TSF Ditzingen

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TSF Ditzingen
Logo der TSF Ditzingen
Voller Name Turn- und Sportfreunde
Ditzingen 1893 e.V.
Ort Ditzingen
Gegründet 2. Juli 1893
Vereinsfarben grün-weiß
Stadion TRUMPF-Stadion
Plätze 4000
Homepage www.tsf-ditzingen.de
Liga Kreisliga A Enz/Murr 2
2013/14 7. Platz
Heim
Auswärts

Die Turn- und Sportfreunde Ditzingen 1893 e.V. (kurz TSF Ditzingen) wurden am 2. Juli 1893 als Turnverein Ditzingen gegründet. Nach über 100-jähriger, wechselvoller Geschichte sind die Turn- und Sportfreunde heute mit ca. 2000 Mitgliedern der größte Sportverein in der Großen Kreisstadt Ditzingen. Über ihre 15 Abteilungen sind die TSF Ditzingen Mitglied in verschiedenen Sportfachverbänden. Darüber hinaus gehören sie zum Sportkreis Ludwigsburg und sind Mitglied im Württembergischen Landessportbund.

Fußball[Bearbeiten]

Die Fußball-Abteilung der TSF Ditzingen wurde 1920 gegründet, die Mannschaft nahm im selben Jahr in der Kreisklasse B den Spielbetrieb auf. Dort wurde die Mannschaft 1933 Meister und stieg in die Kreisklasse A auf. Dort blieb die Elf, ehe sie 1940 Meister der A-Klasse wurde.

1945 wurde der Spielbetrieb nach dem Zweiten Weltkrieg in der Kreisklasse Leonberg wieder aufgenommen. 1947 wurde dort die Meisterschaft errungen und damit der Aufstieg in die Bezirksklasse Stuttgart geschafft. 1950 gelang der Aufstieg in die 2. Amateurliga, aus der die Mannschaft jedoch 1952 wieder abstieg. 1956 erfolgte der Abstieg in die Kreisklasse B, der Mannschaft gelang allerdings der sofortige Wiederaufstieg.

1977 stieg der Klub erneut in die Kreisklasse B ab. 1985 wurde die Kreisklasse A erreicht, im folgenden Jahr gelang der Durchmarsch in die Bezirksliga Enz-Murr. 1988 wurde die Mannschaft auch in dieser Spielklasse Meister und erreichte die Landesliga Württemberg. Auch hier verblieb der Klub nur zwei Jahre und stieg 1990 als Meister in die Verbandsliga Württemberg auf.

1991 gelang als Neuling in der vierten Liga der Meistertitel und damit der direkte Durchmarsch in die Oberliga Baden-Württemberg. 1993 erreichte die Mannschaft das Finale des WFV-Pokals, wo der SV Böblingen mit 3:2 geschlagen werden konnte. Zweifacher Torschütze für die Turn- und Sportfreunde war Kahraman Erdin. Ein Jahr später unterlag Ditzingen im Finale gegen den SSV Ulm deutlich mit 0:6. Nach einem vierten Platz 1994 in der Oberliga qualifizierte sich der Verein für die neugeschaffene Regionalliga Süd. Im DFB-Pokal scheiterte man mit einer 0:2-Niederlage an Hansa Rostock.

Nachdem die TSF Ditzingen sich in den ersten beiden Jahren noch im vorderen Feld der Regionalliga platzieren konnten, entging der Klub 1997 mit nur zwei Punkten Vorsprung auf den von der SpVgg 07 Ludwigsburg belegten Abstiegsplatz dem Gang in die Viertklassigkeit. Auch in den beiden folgenden Jahren gelangen nur Plätze im hinteren Mittelfeld. 2000 fiel der Verein der Umstrukturierung der Regionalliga zum Opfer und stieg als Tabellenfünfzehnter in die Oberliga Baden-Württemberg ab.

In der Oberliga mussten die TSF Ditzingen von Beginn an gegen den Abstieg kämpfen. In der ersten Saison reichte ein Punktepolster von drei Punkten auf den Abstiegsplatz, 2002 fehlten acht Punkte auf den FC 08 Villingen, die den rettenden 14. Rang belegten.

Ab 2002 spielten die TSF Ditzingen wieder in der Verbandsliga Württemberg. Dort belegten sie bis 2007 hauptsächlich vordere Ränge, konnten den Abstieg 2008 aber nur knapp vermeiden. 2009 wurde nur der 16. Platz in der Verbandsliga Württemberg erreicht, was den Abstieg in die Landesliga Württemberg bedeutete. Auch hier konnte sich der Verein nicht halten und spielte somit in der Saison 2010/11 in der achtklassigen Bezirksliga Enz/Murr, aus der man wiederum in die Kreisliga A Enz/Murr 2 (Stufe 9) abstieg. Seither arbeitet der Klub an einem Neuanfang.

