, 2008, Seiten 64 bis 73
  10. spiegel.de: Kiel soll bei mindestens zehn Spielen bestochen haben
  11. Kieler Handballprozess: Zwei Freisprüche und viele offene Fragen - Sport - FAZ
  12. 68:0! Der THW Kiel macht sich unsterblich kicker.de, 2. Juni 2012, abgerufen am 2. Juni 2012
  13. Ines Bellinger: Kiels Handballer schaffen die perfekte Saison, ndr.de, 2. Juni 2012
  14. Berlin stoppt Siegesserie des THW Kiel FAZ.net, 16. September 2012, abgerufen am 21. September 2012
  15. Ende einer ewigen Serie Süddeutsche.de, 10. Dezember 2012, abgerufen am 15. Dezember 202
  16. M. Kloth / dpa / J. Nikoleit: Alle Jahre wieder: Kiel und Flensburg zum dritten Mal in Serie im Finale des DHB-Pokals. IG Handball e.V., 14. April 2013, abgerufen am 20. April 2013.
  17. cie, jun: Erste Titelverteidigung unter Dach und Fach: THW Kiel dreht im Pokalfinale nach dem Wechsel auf. IG Handball e.V., 14. April 2013, abgerufen am 20. April 2013.
  18. Vollzug: Kiel feiert mit klarem Sieg gegen Löwen die 18. Meisterschaft auf handball-world.com vom 14. Mai 2013, abgerufen am 14. Mai 2013
  19. thw-provinzial.de: Marcus Ahlm neues Aufsichtsratsmitglied vom 9. Juni 2013, abgerufen am 14. Dezember 2013
  20. thw-provinzial.de: 30:32-Niederlage gegen Rhein-Neckar Löwen – Pokal-Final-Four ohne den THW vom 11./12. Dezember 2013, abgerufen am 14. Dezember 2013
  21. www.handball-world.com
  22. Ahlm legt den Handball weg
  23. handball-world.com: Veszprem angelt sich Momir Ilic vom 30. April 2013, abgerufen am 30. April 2013
  24. handball-world.com: Hamburg muss in Zukunft umbauen: Duvnjak geht, Canellas kommt vom 17. Juni 2013, abgerufen am 17. Juni 2013
  25. handball-world.com: Weinhold wechselt von Flensburg zum THW Kiel vom 16. September 2013, abgerufen am 16. September 2013
  26. handball-world.com: Zeitz verlässt THW Kiel spätestens 2014 vom 30. Juni 2013, abgerufen am 23. Juli 2013
  27. handball-world.com: Sigurdsson verlässt Meister THW Kiel vom 13. Dezember 2013, abgerufen am 13. Dezember 2013
  28. Zebra: Karlchens Einwurf
  29. "Gegnerdaten SG Dietzenbach"
  30. Bundesligainfo.de Bundesligarekorde
  31. a b Informationen über Hein Daddel auf der Internetpräsenz von THW Kiel, abgerufen 18. November 2011
  32. bundesligainfo.de