TSV Altenholz

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TSV Altenholz
TSV Altenholz Logo.svg
Voller Name Turn- und Sportverein Altenholz von 1948
Ort Altenholz
Gegründet 21. Mai 1948
Vereinsfarben schwarz/gelb
Stadion Sportzentrum Klausdorfer Straße
Plätze 5000
Präsident Lars Rosenstein
Vorstand Lars Rosenstein
Trainer Harry Witt
Homepage Webseite des TSV Altenholz
Liga Schleswig-Holstein-Liga
2013/14 5. Platz
Heim
Auswärts

Der Turn- und Sportverein Altenholz von 1948, kurz TSV Altenholz, ist ein Sportverein aus Altenholz bei Kiel. Mit seinen knapp 3000 Mitgliedern ist er einer der größten Sportvereine in Schleswig-Holstein.

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde der TSV Altenholz am 21. Mai 1948 und bietet heute unter anderem Badminton, Fußball, Gymnastik, Handball, Judo, Karate, Leichtathletik, Schwimmen, Tanzen, Tennis, Tischtennis, Turnen und Volleyball als Sportarten an.

Fußball[Bearbeiten]

Die Fußballabteilung des TSV Altenholz wurde am 29. Juni 1966 gegründet. Sie stand vereinsintern zumeist an zweiter Stelle hinter den Handballern. Im Raum Kiel waren Vereine wie der KSV Holstein, der FC Kilia Kiel und auch der VfB Kiel höherklassig angesiedelt. So verlor der TSV auch regelmäßig gute Jugendspieler an die Konkurrenz. Erst Anfang der 1990er Jahre sorgten sechs Kaufleute für professionelle Strukturen im Altenholzer Fußball. Sie holten verschiedene aus dem TSV hervorgegangene Fußballspieler zurück. Zwischen 1991 und 1994 gelang den TSV-Fußballern unter Trainer Harry Witt jährlich ein Aufstieg, der sie von der Kreisliga über Bezirksklasse, Bezirksliga, Landesliga bis in die Verbandsliga führte. Damit stand der TSV vor den Lokalkonkurrenten Kilia und VfB. Als Trainer Witt von seinem Ex-Verein KSV Holstein abgeworben wurde, dauerte es bis 1997, ehe die Fußballherren erstmals in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein aufstiegen. Nun wurde die Leistungsfußballabteilung eigens in die TSV Altenholz Fußball GmbH & Co. KG ausgegliedert.[1]

In der Oberliga traf der TSV auch direkt auf die KSV Holstein. Das Kieler Lokalderby vom 17. Oktober 1997 bescherte der Oberliga Schleswig-Holstein/Hamburg mit 4.102 Zuschauern eine neue Rekordkulisse. Der TSV verlor mit 1:3 und verpasste damit die Chance, beste Kieler Fußballmannschaft zu werden.[1]

1999/2000 verpasste der TSV um fünf Punkte die Meisterschaft. Zur Saison 2000/01 wurde der Kader nochmals um Ex-Profis wie Timo Hempel und Marco Hinz verstärkt. Der Sprung in die Regionalliga wurde jedoch deutlich verpasst. Der TSV beendete die Saison als Zehnter,[1] die GmbH & Co. KG wurde wieder in den Gesamtverein eingegliedert.[2] Nach dem zwölften Platz 2002/03 waren die Fußballer zwar sportlich gerettet, zogen sich jedoch aus der Oberliga zurück. Die Sponsoren hatten ihr Engagement in Altenholz beendet, nachdem der TSV mit der KSV Holstein und dem TuS Felde eine Übereinkunft getroffen hatte, der KSV Holstein die Führungsrolle im Kieler Fußball zu überlassen.[1] In der Saison 2005/06 gelang dem TSV der Aufstieg aus der Bezirksoberliga Kiel in die Verbandsliga Schleswig-Holstein. 2008 qualifizierte sich der Verein für die neue Schleswig-Holstein-Liga, aus der man 2010 wieder abstieg. In der Saison 2011/12 gelang dem TSV als Meister der Verbandsliga Schleswig-Holstein der Aufstieg und damit die Rückkehr in die Schleswig-Holstein Liga.

