TSV Havelse

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TSV Havelse
Vereinslogo
Voller Name Turn- und Sportverein
Havelse 1912 e. V.
Ort Garbsen-Havelse, Niedersachsen
Gegründet 5. August 1912
Vereinsfarben rot-weiß
Stadion Wilhelm-Langrehr-Stadion
Plätze 3.500
Präsident Manfred Hörnschemeyer
Trainer Christian Benbennek
Homepage www.tsvhavelse.de
Liga Regionalliga Nord
2013/14 7. Platz
Heim
Auswärts

Der TSV Havelse (offiziell: Turn- und Sportverein Havelse 1912 e. V.) ist ein Sportverein aus Garbsen in der Region Hannover. Der Verein entstand im Jahre 1912 und hat 871 Mitglieder (Stand: 18. Februar 2011) in den Abteilungen Fußball, Tennis, Tischtennis, Ballett und Turnen. Die Vereinsfarben sind rot und weiß.

Bekannt wurde der TSV durch seine Fußballabteilung. Die erste Männermannschaft spielt seit dem Aufstieg im Jahre 2010 in der viertklassigen Regionalliga Nord. In der Saison 1990/91 spielte der TSV Havelse in der 2. Bundesliga. Darüber hinaus gewann die Mannschaft im Jahre 2012 den Niedersachsenpokal.

Die erste Frauenmannschaft spielt seit dem Aufstieg im Jahre 2008 in der drittklassigen Regionalliga Nord. Heimspielstätte des TSV Havelse ist das Wilhelm-Langrehr-Stadion mit einer Kapazität von 3.500 Plätzen.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung und frühe Jahre[Bearbeiten]

Seit November 1911 trafen sich in dem damals 250 Einwohner zählenden Dorf Havelse eine Gruppe junger Männer zum Fußball spielen. Am 5. August 1912 gründeten diese Männer den FC Pelikan Havelse. Namensgeber war jedoch nicht der gleichnamige Vogel, sondern das erste Spielgerät des Vereins, das die Mitglieder für 7,50 Mark im Hannoverschen Sporthaus Stoffregen erwarben.[1]

Während des Ersten Weltkrieges konnte der Spielbetrieb bis ins Jahr 1916 aufrechterhalten werden. Infolge der Hyperinflation in Deutschland musste der FC Pelikan im Jahre 1923 aufgelöst werden. Sechs Jahre später wurde mit dem TV Havelse ein Nachfolgeverein gegründet, der im Jahre 1933 wieder eine Fußballabteilung gründete. Wenige Jahre später wurde aus dem TV Havelse der TSV Havelse.[2] Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1945 spielte der TSV Havelse lediglich auf Kreisebene.

1947 wurde der TSV in TSG Havelse-Marienwerder umbenannt. Hintergrund der Umbenennung war der Wunsch des Vereins, weiterhin mit den leistungsstärkeren Vereinen aus Hannover zu spielen. Havelse gehörte seinerzeit zum Landkreis Neustadt am Rübenberge, dessen Fußballvereine sportlich bedeutungslos waren. Havelses Nachbarort Marienwerder gehörte hingegen zu Hannover. Ein Jahr später übernahm Heinz Göing den Vereinsvorsitz. Der Direktor des niedersächsischen Fußball-Toto modernisierte den Verein und legte die Grundlage für den sportlichen Aufschwung.[1]

Die Ära der Toto-Elf (1951 bis 1975)[Bearbeiten]

Im Jahre 1951 gelang den Havelsern erstmals der Aufstieg in die Bezirksliga. Bereits zwei Jahre später errang der TSV dort die Meisterschaft und schaffte nach einem 5:4-Sieg über die SpVg Laatzen den Aufstieg in die damals drittklassige Amateurliga 3. Dort sicherte sich der TSV durch einen 2:0-Sieg vor 3.000 Zuschauern gegen den TuS Seelze die Meisterschaft. Auch in der folgenden Aufstiegsrunde setzte sich die Mannschaft durch und stieg in die Amateuroberliga West auf. Darüber hinaus sorgten die Havelser durch einen 3:1-Pokalsieg über den Oberligisten Werder Bremen für Aufsehen.[1]

Die von Neidern als „Toto-Elf aus Totohausen“[1] verunglimpfte Mannschaft setzte auch in der Amateuroberliga ihren Siegeszug fort. Mit drei Punkten Rückstand auf Eintracht Nordhorn wurde der TSV Vizemeister und zog damit in die Aufstiegsrunde zur Oberliga Nord ein. Dort erreichte die Mannschaft nur drei Punkte und wurde hinter Nordhorn und Concordia Hamburg Dritter. Der einzige Sieg wurde am Grünen Tisch errungen, weil der VfB Lübeck einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt hatte.[3]

