TKKG

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für weitere Bedeutungen siehe TKKG (Begriffsklärung).
Produktionsdaten
TKKG 2009.svg
Titel: TKKG
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: Bücher: seit 1979
Hörspiele: seit 1981
Genre: Jugendserie / Krimi
Folgen: Bücher: 117 + Specials
Hörspiele: 187 + Specials
Verlag/Label: Bücher: Pelikan Verlag (bis 2004), cbj Verlag (seit 2004)
Hörspiele: Europa
Mitwirkende
Autor: Stefan Wolf † (Schöpfer), André Minninger, André Kussmaul, Tom Kerblau, Corinna Harder, Veronika Hampl, Herbert Friedmann, Bernd Adelholzer, Martin Hofstetter, Kai Schwind, Katja Brügger
Bearbeitung: H. G. Francis †, Stefan Wolf, André Minninger
Regie: Heikedine Körting
Musik: Carsten Bohn, Jan-Friedrich Conrad, Detlef Oels, Constantin Stahlberg, Jens-Peter Morgenstern, Andris Zeiberts
Sprecher

Ein Fall für TKKG (kurz: TKKG), bezeichnet ursprünglich eine von Rolf Kalmuczak unter dem Pseudonym Stefan Wolf erschaffene deutsche Jugendbuchreihe sowie die darauf beruhende gleichnamige Hörspielserie. Mit 14 Millionen verkauften Büchern gehört die Serie zu den erfolgreichsten Jugendbuchreihen, die Zahl der verkauften Hörspielkassetten und CDs beträgt 30 Millionen.[1] Nach dem Tod Kalmuczaks 2007 wird die Serie auf ausdrücklichen Wunsch des Schöpfers mit verschiedenen Autoren weitergeführt.

Entstehung[Bearbeiten]

Die Serie wurde 1979 vom deutschen Schriftsteller Rolf Kalmuczak kreiert. Die Bücher wurden unter dem Pseudonym Stefan Wolf veröffentlicht, da dieser aufgrund des Tiernamens Wolf vor allem für die junge Leserschar einprägsamer sei. Eigentlich sollte die Serie unter dem Namen Die vier Freunde publiziert werden, da es aber schon eine Jugendbuchserie mit dem Titel Fünf Freunde von Enid Blyton gab, entschied sich Kalmuczak für eine Notlösung. Er benannte die Serie nach den Anfangsbuchstaben der vier Freunde: TKKG (Tim, Karl, Klößchen, Gaby). In seinen Romanen war es für ihn ein zentrales Anliegen gesellschaftliche Themen der Jugendlichen, wie Alkohol, Drogen, Kleidung, Autos, Freundschaft und Partys in einer Kriminalgeschichte und einem Fall für TKKG zu verpacken.[2] Die ersten fünf Bücher erschienen im firmeneigenen Verlag der Pelikan AG anlässlich der Frankfurter Buchmesse 1979.[3]

Chronologie der ersten Bände:

  • Die Jagd nach den Millionendieben (Band 1)
  • Der blinde Hellseher (Band 2)
  • Das leere Grab im Moor (Band 3)
  • Das Paket mit dem Totenkopf (Band 4)
  • Das Phantom auf dem Feuerstuhl (Band 5)

Seit 1981 erscheint eine Hörspielreihe nach der Buchreihe bei Europa unter der Regie von Heikedine Körting. Dabei sind nur die ersten 31 Folgen identisch mit der Nummerierung der Bücher. Danach wurden die Bücher in unterschiedlicher Reihenfolge vertont. Seit 1995 erscheinen zusätzlich TKKG-Fälle, die nicht auf einer Buchvorlage basieren, sondern nur als Hörspielskripte existieren.

Handlung und Charaktere[Bearbeiten]

TKKG ist ein Akronym und steht für die Protagonisten Tim (früher Tarzan genannt), Karl, Klößchen und Gaby. Als TKKG-Bande lösen die vier Jugendlichen Kriminalfälle. Unterstützt werden sie dabei von Gabys Hund Oskar und ihrem Vater, dem Kriminalkommissar Emil Glockner. Die Charaktere sind, je nach Band, zwischen 12 und 14 Jahren alt (Gaby ist im ersten Band 12 und Klößchens 13. Geburtstag findet in Band 8 Auf der Spur der Vogeljäger statt). In den späteren Bänden sind alle 14 Jahre alt.

Tim[Bearbeiten]

Tim/Tarzan ist Anführer der TKKG-Bande, und heißt eigentlich Peter Timotheus Carsten. In der Neubearbeitung der Bücher (cbj avanti) heißt er Tim Carsten. Er wohnt im Internat mit Klößchen in einem Zimmer, das den Namen „Adlernest“ trägt. Tim ist Kampfsportler; er trainierte am Anfang fast nur Judo, später aber vor allem Jiu Jitsu. Anfangs trug er daher den Spitznamen Tarzan. Da Tarzan aber markenrechtlich geschützt ist und nur gegen Lizenzgebühr verwendet werden darf, musste dieser Name für die Figur aufgegeben werden. Die Namensänderung wird in der Geschichte Die weiße Schmuggler-Jacht (Band 32, Hörspiel-Reihenfolge: 38) vollzogen. Peter legt diesen Namen ab, nachdem er einen Tarzan-Film gesehen hat und nicht mehr mit ihm verglichen werden will. Er erfährt dann aber von seinem zweiten Vornamen.[4] In neueren Folgen wird er von seinen Bandenmitgliedern manchmal Häuptling genannt, was zeigt, dass er die anführende Rolle von TKKG einnimmt.

Karl[Bearbeiten]

Karl Vierstein wird auch „Computer“ genannt, weil er ein phänomenales Gedächtnis hat. Der Beruf seines Vaters wird in den alten Ausgaben als Professor für Physik, in den Ausgaben von Random House (cbj) ab 2004 als Professor für Mathematik und Physik und in den überarbeiteten Ausgaben (cbj avanti) als Professor für Theoretische Physik angegeben. Der Beruf seiner Mutter wird in den früheren Ausgaben gar nicht angegeben; es ist nicht einmal klar, ob sie überhaupt einer Erwerbstätigkeit nachgeht oder Hausfrau ist. In den überarbeiteten Ausgaben besitzt sie dagegen eine eigene Apotheke. Karl ist recht feinfühlig und treu. Er ist groß gewachsen und schlaksig mit „Windhundgesicht“ und Nickelbrille. Er putzt seine Brille, wenn er aufgeregt wird. Oftmals langweilt er die anderen mit seinen Vorträgen.

Klößchen[Bearbeiten]

Klößchen (eigentlich: Willi Sauerlich) trägt den Namen auf Grund seiner Figur, die von seiner Liebe zu Schokolade herrührt. Sein Vater ist ein reicher Schokoladenfabrikant. Klößchen entscheidet sich, mit Tim im Internat zu leben, weil es nicht so langweilig wie zu Hause ist. Er ist lustig und es ist immer gut, ihn dabei zu haben. Manchmal handelt er jedoch etwas zu vorschnell, hat aber bisweilen phänomenale Geistesblitze, die (von ihm häufig unbemerkt) zur Verfolgung einer heißen Spur dienen.

Gaby[Bearbeiten]

Gaby Glockner, mit vollem Namen Gabriele, ist das einzige Mädchen im Bund. Ihren Spitznamen „Pfote“ bekam sie, weil sie so tierlieb ist und sich von jedem Hund die Pfote geben lässt. Ihr Vater ist Kommissar Emil Glockner. Sie hat goldblondes Haar und blaue Augen mit langen, schwarzen Wimpern und wird als außerordentlich hübsches Mädchen beschrieben. Sie ist mutig und gerecht. Ihre Mutter betreibt ein Feinkostgeschäft unter der Wohnung der Glockners. Außerdem besitzt Gaby einen Hund namens Oskar, der auf einem Auge blind ist.

Oskar[Bearbeiten]

Als inoffizielles fünftes Mitglied fungiert Gabys schwarz-weißer Cocker-Spaniel Oskar. Auch wenn er auf einem Auge blind ist, so ist er dank seiner Spürnase bei den Ermittlungen ein hilfreicher Assistent.

Weitere Personen[Bearbeiten]

  • Emil Glockner ist Kriminalkommissar und Vater von Gaby. Er hilft der TKKG-Bande oft und er wird aufgrund des guten Verhältnisses zu Tim häufig als dessen väterlicher Freund betitelt.
  • Margot Glockner ist die Mutter von Gaby und arbeitet in ihrem Lebensmittelladen unter der Glocknerschen Wohnung.
  • Erna Sauerlich ist die Mutter von Klößchen und sehr strikte Vegetarierin.
  • Hermann Sauerlich ist Willis Vater und Besitzer einer Schokoladenfabrik.
  • Albert Vierstein ist Professor und der Vater von Karl, Alberts Frau und Karls Mutter heißt Elisabeth.
  • Susanne Carsten ist die Mutter von Tim. Seit ihr Mann Maximilian, ein Bauingenieur, durch einen Unfall starb, hat sie oft Mühe, sich und ihren Sohn allein durchzubringen. Tim unterstützt sie daher, so gut er kann. Sie arbeitet als Buchhalterin.
  • Inspektor Bienert, genannt Wespe, ist ein guter Freund von TKKG, der in späteren Folgen oft als Vertreter von Kommissar Glockner auftaucht.

Veröffentlichungsgeschichte[Bearbeiten]

TKKG gilt im gesamten deutschsprachigen Raum neben der Buchreihe Die drei ??? als kommerziell erfolgreichste Serie ihres Genres. Autor Kalmuczak besuchte in seiner Jugend selbst das Internatsgymnasium Pädagogium Bad Sachsa, die Schauplätze der Serie sind zum Teil in Bad Sachsa und Umgebung zu finden.

In den 1980er Jahren erschienen neben den regulären Hardcovern (HC) auch 16 Taschenbücher mit noch nicht im Hardcover veröffentlichten Geschichten, die später in so genannten Dreifach-Bänden als HC nachgedruckt wurden. Das Hardcover Nr. 9 – Abenteuer im Ferienlager erschien zusätzlich in Form von fünf so genannten Trampbüchern. Weiterhin gab es eine Ablegerserie für jüngere Leser ab sieben Jahren – Die 2 und TKKG mit wesentlich harmloseren Fällen, bei deren Lösung TKKG regelmäßig mithalfen. Die Helden hier waren Thomy und sein Hund Bobby, die es auf sechs Abenteuer brachten.

Die TKKG-Bücher wurden ursprünglich vom firmeneigenen Verlag der Pelikan AG herausgegeben, im Juni 2004 wechselte die Herausgeberschaft zum cbj-Verlag (gehört zur Verlagsgruppe Random House). Dieser veröffentlichte im Januar 2005 die Bände 7, 14, 54, 77 und 84 als Neuauflage mit dem eigenen cbj-Logo. Seit Juni 2005 sind alle Bände in der Neuauflage beim cbj-Verlag erhältlich. Die Hörspiele, erschienen bei Europa (inzwischen zum Konzern Sony gehörig), feierten im Jahre 2006 mit Folge 150 ihr 25-jähriges Jubiläum. Nach dem Erfolg der TKKG-Hörspielserie begann Kalmuczak in den 1990er Jahren, neben der Umsetzung der Buchvorlagen auch eigene Hörspiel-Manuskripte zu schreiben.

Serien-Neustart[Bearbeiten]

Nach dem Tod des Autors am 10. März 2007 gab das Hörspiellabel Europa bekannt, dass die Hörspielreihe „auf ausdrücklichen Wunsch des Verstorbenen“ trotzdem fortgesetzt werde.[5] Seitdem liegen alle Rechte an der Marke TKKG bei Sony Music Entertainment. Diese beauftragte das Marketing-Unternehmen KB&B Advertising die TKKG-Lizenzen zu vertreiben. Unter anderem resultieren aus dieser Kooperation das TKKG-Brettspiel von Schmidt Spiele und das Magazin von Ehapa. Die größte Veränderung ist seit dem Relaunch der Serie im Oktober 2009 zu sehen. Das Cover wurde komplett umgestaltet und auch neue computercolorierte Bilder werden seitdem verwendet (siehe auch Kapitel Illustration). Auch der Verleger der Bücher cbj hat sich entschieden neben neuen Illustrationen auch die ersten Bände der Serie komplett neu zu verfassen. Der Autor Herbert Friedmann wurde damit beauftragt, die ersten 12 Folgen auf Basis der Erstausgaben von Kalmuczak zu überarbeiten. Die Neufassungen erschienen 2010 und 2011.