Der TSV Altenholz verfügt auch über eine Frauenfußballabteilung, bei der die deutsche Nationalspielerin Britta Carlson ihre Karriere begann. Heute spielt sie für den Bundesligisten VfL Wolfsburg.

Handball[Bearbeiten]

TSV Altenholz
TSV Altenholz
Voller Name Turn- und Sportverein Altenholz von 1948
Spitzname(n) Die Wölfe
Gegründet 21. Mai 1948
Vereinsfarben Schwarz/Gelb
Halle Edgar-Meschkat-Halle
Plätze 1.200
Trainer Klaus-Dieter Petersen
Liga 3. Liga
2013/14
Rang 19. Platz (2. Handball-Bundesliga)
Website tsv-a.de

Bekannt ist der TSV Altenholz vor allem für seine Handballabteilung. Die 1. Herrenmannschaft spielt in der 2. Handball-Bundesliga. Der bislang größte Erfolg gelang den Handballern 1975 mit dem Aufstieg in die Handball-Bundesliga.[3] Doch nach nur einer Spielzeit und lediglich vier Siegen in der Staffel Nord musste der TSV mit vierzehn Niederlagen als Tabellenletzter wieder absteigen. Die folgenden fünf Jahre spielte der TSVA in der damals noch zweitklassigen Regionalliga Nord und verpasste 1981 zunächst die Qualifikation für die neue 2. Bundesliga, rutschte also vorübergehend in die Drittklassigkeit ab.

Bereits 1982 gelang jedoch der Aufstieg in die 2.Bundesliga.[4] Nach einem guten Start als Siebter der Staffel Nord rutschte der TSV in der folgenden Saison auf den zwölften Platz ab, um schließlich 1984/85 abzusteigen. Der Wiederaufstieg gelang dem TSV erst acht Jahre später 1993.[5] Zwar verpasste der TSV zunächst den Klassenerhalt um nur drei Punkte und stieg als Tabellenletzter der Staffel Nord 1994 wieder ab, doch dieses Mal gelang die sofortige Rückkehr in die 2. Bundesliga,[6] der er seitdem ohne Unterbrechung angehört. Zwar rettete sich der Verein mehrmals nur knapp vor dem Abstieg und er landete zumeist auf hinteren Tabellenrängen. Doch gelangen dem TSV 2003/04 mit dem siebten und 2004/05 mit dem sechsten Platz zuletzt auch Platzierungen in vorderen Tabellenregionen.

Nach insgesamt sechzehn Spielzeiten in der 2. Handball-Bundesliga belegt der TSV Altenholz in der „Ewigen Tabelle der 2. Bundesliga“ den 20. Platz von bislang 150 Zweitligisten.[7] Auch sind die TSV-Handballer an mehreren Rekorden in der 2. Handball-Bundesliga beteiligt. So gelangen dem TSV beim 51:30 Heimsieg über den VfL Fredenbeck in der Saison 2004/05 die meisten Tore, die je ein Handballzweitligist in einem Spiel warf. Zugleich war diese Begegnung die zweittorreichste Partie in der Geschichte der 2. Liga und bedeutende den zweithöchsten Sieg in der Geschichte der 2. Liga Nord. Beim 48:30 über die HSG Niestetal-Staufenberg in der Saison 2005/06 schaffte der TSV Altenholz auch die zweitmeisten Tore in einem Spiel der 2. Liga.[8] Die Saison 2007/08 schloss Altenholz mit dem 16. Platz ab, sodass der TSV in die Relegation müsste. In der Relegation gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen verlor man beide Partien,[9] sodass der TSV in der Saison 2008/09 in der Regionalliga starten sollte. Durch einen Einspruch beim Bundessportgericht des Deutschen Handballbundes gegen die Wertung einiger Spiele des SC Magdeburgs II, die in diesen Partien nicht spielberechtigte Spieler der 1. Mannschaft einsetzten, verblieb der TSV doch in der 2. Liga.[10]
Die Saison 2010/11 beendete Altenholz auf dem 11. Platz, was den Abstieg in die 3. Liga zur Folge hatte, da in der 2. Liga seit der Saison 2011/12 in einer statt wie bisher in zwei Staffeln gespielt wird. Am Ende der Saison 2012/13 belegte der TSV den zweiten Tabellenplatz in der 3. Liga Nord, und stieg aufgrund des Verzichts anderer potenzieller Aufstiegskandidaten in die 2. Bundesliga auf.[11] Nach der Saison 2013/14 folgte als Tabellenletzter der sofortige Wiederabstieg.

Der männlichen C-Jugend der Handballabteilung gelang im Jahr 1984 der Gewinn der deutschen Jugendmeisterschaft. Sie besiegte im Finale den Süddeutschen Meister TV Hüttenberg mit 18:13.

Die erste Damenmannschaft schaffte 2006/07 als Meister der Oberliga Schleswig-Holstein den Aufstieg in die Regionalliga Nordost.[12] Die Mannschaft musste allerdings sofort wieder absteigen. In der Saison 2009/10 wurde Altenholz wiederum Meister der Oberliga.[13] Im anschließenden Aufstiegsspiel um den Aufstieg in die neu geschaffene 3. Liga setzte sich Altenholz erfolgreich gegen den Hamburger Meister SC Alstertal-Langenhorn durch.[14]

Halle[Bearbeiten]

Die Heimspiele trägt der TSV Altenholz in der Edgar-Meschkat-Halle aus, die etwa 1.200 Zuschauern Platz bietet.

Mannschaftskader 2014/15[Bearbeiten]

Nr. Name Geburtsdatum
Position
12 Florian Hossner 14. Oktober 1982 Tor
23 Stephan Hampel 19. Juni 1989 Tor
02 Maximilian Lipp 18. Februar 1992 Rückraum links
05 Christian Drecke 9. März 1985 Rückraum rechts
06 Martin Bäuning 18. März 1989 Kreis
07 Thies-Jakob Volquardsen 16. September 1989 Rückraum links
08 Jesse Petersen 3. August 1995 Rechtsaußen
09 Christoph Reinert 6. Dezember 1993 Rückraum rechts
13 Kjell Köpke 10. Juni 1987 Kreis
14 Mathis Wegner 25. September 1992 Rückraum Mitte
15 Charles Eliasson 24 September 1994 Rückraum links
17 Jannick Boldt 10. November 1993 Rechtsaußen
18 Sebastian Firnhaber 18. April 1994 Rückraum links
21 Malte Voigt 17. Januar 1993 Linksaußen
22 Patrick Starke 9. März 1988 Rückraum rechts
24 Malte Abelmann-Brockmann 11. Juni 1995 Linksaußen
91 Tobias Flindt 12. September 1991 Kreis
Klaus-Dieter Petersen 6. November 1968 Trainer
Sebastian Opderbeck 14. August 1986 Co-Trainer
Dirk Elvers 23. August 1968 Co-Trainer

Abgänge 2014/15[Bearbeiten]

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Saisonbilanzen[Bearbeiten]