Während der Saison 1955/56 wurde der TSV-Vorsitzende Göing wegen verkappten Profitums angezeigt. Wegen des Verstoßes gegen das Amateurstatut wurde der Verein zum Zwangsabstieg in die Amateurliga verurteilt. Göing verlor seinen Posten beim Niedersächsischen Toto und trat als Vereinsvorsitzender zurück.[1] Zurück in der Amateurliga kämpfte der neue Vorstand lange gegen eine hohe Schuldenlast. In den Jahren 1958 und 1960 wurden die Havelser jeweils Vizemeister hinter den Sportfreunden aus Ricklingen bzw. Springe. Mit zwei Punkten Rückstand auf die SpVgg Wunstorf verpasste der TSV im Jahre 1964 die neu geschaffene Verbandsliga Süd.

Gestützt durch die erfolgreiche Jugendarbeit hielten sich die Havelser ab 1964 in der fünftklassigen Bezirksliga 3 auf. Nachdem im Jahre 1966 nur knapp die Klasse gehalten werden konnte erlebte der Verein in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre einen sportlichen Aufschwung. Im Jahre 1972 konnte die Vizemeisterschaft gefeiert werden, wobei die Havelser zehn Punkte Rückstand auf den Meister Polizei SV Hannover aufwiesen. Dennoch litt die Fußballabteilung darunter, dass sie im Verein keine große Rolle mehr spielte. Erst als die Fußballer im Jahre 1974 mit dem Austritt drohten, verbesserte sich die Situation.[1]

Der Weg in die 2. Bundesliga (1975 bis 1990)[Bearbeiten]

Im Jahre 1975 verpflichtete der Abteilungsleister Wilhelm Langrehr den ehemaligen Nationalspieler Hans Siemensmeyer als neuen Trainer. Mit einer fast ausschließlich aus Eigengewächsen bestehenden Mannschaft sicherte sich der TSV ein Jahr später die Bezirksligameisterschaft. Vorentscheidend war ein 3:0-Sieg beim Konkurrenten TSV Burgdorf vor 4.000 Zuschauern, bei dem der spätere Profi Frank Pagelsdorf zweimal traf.[1] Zwei Jahre später wurden die Havelser mit einem Punkt Rückstand auf den TuS Hessisch Oldendorf Vizemeister der Verbandsliga Süd. 1979 wurde der TSV erneut Vizemeister und gewann durch ein 3:0 gegen den TuS Hessisch Oldendorf den Bezirkspokal von Hannover.

Frank Pagelsdorf

Ein Jahr später sicherten sich die Havelser die Meisterschaft der Landesliga West und stiegen in die Verbandsliga Niedersachsen auf. Mit einem 10:3-Sieg beim VfL Germania Leer sicherte sich der TSV überraschend den dritten Platz und zog in die Aufstiegsrunde zur Oberliga Nord ein. Am letzten Spieltag schafften die Havelser durch ein 3:1 über Eutin 08 den Durchmarsch, weil Tabellenführer Urania Hamburg gleichzeitig mit 5:8 beim TuS Celle verlor.[1]

Der von den Medien als TSV Siemensmeyer bezeichnete Verein etablierte sich schnell im norddeutschen Amateuroberhaus. Schon in der Saison 1982/83 zog die Mannschaft an Arminia Hannover vorbei und wurde die sportliche Nummer zwei im Großraum Hannover. Ein Jahr später war der TSV gar die beste niedersächsische Mannschaft. Trainer Siemensmeyer legte am Saisonende sein Amt nieder. Unter seinem Nachfolger Günter Blume sorgte der TSV im DFB-Pokal für Aufsehen, als er sich gegen den Bundesligisten VfL Bochum ein 2:2 nach Verlängerung erkämpfte. Im Wiederholungsspiel siegten die Bochumer dann mit 4:0.

In der Liga kämpfte die Mannschaft gegen den Abstieg, der trotz einer Serie von 14 sieglosen Spielen in der Rückrunde noch vermieden werden konnte. Nach Streitigkeiten zwischen Trainer Blume und Abteilungsleider Langrehr übernahm Volker Finke im Februar 1986 das Traineramt. Finke führte das Team aus dem Tabellenkeller, ehe ein 3:2-Sieg über den 1. SC Göttingen 05 am letzten Spieltag noch den Klassenerhalt sicherte.[1] In der Folgezeit baute Finke zahlreiche eigene Nachwuchsspieler in die Mannschaft ein.

1989 wurde der TSV Havelse Meister der Oberliga Nord und zog in die Aufstiegsrunde ein. Gegen renommierte Mannschaften wie den MSV Duisburg und Preußen Münster waren die Havelser chancenlos und belegten den letzten Platz. Ein Jahr später war die Mannschaft erfolgreicher. Als Vizemeister hinter dem VfB Oldenburg qualifiziert sicherte sich der TSV am vorletzten Spieltag durch einen 3:2-Sieg über den Wuppertaler SV den Aufstieg. Lars-Peter Beike erzielte vor 6.000 Zuschauern mit einem direkt verwandelten Freistoß den Siegtreffer.[1]

Niedergang nach dem Zweitligajahr (1990 bis 2005)[Bearbeiten]

Der Aufstieg ins Profilager erwies sich als zu groß für den Verein. Binnen weniger Wochen musste das Stadion ausgebaut werden, namhafte Spieler konnte man sich aus finanziellen Gründen nicht leisten und die meisten Spieler gingen weiterhin ihrem Hauptberuf nach. Zudem herrschte Unruhe im Verein, da Hannover 96 sich wochenlang um einen Wechsel des Trainers Volker Finke bemühte. Zwar konnten die ersten drei Heimspiele gewonnen werden, jedoch verblieb die Mannschaft im Tabellenkeller. Am 5. Oktober 1990 löste Finke seinen Vertrag auf und wurde durch Karl-Heinz Mrosko ersetzt. Am Saisonende standen sechs Siege, sieben Unentschieden und 25 Niederlagen in der Bilanz und der TSV stieg als Vorletzter ab.

Durch die Teilnahme an der 2. Bundesliga durfte der TSV Havelse in der Saison 1991/92 am DFB-Pokal teilnehmen. Im Erstrundenspiel gegen den 1. FC Nürnberg gelang den Havelsern mit dem 4:2 nach Elfmeterschießen eine Sensation. In der dritten Runde scheiterte man am SC 08 Bamberg mit 0:4. In der Oberliga erreichte der TSV durch das bessere Torverhältnis gegenüber dem 1. SC Norderstedt die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga. Hier waren die Havelser gegen die Drittletzten der beiden Zweitligastaffeln Fortuna Köln und TSV 1860 München jedoch chancenlos.

Volker Finke

Zahlreiche Leistungsträger verließen daraufhin den Verein, der in der Saison 1992/93 unter Trainer Ronald Worm als Tabellenletzter abstieg. Im DFB-Pokal erreichte der TSV die zweite Runde, wo er auf den Karlsruher SC traf. Der KSC, für den damals die späteren Nationalspieler Jens Nowotny und Oliver Kahn aufliefen, gewann das Spiel mit 3:0. Als Tabellenvierter der Verbandsligasaison 1993/94 qualifizierten sich die Havelser für die Oberliga Niedersachsen/Bremen.

Dort verpasste die Mannschaft als Dritter mit zwei Punkten Rückstand auf Atlas Delmenhorst nur knapp die Relegationsspiele zur Regionalliga Nord. Abgesehen vom zehnten Platz in der Saison 1996/97 waren die Havelser stets im oberen Tabellendrittel zu finden, ohne jedoch in die Nähe der Aufstiegsränge zu gelangen. Als der Abteilungsleiter Langrehr im Februar 2000 verstarb, geriet der Verein in Insolvenzgefahr.[1] In der folgenden Saison 2000/01 stürzte die Mannschaft auf Platz 15 ab. Da der Lüneburger SK und der SV Wilhelmshaven aus der Regionalliga abstiegen und der 1. SC Göttingen 05 nicht in die Regionalliga aufstieg bedeutete dies den Abstieg in die Niedersachsenliga West.

Der Versuch, mit Hilfe einer Sportmarketing GmbH den Wiederaufstieg zu erreichen, scheiterte. Die Mannschaft wurde in der Saison 2001/02 in die sechstklassige Landesliga Hannover durchgereicht. Durch den Verkauf von zwei Tennisplätzen konnte sich der Verein Ende 2004 entschulden. Ein Jahr später sorgte der TSV für Aufsehen, weil er mit Hosenwerbung auflief, was nach den DFB-Statuten nicht erlaubt ist. Arminia Hannover bekam im Jahre 2008 in einem ähnlichen Verfahren das Recht, mit Hosenwerbung aufzulaufen. Sportlich schaffte der TSV im Jahre 2005 als Vizemeister hinter dem SV Bockenem den Wiederaufstieg in die Niedersachsenliga.