Buch-Pause[Bearbeiten]

Seit 2012 werden keine neuen Bücher mehr veröffentlicht. Auf Nachfrage einer Fanseite äußerte Random House Ende Januar 2013, dass ihr Imprint „cbj avanti“ (bei welchem die Bücher erscheinen) ruhe und damit auch bis auf weiteres keine neuen TKKG-Bücher veröffentlicht werden. Eine Weiterführung der Serie wurde jedoch nicht ausgeschlossen. Da sich die Situation kurzfristig ändern könnte, will der Verlag auch keine offizielle Stellungnahme veröffentlichen.[6]

Autoren[Bearbeiten]

Bis zu dem Tod Kalmuczaks 2007 war er der einzige Autor der Serie. Seitdem schreiben verschiedene Autoren für die Serie. Die erste Folge, die nicht aus der Feder von Stefan Wolf stammt, ist die am 16. November 2007 erschienene Erpresser fahren Achterbahn (156) von André Minninger. Sie trägt seitdem die Aufschrift ein Hörspiel nach Stefan Wolf (zuvor: von Stefan Wolf). 2010 und 2011 wurden die ersten 12 Bände von TKKG in einer kompletten Überarbeitung vom Autor Herbert Friedmann auf Basis der Erstausgaben von Kalmuczak neu herausgebracht.

Autor Jahre
Rolf Kalmuczak (als Stefan Wolf) 1979-2007
André Minninger 2007-2012
André Kussmaul 2008-2010
Tom Kerblau 2009
Corinna Harder 2010-2011
Veronika Hampl 2010-2012
Herbert Friedmann 2010-2011
Bernd Adelholzer (Pseudonym) 2011
Martin Hofstetter seit 2011
Kai Schwind 2011
Katja Brügger seit 2013

Folgenindex[Bearbeiten]

Nicht zu jedem Fall von TKKG existiert jeweils eine Buch- und Hörspielausgabe. Zwischen 1983 und 1989 erschienen 16 sog. Tramp-Taschenbücher (TB), die als 3er-Sammelbände in den 1990er Jahren neu aufgelegt wurden. In Anlehnung an die Tramp-Bücher erschienen 1985 zwei Folgen als Super-Tramp Ausgaben (ST). Mit der Hörspielfolge Crash-Kids riskieren ihr Leben (91) wurde erstmalig eine Geschichte, die nur als Hörspielskript vorliegt, vertont, der Weitere folgten.

Reguläre Folgen[Bearbeiten]

Nr.
Buch
Nr.
Hörspiel
Titel Autor Jahr
Buch
Jahr
Hörspiel
1 1 Die Jagd nach den Millionendieben Stefan Wolf
Neufassung: Herbert Friedmann
1979
2010
1981
2 2 Der blinde Hellseher Stefan Wolf
Neufassung: Herbert Friedmann
1979
2010
1981
3 3 Das leere Grab im Moor Stefan Wolf
Neufassung: Herbert Friedmann
1979
2010
1981
4 4 Das Paket mit dem Totenkopf Stefan Wolf
Neufassung: Herbert Friedmann
1979
2010
1981
5 5 Das Phantom auf dem Feuerstuhl Stefan Wolf
Neufassung: Herbert Friedmann
1979
2010
1981
6 6 Angst in der 9a Stefan Wolf
Neufassung: Herbert Friedmann
1980
2010
1981
7 7 Rätsel um die alte Villa Stefan Wolf
Neufassung: Herbert Friedmann
1980
2011
1982
8 8 Auf der Spur der Vogeljäger Stefan Wolf
Neufassung: Herbert Friedmann
1980
2011
1982
9 9 Abenteuer im Ferienlager Stefan Wolf
Neufassung: Herbert Friedmann
1980
2011
1982
10 10 Alarm im Zirkus Sarani Stefan Wolf
Neufassung: Herbert Friedmann
1980
2011
1982
11 11 Die Falschmünzer vom Mäuseweg Stefan Wolf
Neufassung: Herbert Friedmann
1980
2011
1982
12 12 Nachts, wenn der Feuerteufel kommt Stefan Wolf
Neufassung: Herbert Friedmann
1981
2011
1982
13 13 Die Bettelmönche aus Atlantis Stefan Wolf 1981 1982
14 14 Der Schlangenmensch Stefan Wolf 1981 1982
15 15 Ufos in Bad Finkenstein Stefan Wolf 1981 1982
16 16 X7 antwortet nicht Stefan Wolf 1981 1982
17 17 Die Doppelgängerin Stefan Wolf 1981 1982
18 18 Hexenjagd in Lerchenbach Stefan Wolf 1982 1982
19 19 Der Schatz in der Drachenhöhle Stefan Wolf 1982 1982
20 20 Das Geheimnis der chinesischen Vase Stefan Wolf 1982 1982
21 21 Die Rache des Bombenlegers Stefan Wolf 1982 1982
22 22 In den Klauen des Tigers Stefan Wolf 1982 1982
23 23 Kampf der Spione Stefan Wolf 1982 1982
24 24 Gefährliche Diamanten Stefan Wolf 1982 1982
25 25 Die Stunde der schwarzen Maske Stefan Wolf 1983 1982
26 26 Das Geiseldrama Stefan Wolf 1984 1984
27 27 Banditen im Palasthotel Stefan Wolf 1984 1984
28 28 Verrat im Höllental Stefan Wolf 1984 1984
29 29 Hundediebe kennen keine Gnade Stefan Wolf 1984 1984
30 30 Die Mafia kommt zur Geisterstunde Stefan Wolf 1984 1984
31 31 Die Entführung in der Mondscheingasse Stefan Wolf 1984 1984
TB1 32 Wilddiebe im Teufelsmoor Stefan Wolf 1983 1984
TB2 33 Wer raubte das Millionenpferd? Stefan Wolf 1983 1984
TB3 34 Vampir der Autobahn Stefan Wolf 1983 1984
TB4 35 Die Nacht des Überfalls Stefan Wolf 1984 1984
TB5 36 Das Geschenk des Bösen Stefan Wolf 1984 1984
TB6 37 Der letzte Schuss Stefan Wolf 1984 1985
32 38 Die weiße Schmuggler-Jacht Stefan Wolf 1985 1985
TB7 39 Die Gift-Party Stefan Wolf 1985 1985
TB8 40 Duell im Morgengrauen Stefan Wolf 1985 1985
TB9 41 Heißes Gold im Silbersee Stefan Wolf 1985 1986
33 43 Gefangen in der Schreckenskammer Stefan Wolf 1985 1986
34 42 Anschlag auf den Silberpfeil Stefan Wolf 1985 1986
35 44 Um Mitternacht am schwarzen Fluss Stefan Wolf 1986 1986
36 45 Unternehmen Grüne Hölle Stefan Wolf 1986 1987
37 46 Hotel in Flammen Stefan Wolf 1986 1987
38 47 Todesfracht im Jaguar Stefan Wolf 1986 1987
39 48 Bestien in der Finsternis Stefan Wolf 1986 1987
40 49 Bombe an Bord (Haie an Bord[Anm. 1]) Stefan Wolf 1987 1987
41 50 Spion auf der Flucht Stefan Wolf 1987 1987
42 51 Gangster auf der Gartenparty Stefan Wolf 1987 1987
43 52 Überfall im Hafen Stefan Wolf 1987 1987
44 56 Todesgruss vom Gelben Drachen Stefan Wolf 1988 1987
TB10 53 Schüsse aus der Rosenhecke Stefan Wolf 1986 1987
TB11 54 Alarm! Klößchen ist verschwunden Stefan Wolf 1986 1987
45 55 Der Mörder aus dem Schauerwald Stefan Wolf 1988 1987
46 57 Jagt das rote Geister-Auto! Stefan Wolf 1988 1988
ST1 58 Der doppelte Pedro Stefan Wolf 1985 1988
ST2 59 Trickdieb auf Burg Drachenstein Stefan Wolf 1985 1988
47 60 Der Teufel vom Waiga-See Stefan Wolf 1988 1988
48 61 Im Schatten des Dämons Stefan Wolf 1988 1988
TB12 62 Terror aus dem „Pulverfass“ Stefan Wolf 1988 1989
TB13 63 Die Falle am Fuchsbach Stefan Wolf 1988 1989
49 64 Schwarze Pest aus Indien Stefan Wolf 1989 1989
50 65 / 66 Sklaven für Wutawia / Der Gauner mit der "Goldenen Hand" Stefan Wolf 1989 1989
TB14 67 Hinterhalt im Eulenforst Stefan Wolf 1989 1989
TB15 68 Rauschgiftrazzia im Internat Stefan Wolf 1989 1989
51 69 Achtung: Die „Monsters“ kommen Stefan Wolf 1989 1990
52 70 Wer hat Tims Mutter entführt? Stefan Wolf 1989 1990
53 71 Stimme aus der Unterwelt Stefan Wolf 1989 1990
TB16 72 Taschengeld für ein Gespenst Stefan Wolf 1989 1990
54 73 Herr der Schlangeninsel Stefan Wolf 1990 1991
55 74 Im Schattenreich des Dr. Mubase Stefan Wolf 1990 1991
56 75 Lösegeld am Henkersberg Stefan Wolf 1990 1991
57 76 Die Goldgräber-Bande Stefan Wolf 1990 1991
58 77 Der erpresste Erpresser Stefan Wolf 1990 1991
59 78 Heisser Draht nach Paradiso Stefan Wolf 1990 1991
60 79 Ein Toter braucht Hilfe Stefan Wolf 1991 1992
61 80 Weisses Gift im Nachtexpress Stefan Wolf 1991 1992
62 81 Horror-Trip im Luxusauto Stefan Wolf 1991 1992
63 82 Spuk aus dem Jenseits Stefan Wolf 1991 1992
64 83 Hilfe, Gaby in Gefahr! Stefan Wolf 1992 1993
65 84 Dynamit im Kofferraum Stefan Wolf 1992 1993
66 85 Freiheit für gequälte Tiere Stefan Wolf 1992 1993
67 86 Die Schatzsucher-Mafia schlägt zu Stefan Wolf 1992 1993
68 88 Kampf um das Zauberschwert „Drachenauge“ Stefan Wolf 1993 1994
69 87 Der böse Geist vom Waisenhaus Stefan Wolf 1993 1994
70 89 Der Feind aus der Vergangenheit Stefan Wolf 1994 1994
71 90 Schmuggler reisen unerkannt Stefan Wolf 1994 1994
- 91 Crash-Kids riskieren ihr Leben Stefan Wolf - 1995
- 92 Der grausame Rächer Stefan Wolf - 1995
- 93 Die Opfer mit der kühlen Schnauze Stefan Wolf - 1995
- 94 In dunkler Nacht am Marmorgrab Stefan Wolf - 1995
- 95 U-Bahn des Schreckens Stefan Wolf - 1995
- 96 Die Entführung des Popstars Stefan Wolf - 1996
- 97 Die Hand an den Sternen Stefan Wolf - 1996
72 98 Die Haie vom Lotus-Garten Stefan Wolf 1996 1996
73 99 Hilflos in eisiger Nacht Stefan Wolf 1996 1996
- 100 Fieser Trick mit Nr. 100 Stefan Wolf - 1996
74 101 Opfer fliegen 1. Klasse Stefan Wolf 1997 1997
75 102 Angst auf der Autobahn Stefan Wolf 1996 1997
76 103 Mörderischer Stammbaum Stefan Wolf 1997 1997
77 104 Im Wettbüro des Teufels Stefan Wolf 1997 1997
- 105 Vermißte Kids und Killerpflanzen Stefan Wolf - 1997
- 106 Mädchenraub im Ferienhaus Stefan Wolf - 1997
- 107 Lösegeld für einen Irrtum Stefan Wolf - 1998
- 108 Das Konzert bei den Ratten Stefan Wolf - 1998
78 109 Mörderspiel im Burghotel Stefan Wolf 1997 1998
79 110 Das Phantom im Schokoladen-Museum Stefan Wolf 1997 1998
- 111 Die tödliche Falle Stefan Wolf - 1998
- 112 Bombenspaß bei Kies & Knete Stefan Wolf - 1999
80 113 Mit heißer Nadel Jagd auf Kids Stefan Wolf 1998 1999
81 114 Die Sekte Satans Stefan Wolf 1998 1999
82 115 Der Diamant im Bauch der Kobra Stefan Wolf 1998 1999
83 116 Klassenfahrt zur Hexenburg Stefan Wolf 1998 1999
84 117 Im Schloss der schlafenden Vampire Stefan Wolf 1999 1999
85 118 Im Kaufhaus ist der Teufel los Stefan Wolf 1999 2000
86 119 Frische Spur nach 70 Jahren Stefan Wolf 1999 2000
87 120 Bei Anruf Angst Stefan Wolf 1999 2000
88 121 Ein cooler Typ aus der Hölle Stefan Wolf 2000 2000
89 122 Der Goldschatz, der vom Himmel fiel Stefan Wolf 2000 2000
- 123 Mordkomplott im Luxus-Klo Stefan Wolf - 2000
90 125 Der Mörder aus einer anderen Zeit Stefan Wolf 2000 2001
91 124 Vergebliche Suche nach Gaby Stefan Wolf 2000 2001
- 126 Teddy Talers Höllenfahrt Stefan Wolf - 2001
92 127 Im Schlauchboot durch die Unterwelt Stefan Wolf 2001 2001
93 128 Die Gehilfen des Terrors Stefan Wolf 2001 2001
- 129 Der Erpresser fährt bis Endstation Stefan Wolf - 2001
94 130 Die gefährliche Zeugin verschwindet Stefan Wolf 2001 2002
95 131 Stundenlohn für flotte Gangster Stefan Wolf 2001 2002
- 132 Homejacker machen Überstunden Stefan Wolf - 2002
- 134 Wer stoppt die Weihnachts-Gangster? Stefan Wolf - 2002
96 135 Der Meisterdieb und seine Feinde Stefan Wolf 2002 2003
- 136 Argentinische Entführung Stefan Wolf - 2003
97 133 Auf vier Pfoten zur Millionenbeute Stefan Wolf 2002 2002
98 137 Verschleppt ins Tal Diabolo Stefan Wolf 2002 2003
99 138 Raubzug mit dem Bumerang Stefan Wolf 2003 2003
- 139 Oskar jagt die Drogendealer Stefan Wolf - 2003
100 140 / 141 Draculas Erben / Todesbiss der schwarzen Mamba Stefan Wolf 2003 2004
- 142 Bankräuber mit Supertrick Stefan Wolf - 2004
- 143 Das unheimliche Haus Stefan Wolf - 2004
- 144 Schreckensnacht im Schlangenmaul Stefan Wolf - 2004
101 145 Hinterhalt am schwarzen Fels Stefan Wolf 2005 2005
102 146 Nonstop in die Raketenfalle Stefan Wolf 2005 2005
103 147 Hölle ohne Hintertür Stefan Wolf 2005 2005
- 148 Fieser Trick beim Finale Stefan Wolf - 2005
104 149 Tims gefährlichster Gegner Stefan Wolf 2005 2005
- 150 Heiße Nächte im Dezember Stefan Wolf - 2006
105 151 Gekauftes Spiel Stefan Wolf 2006 2006
- 152 Max und Anna, ein diebisches Paar Stefan Wolf - 2006
106 153 Es geschah in einer Regennacht Stefan Wolf 2006 2007
107 154 Das Geheimnis der Burgruine Stefan Wolf 2007 2007
- 155 Gefangen im Spukhaus[Anm. 2] Stefan Wolf (Bühnenstück) / Uwe Vogel (Bearbeitung) - 2007
- 157 Oskar und die sieben Zwerge André Minninger - 2008
108 158 Trainer unter Verdacht André Kussmaul 2008 2008
109 156 Anschlag auf die Achterbahn (Buch) / Erpresser fahren Achterbahn (Hörspiel) André Minninger 2009 2007
- 159 Böses Spiel im Sommercamp André Minninger - 2008
- 160 Das Grauen naht um Zwölf André Minninger - 2008
- 161 Ein Yeti in der Millionenstadt André Minninger - 2008
- 162 Gefahr für Oskar! André Minninger - 2009
110 163 Die Makler-Mafia André Kussmaul 2009 2009
- 164 Operation Hexen-Graffiti André Minninger - 2009
- 165 Advent mit Knall-Effekt André Minninger - 2009
- 166 Das Mädchen mit der Kristallkugel André Minninger - 2009
- 167 Der Unsichtbare Tom Kerblau - 2009
111 168 Millionencoup im Stadion Corinna Harder 2010 2010
- 169 Tatort Dschungel André Minninger - 2010
- 170 Schock im Schnee André Minninger - 2010
- 171 Das lebende Gemälde André Minninger - 2010
113 172 Das Geheimnis der Moorleiche Veronika Hampl 2010 2011
112 173 Die Skelettbande André Kussmaul 2010 2011
- 174 Doppelgänger auf der Rennbahn André Minninger - 2011
- 175 Nachtwanderung mit Schrecken Kai Schwind - 2011
114 176 Verbrechen im Rampenlicht Bernd Adelholzer 2011 2012
115 - Das Biest aus den Alpen Corinna Harder 2011 -
- 177 Die Spur der Wölfin Veronika Hampl - 2012
- 178 Hai-Alarm im Aqua-Park[Anm. 3] André Minninger - 2012
116 179 Abzocke im Online-Chat Herbert Friedmann 2011 2012
117 180 Alarm im Raubtierhaus Martin Hofstetter 2011 2012
- 181 Der vertauschte Koffer Katja Brügger - 2013
- 182 Im Bann des Übersinnlichen Martin Hofstetter - 2013
- 183 Blindgänger im Villenviertel Katja Brügger - 2013
- 184 Die ewige Finsternis Martin Hofstetter - 2013
- 185 Der unsichtbare Dieb Martin Hofstetter - 2013
- 186 Die schlafende Chinesin Martin Hofstetter - 2014
- 187 Ausspioniert! Martin Hofstetter - 2014
Anmerkungen:
  1. In der Erstauflage des Buches hieß die Folge noch Haie an Bord. Dieser wurde in weiteren Auflagen in Bombe an Bord geändert. Das Hörspiel trug schon von Beginn an den geänderten Titel.
  2. Hörspielumsetzung basierend auf dem gleichnamigen Bühnenstück, welches zwischen 2007-2009 in verschiedenen Städten Deutschlands aufgeführt wurde.
  3. Die Folge wurde schon einmal im Juni 2010 als exklusives Hörspiel unter dem Titel Hai-Alarm im Aquapark bei Tchibo zusammen mit der bereits erschienenen Folge 159 Böses Spiel im Sommercamp in einer Doppel-CD-Box veröffentlicht. Im Juni 2012 wurde diese dann auch in die reguläre Folgenzählung aufgenommen.

Special-Folgen[Bearbeiten]

  • Specials:
    • Die Schatzinsel mit den 7 Rätseln (CD/MC): Das Hörspiel verband eine Geschichte der TKKG-Bande mit einem Gewinnspiel. Der Hörer konnte die Gewinnspiellösung durch Hinweise innerhalb des Hörspiels herausbekommen und somit aktiv am Lösen des Falls beteiligen. Die Folge erschien am 29. Mai 1995.
    • Das Geheimnis um TKKG (CD/MC): Kennenlernfolge aus dem Jahre 1995, in der die TKKG-Freunde dem Hörer genauer vorgestellt werden. Sie wurde neben der TKKG-Single Ein Fall für TKKG – Der Song von Peter & die TKKG-Band zum zwanzigjährigen Bestehen der Serie 1999 wieder neu aufgelegt. 2010 wurde eine komplette Neufassung in überarbeiteter Form und teilweisen neuen Sprechern herausgebracht.
  • Film-Hörspiele:
    • Drachenauge (CD/MC): Original Filmton Hörspiel (O-Ton) zum Kinofilm Drachenauge aus dem Jahre 1992 in zwei Teilen. Erweitert wurde das Hörspiel um Musikstücke aus den TKKG-Hörspielen und einen Erzähler.
    • Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine (CD/MC): O-Ton-Hörspielfassung des gleichnamigen Kinofilms von 2006.

Sonderauflagen[Bearbeiten]

  • Zum 10-Jahre-Jubiläum wurden 10 Wiederveröffentlichungen herausgebracht, die jeweils zwei ältere Folgen der Serie auf einer Kassette vereinte.
  • Außerdem erschienen vom Spielzeughersteller Remus zwei TKKG-Folgen der Europa-Serie (Gefangen in der Schreckenskammer und Um Mitternacht am schwarzen Fluss). Die Kassetten wurden mit veränderten Covern im Zeichenstil der TKKG-Comics herausgebracht. Später brachte Remus diese Hörspiele in der Reihe Lesen & Lauschen mit einem beigelegten Comic heraus.

Kritik[Bearbeiten]

Die TKKG-Geschichten, vor allem die frühen Folgen, verwenden häufig Klischees, um Verbrecher deutlich zu kennzeichnen. So sind diese oft an ihrem Äußeren zu erkennen (Narben, besondere Körper- und Gesichtsmerkmale wie rote Haare und viele Sommersprossen) oder durch ihre Herkunft (z. B. Südländer, Zigeuner), soziale Gruppenzugehörigkeit (Rocker, Punks, Obdachlose) oder den Beruf. Wolf bedient sich hier gesellschaftlicher und populärer Vorurteile und Stereotype. Auf die Frage nach seiner häufigen Verwendung von Klischees (in Bezug auf seine Charaktere) verteidigt Wolf dies und antwortet weiter: „Das gehört einfach dazu, und irgendwie ist an Klischees ja auch immer etwas Wahres dran, oder?“.[7]

Besonders hervorstechend ist die oft abwertende Kommentierung sozial schlechter gestellter Gruppen wie z. B. der Obdachlosen durch TKKG selbst. Andererseits treten TKKG von Anfang an auch für Mitglieder oder ganze Minderheiten ein. Dabei werden positive Figuren z. B. ethnischer Minderheiten vorgestellt, die den Klischees anderer Folgen widersprechen. Bei diesen Widersprüchen fällt vor allem das unstimmige Verhalten der TKKG-Freunde selbst auf, die einerseits moralisierend auftreten, jedoch andererseits durch ihr eigenes Vorverurteilen und oft bemühtes „der-Zweck-heiligt-die-Mittel“-Vorgehen ihre selbstbestimmte Moral umgehen. Besonders in den jüngeren Folgen greift Tim öfter zu präventiver Gewalt, die nicht mehr wie in den älteren Folgen nur Notwehrcharakter hat.

Die Hauptcharaktere werden recht übersteigert dargestellt. Tarzan/Tim ist der große, braungebrannte, starke, sportliche Strahlemann; Karl ist schlaksig, schwach, dafür aber intelligent – der typische Streber. Klößchen ist dick, verfressen, faul (aber nicht dumm), und in praktisch jeder Folge wird auf Gabys betörende Schönheit sowie ihre fraulichen Reize Bezug genommen (obwohl sie erst zwölf bis 14 Jahre alt ist). In späteren Folgen ist sie auch eifersüchtig auf Frauen, mit denen Tim Kontakt hat. In diesen Folgen wird durch Sätze von Tim oder Gaby eine Beziehung angedeutet (z. B. „Bussi, Pfote“).

Ein weiteres Beispiel ist die Rolle der Frau. Obwohl Wolf oft starke Frauenfiguren zeigt und die TKKG-Freunde für eine Gleichberechtigung der Geschlechter eintreten, wird Gaby bei gefährlichen Situationen oder bei Unternehmungen zu später Stunde regelmäßig aus der Gruppe ausgegrenzt (Tarzan/Tim: „Mädchen in deinem Alter gehören um diese Uhrzeit ins Bett“). Dabei gibt Wolf im Interview die Zahl der weiblichen Leser mit 60 % an.[8][9]

Die Autoren Jean-Philip Baeck und Volker Beeck attestieren in ihrem Text „Mit Judo gegen Wodka Bruno, Miethai Zinse und Dr. Mubase. TKKG – ein postnazistischer Jugendkrimi“ ein klar postnazistisches Weltbild.[10]

Sprache[Bearbeiten]

Wolf legte den TKKG-Freunden angeblich an die Jugend- und Umgangssprache angelehnte Wörter (z. B. Drahtesel, Seifensieder, fernsülzen) oder Redewendungen in den Mund, die z. T. in Fußnoten übersetzt werden. Auch Wörter aus der Jugendsprache vergangener Jahrzehnte wurden besonders in den ersten Jahren benutzt (z. B. Pauker, Penne). Dieser Pseudo-Jugendslang wurde in den 1990ern vermehrt mit Anglizismen angereichert und wich immer mehr von der tatsächlichen Jugendsprache ab. Wolf benutzt hier z. T. eine eingedeutschte Schreibweise englischer Wörter (z. B. Taubenmörder-Konnäktschn aus Mörderischer Stammbaum) und meint, dass innerhalb der Serie „die Sprache erwachsener geworden ist“. Weiter führt er aus: „Die Kids haben durch die Reizüberflutung einen Sprung gemacht, nicht nur zum Positiven. Sie bekommen heute oft keine ganzen Sätze mehr hin, sie sprechen in Ellipsen oder in Schlagwörtern.“ ([8], S. 88) Diese übertriebene Verwendung von Anglizismen wird selbst von Karl im Hörspiel Hexengraffiti als schlecht kritisiert.

Auch die Namen vieler Akteure bestehen aus Wortspielen, z. B. Herr Contrechien (frz.: Hundegegner), der einen Hund vergiftet (Folge: Todesbiss der schwarzen Mamba), Scheich Schacha Ben Öhli (Folge: Wer raubte das Millionenpferd?), Inspektor Glaubnichts, Hans-Henning von Socke-Paulmann (Folge: Feind aus der Vergangenheit), Dr. Remplem (Folge: Vampir der Autobahn), Carlo Bijou (frz.: Schmuck) als Juwelier (Folge: Tims gefährlichster Gegner), der chinesische Dieb Xiang Beutezahn (Folge: Herr der Schlangeninsel), Zahnärzte Dr. Beißinger (Folge: Achtung, die "Monsters" kommen) und Dr. Brechaußer (Folge: Horror-Trip im Luxusauto). Auch einige Ortsnamen bieten einen Anreiz zum Lachen, wie z. B. Oberkirchweidenbüggetal-Ennsling (Folge Hinterhalt im Eulenforst), Vierlingstetten-Oberwurz (Folge Schwarze Pest aus Indien), der österreichische Ferienort Bad Fäßliftl, Klein-Auersheim-Prillstetten oder das Kernkraftwerk „Fallaut“ (Folge: Vermißte Kids und Killerpflanzen). Wolf selbst hebt die Komik seiner Geschichten im Interview auf die Frage nach seinem Serien-Konzept hervor: „Ich verarsche Fußball, Massenevents und dieses ‚Fit for Fun‘.“ ([8], S. 86)

In Folge 164 (Operation Hexen-Graffiti) bekommen die Vier Decknamen, welche die Vornamen ihrer jeweiligen Sprecher sind: Tim – Sascha, Karl – Niki, Willi – Manou, Gaby – Veronika.

Illustrationen[Bearbeiten]

Bis 2009 war Reiner Stolte als Illustrator hauptverantwortlich für alle Illustrationen und Covermotive der Bücher und Hörspiele. 2009 hat sich der Rechteinhaber Sony Music Entertainment entschieden, die Illustrationen an den Geschmack der heutigen Kinder anzupassen. Seitdem werden computercolorierte Bilder verwendet. Diese basieren weiterhin auf Artwork-Vorlagen von Reiner Stolte und werden nun vom Illustrationsstudio Comicon S.L. digital bearbeitet.[11] Auch die Bücher im cbj-Verlag wurden mit neuen Illustrationen versehen. Seit November 2010 ist Gerhard Schröder für die Cover und Zeichnungen in den Büchern verantwortlich. Nach und nach sollen nicht nur neue Folgen in dem neuen Design erscheinen, sondern auch die alten Folgen angepasst werden.

Adaptionen[Bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten]

Die Hörspielserie erscheint seit 1981 im Hörspiel-Verlag Europa. Die Regie führt Heikedine Körting. Alle Folgen der Serie sind als Hörspielkassette bis 2012 erschienen. Im Oktober 2011 gab Europa bekannt, dass ab 2012 sämtliche Hörspiele nur noch auf CD produziert werden. Die Folgen 1 bis 12 wurden in der Erstauflage zusätzlich auf Schallplatte herausgebracht. Neben der Veröffentlichung von neuen Folgen auf CD wurden auch die älteren Folgen nach und nach auf CD herausgebracht. Dabei wurden neben dem Austausch von einigen Musiktiteln auch Textpassagen entfernt.[12] Ab 2003 wurden diese Neuauflagen als TKKG-Sammlerboxen, die drei Folgen in einem Pappschuber enthalten, verkauft. Da neben den regulären Hardcover-Büchern auch Bücher der TKKG-Taschenbuch-Reihe und später Hörspielskripte ohne Buchvorlage vertont wurden, weicht die folgende Nummerierung der TKKG-Hörspiele von denen der Hardcover-Bücher ab. Jährlich erscheinen 4 bis 6 neue Folgen als Hörspiel.

Musik[Bearbeiten]

Für die Hörspiel-Veröffentlichungen von 1981 bis 1986 wurden Musikstücke von Carsten Bohn verwendet.[13] Nach dem Beginn eines Rechtsstreits zwischen Bohn und Europa wurde ab Folge 34 keine Musik von Bohn mehr eingesetzt. Bei späteren Neuveröffentlichungen der Folgen 1 bis 33 wurden Musikstücke Bohns ersetzt.

Die Titelmelodie der ersten 33 Folgen (Text: TKKG. Juh. TKKG. Juh. Tarzan, Karl und Klößchen … mit der neuen Note … und Gaby die Pfote. Ja das sind wir, die neuen vier. Tarzan ist der Kopf des Ganzen. Karl lässt schnell die Fakten tanzen. Klößchen ist ein guter Typ. Gaby hat den Tarzan lieb.) wurde auf das Instrumentalstück No, No, No von Bohn eingesungen. Sie wurde durch das bis heute bei den Hörspielen und auch in der Fernsehserie benutzte Titellied mit dem Text TKKG, die Profis in spe. TKKG, die Profis in spe. Wir lösen für Sie jeden Fall, wenn Sie woll'n überall. TKKG! ersetzt. Dabei werden in den Hörspielen immer wieder unterschiedliche Variationen (Gesang der Hörspiel-Sprecher, Gesang der Fernsehserienschauspieler, verschiedene Versionen ohne Gesang) des Liedes eingesetzt.

Für die Zwischenstücke ab Folge 34 sind u. a. die Musiker Jan-Friedrich Conrad, Constantin Stahlberg, Jens-Peter Morgenstern und Andris Zeiberts verantwortlich.

Kritik[Bearbeiten]

Die erfolgreichen frühen Umsetzungen der Romane als Hörspiele gefielen Wolf nicht ([8], S. 90). Seine Arbeit an den Hörspielen ab Folge 90 kommentiert Wolf damit, dass er für die Konsumenten der verschiedenen Medien Roman und Hörspiel „völlig verschiedene Versionen“([8], S. 90) konzipiere. Viele Hörer werfen Wolf dabei vor, nicht an die Dichte früherer Drehbücher des Drehbuchautors H. G. Francis heranzukommen. Diese Kritik wurde auch von der Fachzeitschrift Bulletin Jugend & Literatur aufgenommen: Es „werden Redundanzen verstärkt, Zusammenhänge und Spannung nunmehr (vom Erzähler) behauptet:, ‚jetzt wurde es ganz gefährlich, drohte höchste Gefahr…’“ [14]

Hörerschaft[Bearbeiten]

TKKG richtet sich an junge Hörer zwischen 6 und 12 Jahren (Jungen und Mädchen).[15] Heute sind geschätzt 10 % der Hörer älter als 25 Jahre.[15] Ein ähnliches Phänomen zeigt sich in der ebenfalls von Europa produzierten Serie Die drei ???, dort in einer noch stärkeren Ausprägung. Viele der Hörer entdecken die Serie aus ihrer Kindheit im jungen Erwachsenenalter wieder. Sie bietet eine Möglichkeit der Entspannung und dem Schwelgen in den eigenen Kindheitserinnerungen.[16]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Goldene Schallplatte
    • 20 × Gold für die Folgen 2–7, 9, 10, 13–16, 19–22, 24, 25, 27 und 29
    • 1 × Platin für die Folge 1

Fernsehen und Kino[Bearbeiten]

In den Jahren 1985 und 1987 entstand für das ZDF die zwölfteilige Fernsehserie Ein Fall für TKKG. Unter dem Titel TKKG – Der Club der Detektive strahlte der KiKA von 1998 bis 2002 und später noch einmal von 2005 bis 2006 eine Kindersendung aus, in der zwei Rateteams gegeneinander antraten. Außerdem drehte im Jahr 2007 Daniel Rakete Siegel eine Filmparodie auf die Reihe unter dem Titel Ein Fall für KBBG.