Liga Saison Platz Tore Punkte
Bundesliga Nord 1975/76[16] 10 0242 : 0314 08:28
Regionalliga Nord (2.Liga) 1976–1981 0 0
Regionalliga Nord (3.Liga) 1981/82 01 0571: 0472 43:09
2. Bundesliga Nord 1982/83[17] 07 0429 : 0454 20:24
2. Bundesliga Nord 1983/84[18] 12 0472 : 0544 19:33
2. Bundesliga Nord 1984/85[19] 13 0522 : 0635 12:40
Regionalliga Nord 1985–1993 0 0
2. Bundesliga Nord 1993/94[20] 18 0701 : 0768 21:47
Regionalliga Nord 1994/95 0 0
2. Bundesliga Nord 1995/96[21] 12 0715 : 0757 30:38
2. Bundesliga Nord 1996/97[22] 16 0737 : 0834 18:50
2. Bundesliga Nord 1997/98[23] 13 0783 : 0839 29:39
2. Bundesliga Nord 1998/99[24] 16 0753 : 0870 22:46
2. Bundesliga Nord 1999/00[25] 15 0738 : 0799 24:40
2. Bundesliga Nord 2000/01[26] 16 0744 : 0800 20:44
2. Bundesliga Nord 2001/02[27] 12 0936 : 0979 30:42
2. Bundesliga Nord 2002/03[28] 13 0979 : 1059 28:40
2. Bundesliga Nord 2003/04[29] 07 1059 : 1038 36:32
2. Bundesliga Nord 2004/05[30] 06 1071 : 1039 37:31
2. Bundesliga Nord 2005/06[31] 11 1212 : 1189 39:37
2. Bundesliga Nord 2006/07[32] 10 1012 : 1040 32:36
2. Bundesliga Nord 2007/08[33] 16 1031 : 1052 24:44
2. Bundesliga Nord 2008/09 15 0960 : 1060 18:50
2. Bundesliga Nord 2009/10 15 0899 : 0996 22:44
2. Bundesliga Nord 2010/11 11 0868 : 0890 29:35
3. Liga Nord 2011/12 04 0900 : 0810 40:20
3. Liga Nord 2012/13 02 0926 : 0790 42:18
2. Bundesliga 2013/14 19 0917 : 1123 11:61

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Hardy Grüne: Der kurze Fußballtraum von Altenholz, in: ders.: Legendäre Fußballvereine. Norddeutschland zwischen TSV Achim, Hamburger SV und TuS Zeven, Kassel: Agon Sportverlag, 2004. S. 16. ISBN 3-89784-223-8
  2. TSV Altenholz in: Hardy Grüne (2001): Vereinslexikon. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 7. Kassel: AGON Sportverlag, S. 279 ISBN 3-89784-147-9
  3. Alle Vereine der Handball-Bundesliga 1966-2008, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  4. 2. Bundesliga 1981/82, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  5. 2. Bundesliga 1992/93, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  6. 2. Bundesliga 1994/95, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  7. Die ewige Tabelle der 2. Bundesliga 1981-2007, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  8. Rekorde der 2. Bundesliga 1993-2007, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  9. Relegation 2. Bundesliga Männer, handball.die-ligen.de (14. März 2013)
  10. Ligaverbleib des Zweitligisten TSV Altenholz
  11. www.dhb.de, 6. Mai 2013
  12. Tabelle Oberliga-SH 2006/2007, Website der 1. Damen des TSV Altenholz (14. August 2007) (Version vom 8. April 2008 im Internet Archive)
  13. Tabelle Oberliga-SH 2009/2010, sis-handball.de (16. Mai 2010)
  14. Aufstiegsspiele 2009/2010 (3. Liga), sis-handball.de (16. Mai 2010)
  15. a b c d e Respekt Altenholz! Toller Abschied von den Fans. Kieler Nachrichten vom 19. Mai 2014. S. VI
  16. Bundesliga 1975/76, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  17. 2. Bundesliga 1982/83, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  18. 2. Bundesliga 1983/84, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  19. 2. Bundesliga 1984/85, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  20. 2. Bundesliga 1993/94, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  21. 2. Bundesliga 1995/96, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  22. 2. Bundesliga 1996/97, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  23. 2. Bundesliga 1997/98, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  24. 2. Bundesliga 1998/99, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  25. 2. Bundesliga 1999/00, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  26. 2. Bundesliga 2000/01, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  27. 2. Bundesliga 2001/02, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  28. 2. Bundesliga 2002/03, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  29. 2. Bundesliga 2003/04, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  30. 2. Bundesliga 2004/05, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  31. 2. Bundesliga 2005/06, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  32. 2. Bundesliga 2006/07, bundesligainfo.de Archiv (14. August 2007)
  33. 2. Bundesliga 2007/08, bundesligainfo.de Archiv (18. Mai 2008)