Gegenwart (seit 2005)[Bearbeiten]

Nach dem Wiederaufstieg etablierte sich der TSV schnell wieder im niedersächsischen Oberhaus. In der Saison 2005/06 verpasste die Mannschaft knapp den Durchmarsch in die Oberliga. Drei Punkte betrug der Rückstand auf Meister SV Ramlingen-Ehlershausen. Ein Jahr später qualifizierten sich die Havelser erneut für den DFB-Pokal, nachdem die Mannschaft im Qualifikationsspiel die zwei Ligen höher spielende Reserve des VfL Wolfsburg mit 3:1 bezwingen konnte. In der ersten Runde auf Bundesebene war nach einer 0:3-Niederlage gegen den Zweitligisten TuS Koblenz Endstation.

In der Saison 2009/10 sicherte sich die mit Ex-Profis wie Michael Habryka, Babacar N'Diaye und André Breitenreiter verstärkte Mannschaft die Meisterschaft der Oberliga Niedersachsen-West. Da sich aus den Oberligen Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen lediglich die zweite Mannschaft von Holstein Kiel für einen Platz in der Regionalliga beworben hatte, aber aufgrund des Abstiegs der ersten Mannschaft in die Regionalliga nicht aufsteigen durfte, konnte der TSV Havelse automatisch aufsteigen.

Die von Jürgen Stoffregen trainierte Mannschaft geriet früh in Abstiegsgefahr. Am 2. Januar 2011 wurde André Breitenreiter sein Nachfolger und führte die Mannschaft auf Platz 15, was den sportlichen Abstieg bedeutete. Als der DFB jedoch der TuS Koblenz doch noch die Regionalligalizenz erteilte und die Sportfreunde Lotte nicht von der West- in die Nordgruppe ausweichen mussten, wurde ein Platz in der Nordgruppe frei, für den der TSV nachrückte.[4] Ein Jahr später führte Breitenreiter sein Team auf Rang fünf sowie ins Finale des Niedersachsenpokals, wo der SV Wilhelmshaven mit 2:1 besiegt wurde.[5]

Im DFB-Pokal der Saison 2012/2013 schlug Havelse in der ersten Runde den 1. FC Nürnberg mit 3:2 nach Verlängerung. In der zweiten Runde bekamen die Havelser den VfL Bochum zugelost, verloren jedoch zuhause mit 1:3. In der Regionalligasaison 2012/13 sicherte sich der TSV die Vizemeisterschaft hinter Holstein Kiel. Trainer André Breitenreiter gab am Saisonende seinen Wechsel zum Zweitligisten SC Paderborn bekannt. Sein Nachfolger Christian Benbennek wurde am 29. Mai 2013 offiziell vorgestellt.

Erfolge[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Kader der Zweitligasaison 1990/91[Bearbeiten]

Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf die Einsätze und Tore in der Saison 1990/91.[6]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
Stefan Beneking (6/0)
Ralf Krause (2/0)
Holm Mauritz (33/0)
Karl Eggenstein (36/0)
Stefan Gähle (10/0)
Willi Kronhardt (32/2)
Michael Köpper (16/0)
Joachim Trautmann (30/0)
Ulrich Wilke (22/2)
Andreas Zindler (31/0)
Nenad Bankovic (25/1)
Lars-Peter Beike (15/6)
Dieter Frommelt (17/0)
Joachim Gehrmann (34/2)
Gerald Knauer (5/0)
Andreas Müller (16/3)
Jürgen Prange (9/1)
Andjelko Urosević (13/0)
Thomas Vogel (22/2)
Berardino Capocchiano (35/14)
Christian Meier (4/0)
Dirk Spannuth (31/4)
Stefan Tiedgen (21/2)
Jens Todt (28/3)

Ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten]

Wilhelm-Langrehr-Stadion[Bearbeiten]

Im Wilhelm-Langrehr-Stadion beim DFB-Pokalspiel TSV Havelse - VfL Bochum
Hauptartikel: Wilhelm-Langrehr-Stadion

Seit 1933 nutzt der TSV Havelse das Wilhelm-Langrehr-Stadion als Heimspielstätte. Bis zum März 2000 hieß das Stadion TSV Kampfbahn an der Hannoverschen Straße, ehe die Umbenennung erfolgte. Namensgeber ist der langjährige Leiter der Fußballabteilung Wilhelm Langrehr, der einen Monat vor der Umbenennung verstarb. Das Stadion hat eine Kapazität von 3.500 Plätzen. Darunter befinden sich 350 überdachte Sitzplätze. Während der Zweitligasaison 1990/91 wich der Verein für einige Spiele in das Niedersachsenstadion in Hannover aus. Auch das Eilenriedestadion in Hannover wurde für Heimspiele genutzt.