Platzierungen der letzten Jahre[Bearbeiten]

  • 1984/85 – Kreisliga Enz-Murr B (1. Platz)
  • 1985/86 – Kreisliga Enz-Murr A (1. Platz)
  • 1986/87 – Bezirksliga Enz-Murr (13. Platz)
  • 1987/88 – Bezirksliga Enz-Murr (1. Platz)
  • 1988/89 – Landesliga Württemberg (11. Platz)
  • 1989/90 – Landesliga Württemberg (1. Platz)
  • 1990/91 – Verbandsliga Württemberg (1. Platz)
  • 1991/92 – Oberliga Baden-Württemberg (9. Platz)
  • 1992/93 – Oberliga Baden-Württemberg (6. Platz)
  • 1993/94 – Oberliga Baden-Württemberg (4. Platz)
  • 1994/95 – Regionalliga Süd (5. Platz)
  • 1995/96 – Regionalliga Süd (5. Platz)
  • 1996/97 – Regionalliga Süd (15. Platz)
  • 1997/98 – Regionalliga Süd (12. Platz)
  • 1998/99 – Regionalliga Süd (12. Platz)
  • 1999/2000 – Regionalliga Süd (15. Platz)
  • 2000/01 – Oberliga Baden-Württemberg (14. Platz)
  • 2001/02 – Oberliga Baden-Württemberg (17. Platz)
  • 2002/03 – Verbandsliga Württemberg (4. Platz)
  • 2003/04 – Verbandsliga Württemberg (12. Platz)
  • 2004/05 – Verbandsliga Württemberg (10. Platz)
  • 2005/06 – Verbandsliga Württemberg (5. Platz)
  • 2006/07 – Verbandsliga Württemberg (6. Platz)
  • 2007/08 – Verbandsliga Württemberg (12. Platz)
  • 2008/09 – Verbandsliga Württemberg (16. Platz)
  • 2009/10 – Landesliga Württemberg (16. Platz)
  • 2010/11 – Bezirksliga Enz-Murr (16. Platz)
  • 2011/12 – Kreisliga A Enz-Murr 2 (2. Platz)
  • 2012/13 – Bezirksliga Enz-Murr (15. Platz)
  • 2013/14 – Kreisliga A Enz-Murr 2 (7. Platz)

Bekannte Spieler und Trainer[Bearbeiten]

Fechten[Bearbeiten]

Die Fechtabteilung der TSF Ditzingen wurde 1975 gegründet und feierte ihre größten Erfolge in den 2000er-Jahren. 2005 und 2007 erreichte die Herrendegen-Mannschaft mit Michael Flegler, Ingo Grausam, Klaus Schäfer jeweils das Halbfinale der Deutschen Meisterschaften. 2003 und 2006 war die Mannschaft Sieger des Deutschlandpokals, 2004 unterlagen die TSF im Pokalfinale dem FC Leipzig. Den dritten Sieg des Deutschlandpokals feierten die TSF 2013 in der Besetzung Samuel Unterhauser, Laszlo Kovacs und Benedikt Joachim in Hanau.

Auch die Damendegen-Mannschaft in der Stammbesetzung Pia Paul, Marion Weis und Melanie Auracher gehört zu den Top Ten in Deutschland, war 2006 im Halbfinale des Deutschlandpokals und in den Jahren 2006 und 2007 jeweils Zehnte der DM. Im April 2007 durchbrachen die Ditzinger Damen außerdem die jahrelange Vorherrschaft des Heidenheimer SB – immerhin Leistungs-Stützpunkt des Deutschen Fechterbundes – bei den Württembergischen Meisterschaften und holten sich den Titel.

Bei der B-Jugend-DM (U14) 2010 in Reutlingen errang Degen-Nachwuchsfechter Samuel Unterhauser erstmals einen nationalen Einzeltitel für die Ditzinger Fechter. Den Senioren-Mannschaften des Vereins war dies bei der DM in Dresden 2010 ebenfalls gelungen: Das Herrendegen-Team (Igor Borrmann, Bruno Kachur, Laszlo Kovacs, Bernd Schlottke) belegte den 1. Platz ebenso wie die Degen-Damen (Pia Paul, Uschi und Moni Willrett sowie Margit Kachur), die ihren Vorjahrestitel verteidigten und die Meisterschaft bereits zum vierten Mal nach Ditzingen holten.

Zum Trainerteam der TSF Ditzingen gehörte unter anderem Olympiasieger Robert Felisiak. Der gebürtige Pole gewann bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona olympisches Gold mit der deutschen Degenmannschaft.

Kurioses[Bearbeiten]

  • Der Fußballmannschaft des Klubs gelang neben dem bemerkenswerten Aufstieg von der Kreisliga A (Enz/Murr) in die Regionalliga Süd innerhalb von nur acht Jahren (1986–1994) auch der umgekehrte Weg innerhalb von 14 Jahren (1997–2011) und der traurige Rekord von drei aufeinanderfolgenden Abstiegen von der Verbandsliga Württemberg in die Kreisliga A (2008–2011).

Weblinks[Bearbeiten]