1992 wurde der erste Kinofilm Ein Fall für TKKG: Drachenauge veröffentlicht. Kampf um das Zauberschwert „Drachenauge“ wurde später als reguläres Buch (Band 68) der Reihe herausgebracht und als Folge 88 der Hörspielserie vertont. 2006 kam mit TKKG – Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine ein zweiter TKKG-Spielfilm ins Kino. Die vier Detektive wurden diesmal von Jannis Niewöhner (Tim), Jonathan Dümcke (Karl), Lukas Eichhammer (Klößchen) und Svea Bein (Gaby) dargestellt. Lukas Eichhammer ist der Sohn des Kameramanns Klaus Eichhammer und der Regisseurin Susanne Eichhammer.

Comics und Magazine[Bearbeiten]

Zwischen 1987 und 1989 erschienen im Ehapa-Verlag 17 Comic-Hefte von TKKG (Ausgabe 1-2/1987, 1-12/1988 und 1-3/1989). Die Comics wurden vom Studio Comicon produziert, Zeichner war Josep Marti, der auch u. a. für YPS zeichnete.

Inhalt des Comics waren je zwei abgeschlossene Comicgeschichten, die zunächst Geschichten aus den Romanen wiedergaben. In späteren Ausgaben wurden jedoch Geschichten ohne Vorlage erzählt. Darüber hinaus gab es Informationen für den Fan, Tipps von Mitgliedern von TKKG und immer auch einen Rätselkrimi, dessen Auflösung der Leser selber erarbeiten konnte.

2008 erschien wieder im Ehapa-Verlag unter dem Titel „TKKG das offizielle Detektiv-Magazin“ ein Heft im Zwei-Monats-Rhythmus, das jeweils neben diversen „Detektiv“-Rätseln und Rätselkrimis auch eine neue abgeschlossene Comicgeschichte enthielt. Die Reihe wurde jedoch 2009 wieder eingestellt.

Computer- und Konsolenspiele[Bearbeiten]

1985 erschien das Textadventure Das leere Grab im Moor lose basierend auf dem gleichnamigen Roman unter dem Label Europa Computer-Club. Die Datasette des Spiels für den C64 erhielt als Besonderheit Musik der Hörspiele. Das Spiel wurde ebenfalls für den Atari umgesetzt.

Zwischen 1997 und 2008 erschienen 16 Grafikadventures bei Tivola für Windows, die ersten 14 auch für Mac OS. Hier löst der Spieler zusammen mit der TKKG-Bande Fälle ohne Romanvorlage. Außerdem erschien bei Tivola Das Phantombild Programm mit dem Logo der Fernsehsendung TKKG – Der Club der Detektive.

Darüber hinaus gibt es ein Spiel für den Nintendo DS: TKKG: Detektiv Gesucht. Hier löst man 16 verschiedene Geschicklichkeits und Gedächtnisspiele. Damit können auch vier weitere Spiele freigeschaltet werden. Außerdem ist ein Zweispielermodus verfügbar, bei dem abwechselnd auf derselben Spielkonsole gegeneinander gespielt wird und die Ergebnisse dann verglichen werden.

Am 3. März 2009 gab die Tivola Publishing GmbH bekannt, dass die Reihe der PC-Spiele eingestellt wird. Ursächlich dafür sei das Auslaufen des Lizenzvertrages, so der Geschäftsführer in einer Pressemitteilung.[17]

Weblinks[Bearbeiten]

  • TKKG.de Offizielle Seite zur Hörspielserie von Europa
  • TKKG-buecher.de Offizielle Verlagsseite von cbj zu den TKKG-Büchern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rolf Kalmuczak gestorben. auf: faz.net 13. März 2007.
  2. TKKG war eine Notlösung. In: Der Spiegel. 15. Oktober 2006, archiviert vom Original am 11. April 2012, abgerufen am 22. November 2013.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDas TKKG-Logo bei Pelikan. In: TKKG-Site.de. 21. Oktober 2010, abgerufen am 5. März 2012.
  4. Wie aus Tarzan Tim wurde (enthält auch ein Zitat der Textstelle aus dem Buch), TKKG Site, abgerufen am 2. September 2012.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatEUROPA garantiert: TKKG wird im Sinne des Autors fortgeführt. In: TKKG-Site.de. 5. Oktober 2007, abgerufen am 5. März 2012.
  6. Vorerst keine neuen TKKG-Bücher. TKKG-Site.de, 28. Januar 2013, abgerufen am 16. Februar 2013.
  7. Sarkar, David: Interview mit Stefan Wolf. Auf: www.planet-interview.de. 12.10 2005 (online)
  8. a b c d e Kaiser, Meike: TKKG – eine populäre Kriminalserie für Kinder. Konzept und medienübergreifende Vermarktung. Diplomarbeit. Stuttgart 2002
  9.  Robert Best: „Das Strafbedürfnis ist eklatant“. In: die tageszeitung. 1. April 2008 (Interview mit Annika Freyer und Volker Beeck, online, abgerufen am 28. November 2012).
  10. Katharina Mayer: Rassismus im Kinderzimmer. Kontext:Wochenzeitung, abgerufen am 28. November 2012.
  11. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatInterview: EUROPA über den Designwechsel. In: TKKG-Site.de. 5. Oktober 2010, abgerufen am 6. März 2012.
  12. Schnittbericht auf tkkg-online.de
  13. Eine genaue Auflistung der eingesetzten Musikstücke liefert die Soundwerkstatt auf hoerspiele.de
  14. Heidtmann, Horst: Kinder hören mehr: Kindertonträgermarkt legt weiter zu. In: Bulletin Jugend & Literatur, Heft 9, 2001, S. 11–16.
  15. a b TKKG Serien-Info 2013. Kühl PR. Abgerufen am 5. April 2014.
  16. TKKG – eine populäre Kriminalserie für Kinder. Konzept und medienübergreifende Vermarktung. Meike Kaiser. Abgerufen am 5. April 2014.
  17. Pressemitteilung auf openPR.de