Die höchste Zuschauerzahl im Wilhelm-Langrehr-Stadion wurde am 14. Juni 1990 erreicht, als beim Aufstiegsrundenspiel gegen den Wuppertaler SV 6.000 Zuschauer gezählt wurden. Die höchste Zuschauerzahl bei einem TSV-Heimspiel wiederum wurde am 14. September 1990 erreicht, als 28.000 Zuschauer das Derby gegen Hannover 96 im Niedersachsenstadion sahen.[7]

Weitere Fußballmannschaften[Bearbeiten]

Zweite und Dritte Mannschaft[Bearbeiten]

Die zweite Herrenmannschaft des TSV Havelse hatte Mitte der 1990er Jahre ihre erfolgreichste Zeit. Im Jahre 1992 gelang der Aufstieg in die Bezirksoberliga Hannover, die 1994 in Landesliga Hannover umbenannt wurde. Nach dem Abstieg im Jahre 1996 ging es in Zweijahresschritten hinab in die Kreisliga. Nachdem zur Saison 2002/03 keine zweite Mannschaft gemeldet wurde musste im Jahre 2003 die neue zweite Mannschaft in der 4. Kreisklasse von vorne beginnen. Nach mehreren Aufstiegen spielte die zweite Mannschaft des TSV Havelse seit 2009 in der Bezirksliga Hannover 2. Zur Saison 2012/13 wurde auch eine dritte Mannschaft gemeldet, die in der 4. Kreisklasse Hannover-Land, Gruppe 5 antritt.

Jugendmannschaften[Bearbeiten]

In der Saison 2012/13 meldete der TSV Havelse 15 Jugendmannschaften, davon zwei Mädchenmannschaften. Die männliche A-Jugend nahm 1984 an der deutschen Meisterschaft teil und schied im Viertelfinale gegen Concordia Hamburg aus. Vier Jahre später erreichte die B-Jugend die deutsche Meisterschaft, wo bereits in der ersten Runde das Aus gegen Bayer 04 Leverkusen erfolgte. Die C-Junioren des TSV Havelse gewannen im Jahre 2011 den DFB-Futsal-Cup durch einen 2:0-Sieg gegen den Karlsruher SC.

Frauenfußball[Bearbeiten]

Die Frauenfußballabteilung des TSV Havelse umfasst zwei Frauen- und vier Mädchenmannschaften. Die erste Frauenmannschaft schaffte 2008 den Aufstieg in die Regionalliga Nord und belegte in der Saison 2008/09 den siebten Platz. Im Jahre 2011 unterlag die Mannschaft im Finale des Niedersachsenpokals der TSG Burg Gretesch mit 1:3. Die zweite Mannschaft tritt in der Landesliga an.

Mit Tugba Tekkal vom Hamburger SV und 1. FC Köln und Jugendnationalspielerin Kristin Demann vom 1. FFC Turbine Potsdam brachte der TSV Havelse auch bekannte Spielerinnen hervor. Beim TSV Havelse spielt außerdem Filiz Koç, eine ehemalige türkische Nationalspielerin, die auch als Schauspielerin und Model tätig ist.

Tennis[Bearbeiten]

Der größte Erfolg der Tennisabteilung wurde im Jahre 1994 erzielt. Damals gewann die Herrenmannschaft die niedersächsische Hallenmeisterschaft. Aktuell tritt die erste Herrenmannschaft in der Verbandsliga Niedersachsen an.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k  Hardy Grüne: Legendäre Fußballvereine - Norddeutschland. AGON-Sportverlag, Kassel 2004, ISBN 3-89784-223-8, S. 313-315.
  2. tsvhavelse.de: Die Historie
  3.  Hardy Grüne: Vom Kronprinzen bis zur Bundesliga. 1890 bis 1963. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 1. AGON Sportverlag, Kassel 1996, ISBN 3-928562-85-1, S. 347.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHavelse bleibt Regionalligist. Abgerufen am 1. Juli 2011.
  5. TSV Havelse holt sich erstmals den Niedersachsenpokal
  6. fussballdaten.de: TSV Havelse 2. Liga 1990/91
  7. fussballdaten.de: Die Spielstatistik TSV Havelse - Hannover 96

Weblinks[Bearbeiten]