Tabernaemontana

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Tabernaemontana
Zierlicher Krötenbaum (Tabernaemontana elegans)

Zierlicher Krötenbaum (Tabernaemontana elegans)

Systematik
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
Unterfamilie: Rauvolfioideae
Tribus: Tabernaemontaneae
Untertribus: Tabernaemontaninae
Gattung: Tabernaemontana
Wissenschaftlicher Name
Tabernaemontana
L.

Tabernaemontana ist eine artenreiche, in den Tropen verbreitete Gattung aus der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Bei Tabernaemontana-Arten handelt sich um kleine Bäume oder Sträucher, die Wuchshöhen von meist 2 bis 8 Meter erreichen. Sie führen sämtlich einen weißen Milchsaft.

Die gegenständigen Laubblätter sind gestielt. Die dunkelgrün glänzende Blattspreite ist lineal, eiförmig oder elliptisch mit glattem Blattrand. Nebenblätter fehlen.

Selten stehen die Blüten einzeln, meist zu vielen in achselständigen, zymösen Blütenstände mit Hochblättern. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind fünfzählig sind meist klein und duften. Die fünf Kelchblätter sind röhrig verwachsen; die Kelchzipfel sind deutlich länger als die aufrechte Kelchröhre. Die fünf cremefarbenen Kronblätter sind verwachsen; die lange schmale Kronröhre ist ungefähr ab der Mitte trichterförmig erweitert. Die Kronzipfel sind deutlich kürzer als die Kronröhre. Die ausgebreiteten Kronzipfel sind deutlich in eine Richtung gedreht und überlappen sich dort. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden; die Staubblätter sind untereinander nicht verwachsen aber mit der Kronröhre, aus der sie nicht herausragen. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen.

Die Frucht enthält ein bis 50 Samen. Die Samen mancher Arten besitzen einen roten oder orangen fleischigen Arillus; durch diesen Samenmantel scheinen die Früchte mit einem unregelmäßigen Fruchtfleisch ausgefüllt zu sein.

Systematik und Vorkommen[Bearbeiten]

Die Gattung Tabernaemontana wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, 1, S. 210–211 aufgestellt [1]. Der Gattungsname Tabernaemontana ehrt den Gelehrten und Kräuterkundler Jacob Theodor, der im 16. Jahrhundert lebte und sich den latinisierten Namen seiner Geburtsstadt Bergzabern (Tabernaemontanus) zulegte. Synonyme für Tabernaemontana L. sind: Anacampta Miers, Anartia Miers, Bonafousia A.DC., Bonafousia guyanensis (Müll. Arg.) Miers, Camerunia (Pichon) Boiteau, Capuronetta Markgr., Codonemma Miers, Conopharyngia G.Don, Conopharyngia sect. Sarcopharyngia Stapf, Domkeocarpa Markgr., Ervatamia (DC.) Stapf, Gabunia Schum. ex Stapf, Hazunta Pichon, Leptopharyngia Boiteau, Merizadenia Miers, Muntafara Pichon, Ochronerium Baill., Oistanthera Markgr., Pagiantha Markgr., Pandaca Noronha ex Thouars, Pandacastrum Pichon, Peschiera A.DC., Phrissocarpus Miers, Protogabunia Boiteau, Pterotaberna Stapf, Quadricasaea Woodson, Rejoua Gaudich., Sarcopharyngia (Stapf) Boiteau, Stenosolen (Müll. Arg.) Markgr., Taberna Miers, Tabernaemontana sect. Ervatamia DC. [1].

Die Gattung Tabernaemontana ist in den Tropen und Subtropen der ganzen Welt weit verbreitet (Afrika, Asien, Nord- und Südamerika, Ozeanien). Es handelt sich in der Regel um Bewohner der Regenwälder.

Es gibt 100 bis 110 Tabernaemontana-Arten. Beispiele für Arten der Gattung sind:

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Tabernaemontana bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tabernaemontana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien