Tadija Kačar

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Tadija Kačar (* 16. Januar 1956 in Perućici bei Jajce, Teilrepublik Bosnien, Jugoslawien) ist ein ehemaliger jugoslawischer Boxer.

Bereits bei der 3. Junioren-Europameisterschaft in Kiew 1974, konnte er die Silbermedaille im Weltergewicht gewinnen. Er schlug dabei Jenő Danyi aus Ungarn, Hans Bong aus Schweden und den Briten Kirkland Laing, ehe er im Finale gegen Mikhail Bychkov aus der Sowjetunion verlor.[1]

Bei den 21. Olympischen Sommerspielen 1976 in Montreal gewann er die Silbermedaille im Halbmittelgewicht. Er siegte dabei gegen den Dänen Poul Frandsen, den Iraner Mohamed Azarhazin und den Rumänen Vasile Didea, ehe er im Finale dem Polen Jerzy Rybicki unterlag.[2]

1977 nahm er im Halbmittelgewicht an der 22. Europameisterschaft in Deutschland teil, wo er jedoch bereits seinen ersten Kampf gegen den Schotten Charles Malarkey verlor.[3] Dafür gewann er im selben Jahr das 1. Feliks Stamm Memorial in Warschau. Dabei besiegte er Pedro Cárdenas aus Kuba, Paweł Skrzecz (2. Platz Olympia 1980) aus Polen und John Odhiambo (Olympiateilnehmer 1976) aus Uganda.

1978 und 1979 wurde er Jugoslawischer Meister im Halbschwergewicht.[4][5] 1978 gewann er zudem die Silbermedaille im Halbschwergewicht bei der 2. Weltmeisterschaft in Belgrad. Nach Siegen gegen Dimitar Lubenov aus Bulgarien und Herbert Bauch aus Deutschland, verlor er im Finale gegen den Kubaner Sixto Soria.[6]

1979 gewann er auch die 8. Mittelmeerspiele in Split. Er war dabei im Mittelgewicht gestartet, um nicht gegen seinen ebenfalls im Halbschwergewicht kämpfenden Bruder antreten zu müssen; sein Bruder konnte überdies ebenfalls die Goldmedaille gewinnen.[7] Zudem trat er noch 1979 bei der 23. Europameisterschaft in Deutschland an, wo er die Silbermedaille im Halbschwergewicht gewann. Er siegte dabei gegen Bozhidar Ivanov aus Bulgarien, Kurt Seiler aus Deutschland und Giorgica Donici aus Rumänien, ehe er im Finale Albert Nikolyan aus der Sowjetunion unterlag.[8]

1981 wurde er jugoslawischer Vizemeister im Halbschwergewicht.[9] Er unterlag im Finale Pero Tadić (Bronzemedaillengewinner der WM 1982).[10]

1980 wurde er zusammen mit Karatemeister Jovica Božić mit der Goldmünze "Titov zlatinik" ausgezeichnet.[11]

Angehörige[Bearbeiten]

Sein jüngerer Bruder Slobodan Kačar war Boxer im Halbschwergewicht, Olympiasieger von 1980 und IBF-Weltmeister von Dezember 1985 bis September 1986. Er ist zudem der Onkel des Fußballprofis Gojko Kačar vom Hamburger SV.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 3. European Junior Championships, amateur-boxing.strefa.pl
  2. 21. Olympic Games, amateur-boxing.strefa.pl
  3. 22. European Championships, amateur-boxing.strefa.pl
  4. 32. Yugoslav National Championships, amateur-boxing.strefa.pl
  5. 33. Yugoslav National Championships, amateur-boxing.strefa.pl
  6. 2. World Championships, amateur-boxing.strefa.pl
  7. 8. Mediterranean Games, amateur-boxing.strefa.pl
  8. 23. European Championships, amateur-boxing.strefa.pl
  9. 35. Yugoslav National Championships, amateur-boxing.strefa.pl
  10. World Amateur Boxing Championships, gbrathletics.com
  11. Jovica Božić, Inhaber des Unternehmens "Božić i sinovi", ekapija.com